Am Energiestandort Neckarwestheim prüft die EnBW den Bau eines Großbatteriespeichers. Die Anlage soll künftig dazu beitragen, die Integration erneuerbarer Energien in das Stromsystem zu unterstützen und die Stabilität des Stromnetzes zu erhöhen. Der geplante Batteriespeicher kann Strom aufnehmen, wenn große Mengen aus Wind- und Solaranlagen verfügbar sind, und diesen bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen. Dadurch lassen sich Angebot und Nachfrage im Stromsystem besser ausgleichen. Entstehen soll er auf einer Fläche des Kernkraftwerksgeländes in Neckarwestheim, die durch den Abbruch des Hybridkühlturms bis voraussichtlich 2028 frei wird.
Informationen zum Abbruch des Kühlturms des ehemaligen Kernkraftwerks am Standort Neckarwestheim finden Sie hier:
Projektvorhaben
Der ehemalige Kernkraftwerksstandort Neckarwestheim bietet für ein solches Vorhaben sehr gute Voraussetzungen. Mit dem fortschreitenden Rückbau der Kernkraftwerksanlagen stehen schrittweise Flächen und Infrastruktur für neue energiewirtschaftliche Nutzungen zur Verfügung. Der geplante Batteriespeicher ist ein weiterer Baustein für die Entwicklung Neckarwestheims zu einem modernen Energie- und Infrastrukturstandort. Die Inbetriebnahme ist im Jahr 2029 vorgesehen.
Die wichtigsten Fakten
- Leistung: ca. 350 bis 600 MW
- Speicherkapazität: ca. 1.000 bis 1.700 MWh
- Technologie: Kobaltfreie Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP)
- Standort: Freiwerdende Fläche auf dem Kraftwerksgelände Neckarwestheim
- Realisierungszeitraum: Geplanter Baubeginn 2028, Inbetriebnahme 2029
Der geplante Großbatteriespeicher ist darauf ausgelegt, elektrische Energie in Form von Strom aus dem Netz einzuspeichern, wenn größere Mengen zur Verfügung stehen, und diesen bei Bedarf sekundenschnell wieder ins Netz einzuspeisen. Der Batteriespeicher hat eine vorgesehene Leistung von etwa 350 bis 600 Megawatt (MW) und eine vorgesehene Speicherkapazität zwischen etwa 1.000 und 1.700 Megawattstunden (MWh). Damit würde in Neckarwestheim einer der größten Batteriespeicherstandorte Deutschlands entstehen. Die geplante Anlage kann einen wichtigen Beitrag leisten, um Strom aus erneuerbaren Energien flexibel verfügbar zu machen und das Energiesystem der Zukunft zu unterstützen.
Weitere Schritte
Die Realisierung des Batteriespeichers erfolgt in mehreren Schritten: Voraussetzung sind die erforderlichen Baugenehmigungen, die Netzanschlussbestätigung durch den unabhängigen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW sowie die Investitionsentscheidung der EnBW.
Darüber hinaus muss das Baufeld vorbereitet werden. Dazu zählt insbesondere der Abbruch des heute nicht mehr benötigten Hybridkühlturms auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände. Nach Abschluss dieser vorbereitenden Maßnahmen ist der Bau der Anlage für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Batteriespeichers ist für das Jahr 2029 geplant.
Informationen zum Rückbau der beiden ehemaligen Kernkraftwerksblöcke am Standort Neckarwestheim finden Sie hier: