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Was passiert eigentlich „hinter den Kulissen“, damit HR-Prozesse bei der EnBW reibungslos funktionieren?

Dennis: Hinter den Kulissen passiert sehr viel, unsere Plattform ist die letzten Jahre stark gewachsen, sowohl an Systemen als auch an Personen. Dabei hört es selten bei den reinen HR-Prozessen auf. Es geht auch darum, dass der Konzern täglich funktioniert.

Das fängt bei den jährlichen Wartungsarbeiten unserer Systeme an, damit bei uns allen die Entgeltabrechnung stimmt, geht über Themen rund um Daten der Geldaufwertung bis hin zum digitalen Mitarbeiterpostfach.

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Viele sehen nur das fertige System. Welche Herausforderungen oder Probleme löst du an einem typischen Arbeitstag?

Dennis: Das ist völlig unterschiedlich und weiß man nie so genau. Aktuell bin ich viel in unserem TOP-Konzernprojekt EnABLE:HR unterwegs, in dem wir unsere bekannte Systemwelt in eine neue Systemlandschaft überführen. Meine Aufgaben reichen dabei von der Beantwortung verschiedenster Fragestellungen, beispielsweise: Wie gehen wir mit einem Problem aus Prozess XYZ um? Dann müssen wir prüfen: Können wir das so in die Systeme bringen? Wenn nicht, mit welchen Abstrichen? Oder im Worst Case müssen wir Prozesse anpassen. Manchmal, wenn auch deutlich seltener, bin ich auch noch selbst in der Konfiguration unterwegs.

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Seit wann bist du Teil der EnBW und wie hat dein Weg ins Unternehmen begonnen?

Dennis: Ich bin seit dem 01.10.2010 bei der EnBW, damals noch als Auszubildender. Danach folgte eine EPG-Beschäftigung, bis ich im Sommer 2015 fest angestellt wurde.

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Du hast dich vom Industriekaufmann zum IT-Architekten entwickelt. Gab es einen Moment, in dem dir klar wurde: Jetzt bin ich wirklich in der IT angekommen?

Dennis: Da gibt es tatsächlich mehrere, aber zwei stechen besonders hervor:

  • Nach unserer Reorganisation, als wir im Kickoff gesehen haben, wie sich unsere Aufgaben in der IT verändern.
  • Als ehemalige HR-Kollegen in einem Termin meinten: „Da sollten wir mit der IT sprechen“ – und damit unser Team gemeint war.
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Was war bisher die größte System- oder Prozessherausforderung, die du bei der EnBW angegangen bist?

Dennis: Da fallen mir zwei größere Projekte ein.

Zum einen sCore25, die Transformation unseres Finanzsystems. Die große Frage war: Was hat das mit HR zu tun? Tatsächlich sehr viel, zum Beispiel werden unsere Gehälter auf Finanzkonten verbucht. Mit dem neuen System und dem Rollout in Wellen mussten wir sicherstellen, dass sowohl das alte als auch das neue Finanzsystem monatlich korrekt mit den Buchungen der HR-Entgeltabrechnung versorgt werden und das mit unterschiedlicher Logik der Datenverarbeitung. Das reichte von sich ändernden Buchungskreisen über Kostenstellen bis hin zu neuen Objekten, die unser System vorher gar nicht kannte. Das waren viele lange und anstrengende Tage, auch weil es dafür kaum externe Erfahrungen am Markt gab. Am Ende mussten wir HR-seitig sogar Personaldaten anpassen, was für viele HR-Kollegen die Prozesse transparenter gemacht hat.

Das zweite große Projekt ist aktuell EnABLE:HR. Hier ziehen wir, ähnlich wie beim Finanzsystem, in eine neue Systemlandschaft um, die uns neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen bringt. Ich habe an einigen Stellen aktiv mitgewirkt und Themen zur Entscheidung gebracht. Daraus hat sich auch meine jetzige Rolle als Solution Architect im Projekt entwickelt. Dabei geht es vor allem darum zu verstehen, wie unsere Prozesse funktionieren und wie wir sie sinnvoll in die neue Systemlandschaft überführen. Manchmal müssen Prozessschritte dafür angepasst oder komplett neu gedacht werden.

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Gibt es ein Projekt, auf das du besonders stolz bist?

Dennis: Das würde ich tatsächlich in dem oberen Projektkomplex mit beantwortet sehen 😊

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Wie verändert die Digitalisierung aktuell die Arbeit im Konzern am stärksten?

Dennis: Das hängt ein bisschen davon ab, was man unter Digitalisierung versteht. Für mich beginnt Digitalisierung schon vor dem eigentlichen System. Sie lebt von einfachen und effizienten Prozessen. Das zu erreichen ist bei der Vielfalt, die wir in der EnBW abdecken, gar nicht so einfach. Im besten Fall erleichtert Digitalisierung allen die Arbeit. Dann kann jeder wieder schneller an den Themen arbeiten, für die er eigentlich eingestellt wurde.

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Wann merkst du besonders: Ohne unsere Arbeit würde hier gerade nichts laufen?

Dennis: Das ist unterschiedlich. Manchmal sind es Anrufe von Kolleg*innen, die Fragen haben. Manchmal Feedback von Kolleg*innen.

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Wie hältst du dich fachlich auf dem Laufenden?

Dennis: Hier bin ich sehr dankbar, dass wir Fachmessen der Hersteller oder zum Beispiel die DSAG besuchen können. Dort bekommt man viele Einblicke in neue Entwicklungen unserer Kernsysteme und kann sich mit anderen Kunden austauschen. Auch interne Schulungen, zum Beispiel über die Gildenarbeit der Architektur, sind ein wichtiger Baustein.

Am Ende spielt aber auch das eigene Interesse eine große Rolle: Dinge verstehen wollen, über den Tellerrand schauen und Kollegen aus anderen IT-Bereichen fragen, was bei ihnen passiert.

Und natürlich helfen auch Fachzeitschriften oder das Internet weiter.

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Wo siehst du IT in fünf Jahren?

Dennis: Das ist eine sehr schwierige Frage, weil viele Faktoren eine Rolle spielen: Wie entwickeln sich Hersteller weiter? Welche politischen Themen spielen eine Rolle, etwa bei großen Anbietern wie Microsoft oder Google?

Was sicher bleiben wird, ist die Schnelllebigkeit und Vernetzung von Systemen. Dadurch entstehen immer neue Anforderungen an Systeme, die ursprünglich vielleicht gar nicht dafür gedacht waren. Und was heute State of the Art ist, kann durch einen technologischen Durchbruch, zum Beispiel beim Quantencomputer, morgen schon wieder „Schnee von gestern“ sein.

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Was würdest du neuen Kolleg*innen mitgeben, die in deinem Bereich einsteigen?

Dennis: Scheut euch nicht, es auszuprobieren. Interne Systeme sind mindestens genauso spannend wie Big-Data- oder Cloud-Themen und auch im HR-IT-Bereich gibt es viele komplexe und interessante Fragestellungen 😊

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Zum Abschluss ganz spontan: Beschreibe deinen Beruf in drei Worten.

Dennis: Abwechslungsreich. Chaos. Zukunftsweisend.