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Dragan, wie würdest du deinen Job jemandem erklären, der ihn noch nicht kennt?

Dragan: Mein Job ist ziemlich vielseitig. Ich leite verschiedene Wasserkraftwerke am Neckar und sorge gemeinsam mit meinem Team dafür, dass die Anlagen zuverlässig betrieben werden.

Dabei geht es längst nicht nur um Technik. Zu meinen Aufgaben gehören auch Personalführung, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Budgetthemen. Eigentlich gibt es kaum einen Bereich rund um unsere Kraftwerke, mit dem ich nicht irgendwann zu tun habe.

Was begeistert dich daran besonders?

Dragan: Vor allem die Abwechslung. Es gibt natürlich feste Strukturen und Aufgaben, aber ich weiß trotzdem nie genau, was mich in der nächsten Woche erwartet.

Wenn irgendwo eine Störung auftritt, verändert sich der Tagesablauf schnell. Genau das gefällt mir: Kein Tag ist komplett vorhersehbar und ich beschäftige mich immer wieder mit neuen Themen.

Was macht die Technik in der Wasserkraft für dich so spannend?

Dragan: Manche Maschinen in unseren Anlagen stammen noch aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Gleichzeitig arbeiten darin heute moderne Komponenten.

Genau diese Mischung finde ich spannend. Man hat Technik, die teilweise seit Jahrzehnten funktioniert, und verbindet sie mit neuen Lösungen. Auch nach vielen Jahren in diesem Bereich gibt es deshalb immer wieder etwas Neues zu lernen.

Dein Weg bei der EnBW hat schon mit der Ausbildung begonnen. Wie ging es danach weiter?

Dragan: Nach meiner technischen Ausbildung bin ich in den Bereich Wasserkraft gewechselt und habe später meinen Meister gemacht.

Danach habe ich mich Schritt für Schritt weiterentwickelt und immer mehr Verantwortung übernommen. Heute leite ich selbst ein Team. Ich bin meinem fachlichen Bereich also lange treu geblieben, aber meine Rolle hat sich über die Jahre stark verändert.

Was bedeutet gute Führung für dich?

Dragan: Für mich basiert gute Führung vor allem auf Vertrauen, und zwar in beide Richtungen. Meine Mitarbeitenden arbeiten verteilt über mehrere Kraftwerke, deshalb sehe ich nicht alle jeden Tag. Ich muss darauf vertrauen können, dass Aufgaben vor Ort zuverlässig erledigt werden. Gleichzeitig sollen meine Mitarbeitenden wissen, dass sie sich genauso auf mich verlassen können.

Wie schafft ihr trotz der räumlichen Distanz ein gutes Teamgefühl?

Dragan: Das ist tatsächlich eine Herausforderung. Gerade deshalb sind gemeinsame Termine für uns wichtig. Wir nutzen zum Beispiel Unterweisungen, gemeinsames Essen oder Teamevents, um uns auch außerhalb des normalen Arbeitsalltags auszutauschen. Wenn wir bestimmte Meilensteine erreichen, etwa längere Zeit unfallfrei gearbeitet haben, feiern wir das auch gemeinsam.

Wo kannst du in deinem Job selbst Entscheidungen treffen?

Dragan: Eigentlich in sehr vielen Bereichen. Ich bin in technische, prozessuale, budgetbezogene und sicherheitsrelevante Themen eingebunden und kann viele Entscheidungen selbst treffen.

Meine Führungskraft gibt mir dabei viel Vertrauen und damit auch den Spielraum, Dinge eigenständig voranzutreiben. Für mich ist das wichtig, weil ich dadurch nicht bei jedem Schritt erst nachfragen muss, sondern Verantwortung wirklich übernehmen kann.

Welche Rahmenbedingungen machen für dich persönlich einen Unterschied?

Dragan: Vor allem die flexiblen Arbeitszeiten. Innerhalb einer groben Struktur kann ich meinen Tag zu einem großen Teil selbst organisieren.

Gerade mit kleinen Kindern ist das für mich sehr wertvoll. Ich kann zum Beispiel am Nachmittag früher Schluss machen, Zeit mit meiner Familie verbringen und bei Bedarf später am Abend noch etwas erledigen. Dadurch lassen sich Beruf und Familie für mich gut miteinander verbinden.

Was hat dich über die Jahre bei der EnBW besonders überrascht?

Dragan: Ich habe in meiner Zeit bei der EnBW verschiedene Veränderungs- und Sparphasen erlebt. Rückblickend finde ich bemerkenswert, wie sich das Unternehmen trotzdem weiterentwickelt hat.

Gerade auch in schwierigeren Zeiten habe ich die Entwicklung aus Mitarbeitendensicht überwiegend positiv erlebt.

Warum passt der Satz „Unsere Energie glaubt an deine Fähigkeiten“ so gut zu dir?

Dragan: Weil Verantwortung für mich bedeutet, Entscheidungen treffen zu können. Wenn ich eine Idee habe oder sehe, dass etwas anders gelöst werden sollte, habe ich den Spielraum, Themen anzustoßen und weiterzubringen.

Dieses Vertrauen habe ich auf meinem eigenen Weg erfahren. Und heute versuche ich, es genauso an mein Team weiterzugeben.


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