| Investorenmitteilung

EnBW setzt erste ECA-Finanzierung für das deutsche Stromnetz um

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  • Darlehen über 500 Millionen Euro zur Finanzierung des Großprojekts SuedLink
  • Bankenkonsortium aus Crédit Agricole CIB, HSBC und ING
  • Absicherung durch dänische Exportkreditagentur EIFO

Karlsruhe. Als eines der größten integrierten Energieunternehmen in Deutschland und Europa treibt EnBW die Transformation des Energiesystems konsequent voran. Dazu gehört die gesicherte Finanzierung der mit dem Umbau verbundenen Wachstumsprojekte. Hierfür hat das Unternehmen nun ein langfristiges Darlehen in Höhe von 500 Millionen Euro aufgenommen. Die Mittel fließen in SuedLink, eines der größten derzeit im Bau befindlichen Projekte der Energiewende. Als bedeutendstes Bauvorhaben im deutschen Übertragungsnetz nimmt SuedLink damit eine Schlüsselrolle für die künftige Energieinfrastruktur in Deutschland ein. Bereitgestellt wird der Kredit durch ein internationales Bankenkonsortium aus Crédit Agricole CIB, HSBC und ING. Die Finanzierung ist durch eine Garantie der dänischen Exportkreditagentur EIFO abgesichert. 

Marcel Münch, SVP Finanzen, M&A und Investor Relations der EnBW: „Mit dieser Transaktion setzt EnBW als erstes Unternehmen eine exportkreditagenturgedeckte, sogenannte ECA-Finanzierung für Investitionen in das deutsche Stromnetz um. Wir gehen damit erneut innovative Wege bei der Finanzierung der Transformation des Energiesektors in Deutschland. Das Darlehen stellt einen weiteren zentralen Baustein in der langfristigen Finanzierung der EnBW dar.  Mit diesem Schritt diversifizieren wir vor dem Hintergrund des unverändert hohen Investitionsbedarfs im Netzbereich gezielt unser Finanzierungsportfolio und sichern uns langfristig attraktive Konditionen.“

SuedLink ist mit einer Länge von rund 700 Kilometern eine leistungsstarke Gleichstromverbindung und gilt als zentrales Infrastrukturprojekt für eine sichere und stabile Stromversorgung der Zukunft. Der südliche Abschnitt wird von der EnBW-Tochter TransnetBW umgesetzt. Die Leitung umfasst zwei Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsstrecken (HGÜ), die Strom aus Norddeutschland nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren. Das Projekt realisieren TransnetBW und TenneT Deutschland gemeinsam. Der Bau hat in allen sechs beteiligten Bundesländern begonnen, die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant.

Das Darlehen hat eine Laufzeit von 18 Jahren und wird über diesen Zeitraum amortisiert. Die EIFO-Garantie deckt 95 Prozent des ausstehenden Kreditbetrags einschließlich Zinsen ab. Die Konditionen liegen auf dem Niveau vergleichbarer Anleiheemissionen von EnBW am Euro-Kapitalmarkt. Zudem ermöglicht die Struktur einen flexiblen, an den Projektfortschritt gekoppelten Mittelabruf und unterstützt damit eine bedarfsgerechte Finanzierung. 

Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG  

Mit rund 31.500 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin sollen rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040.  

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