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Was begeistert dich an deiner Aufgabe besonders?

Anja: Für mich kommen hier mehrere Themen zusammen, die mir wirklich am Herzen liegen: Kommunikation, die Arbeit mit Menschen und Inklusion.

Besonders schön finde ich es, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und daraus etwas Gemeinsames entsteht. Wenn Menschen an einem Strang ziehen und gegenseitige Wertschätzung entsteht, macht mich das wirklich glücklich.

Durch meine Behinderung seit meiner Geburt habe ich in meinem Leben zum Teil ganz andere Erfahrungen gemacht als Menschen ohne Behinderung. Dadurch habe ich die Möglichkeit, andere Perspektiven in Diskussionen einzubringen. Genauso geht es Menschen mit anderen Lebenserfahrungen. Das bereichert die Diskussionen. Auch das ist Inklusion.

Was bedeutet Inklusion für dich im Arbeitsalltag?

Anja: Für mich bedeutet Inklusion vor allem, einerseits als Mensch mit individuellen Fähigkeiten, Werten und Potenzialen wahrgenommen und andererseits auch vorbehaltlos akzeptiert zu werden.

Ich finde es wichtig, nicht automatisch davon auszugehen, dass jemand aufgrund einer Behinderung Hilfe braucht. Viel hilfreicher ist ein offener Dialog: Traut euch, nachzufragen, zuzuhören und lasst die Person selbst entscheiden, was sie benötigt, denn das kann je nach Situation ganz unterschiedlich sein - so, wie jeder Mensch mal gute und mal nicht so gute Tage erlebt.

Für mich gehört außerdem dazu, dass eine Behinderung keine Einschränkung für berufliche Entwicklung sein sollte, denn viele Menschen mit Behinderung sind hoch bis überdurchschnittlich qualifiziert, motiviert und wollen einen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Ein Umfeld, dass für alle Menschen Rahmenbedingungen schafft und sie somit befähigt, bestmöglich arbeiten zu können, sich gegenseitig zu unterstützen und gerne zur Arbeit zu kommen, ist essenziell, um Potenziale wirksam und nachhaltig entfalten und gemeinsam Zukunft gestalten zu können.

Hat dich dieses Thema auch auf deinem eigenen Karriereweg begleitet?

Anja: Ja, auf jeden Fall. Ich habe mir früher viele Gedanken darüber gemacht, ob meine Behinderung meine beruflichen Möglichkeiten einschränken könnte. Deshalb habe ich sie im Arbeitskontext teilweise eher versucht, in den Hintergrund zu stellen.

Gleichzeitig war für mich immer klar, dass ich mich weiterentwickeln möchte. Ich bin ehrgeizig und habe berufliche Ziele. Umso wichtiger war für mich die Erfahrung, dass bei meiner Bewerbung bei der EnBW meine Erfahrungen und Fähigkeiten im Mittelpunkt standen.

Welche Rahmenbedingungen machen für dich im Arbeitsalltag einen Unterschied?

Anja: Zum einen ganz klar die Teamkultur. Ich erlebe meine Kolleg*innen als sehr hilfsbereit und wertschätzend und habe das Gefühl, jederzeit Fragen stellen zu können. Das ist ein selbstverständliches Geben und Nehmen. So soll es sein und das motiviert unheimlich.

Zum anderen ist Flexibilität für mich besonders wichtig. Durch Homeoffice und flexible Arbeitszeiten kann ich selbst besser entscheiden, wann ich ins Büro komme und wann ich von zu Hause arbeite.

Das hilft mir sowohl bei meinem Leistungssport als auch im Umgang mit meiner Behinderung. Wenn beispielsweise starke Sonneneinstrahlung für mich schwierig ist, kann ich meinen Arbeitsort entsprechend anpassen.

Welche Benefits schätzt du darüber hinaus besonders?

Anja: Neben der Flexibilität ist mir auch finanzielle Sicherheit wichtig. Eine gute Vergütung und die Erfolgsbeteiligung empfinde ich als Form der Wertschätzung für Leistung und Engagement.

Mindestens genauso wichtig ist für mich aber das Umfeld: eine Teamkultur, in der jeder Probleme ansprechen kann und man gemeinsam nach Lösungen sucht. Voraussetzungen dafür sind empathische Führungskräfte, die menschenzentriert führen und psychologische Sicherheit herstellen können, sowie eine gute Lern- und Feedbackkultur.

Was hat dich bei der EnBW besonders überrascht?

Anja: Tatsächlich die Offenheit im Umgang mit meiner Behinderung. Ich hatte vorher häufig die Sorge, dass mein Handicap beruflich irgendwann zum Bremsklotz werden könnte.

Hier habe ich erlebt, dass ich offen damit umgehen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass mir dadurch weniger zugetraut wird. Das empfinde ich als sehr befreiend, weil ich mich dadurch viel authentischer auf meine Arbeit konzentrieren kann.

Warum passt der Satz „Unsere Energie glaubt an deine Fähigkeiten“ so gut zu dir?

Anja: Weil genau das für mich den Unterschied macht. Menschen sollten nicht auf das reduziert werden, was vielleicht auf den ersten Blick anders ist.

Entscheidend ist, welche Fähigkeiten und Stärken, inneren Werte, Erfahrungen, Perspektiven und Potenzial jemand mitbringt. Ich habe selbst erlebt, wie wichtig es ist, dass einem etwas zugetraut wird und man die Chance bekommt, sich weiterzuentwickeln. Die EnBW hat an meine Fähigkeiten und mein Potenzial geglaubt, und ich habe das große Glück, mich in dieser Position nicht nur beruflich weiterentwickeln zu können, sondern vor allem auch meine Leidenschaften miteinander zu verbinden und die Zukunft mitzugestalten. Dafür bin ich sehr dankbar.


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