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Finanzen und Strategie
Im Zeitraum von 2024 bis einschließlich 2030 wollen wir insgesamt bis zu 50 Mrd. € brutto investieren. Davon entfallen rund 60 % bis 70 % auf den Ausbau der Netze im Segment Systemkritische Infrastruktur und rund 25 % bis 30 % auf den Ausbau von Wind- und Solarparks sowie die Errichtung von klimafreundlichen, wasserstofffähigen Kraftwerken im Segment Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur. Die verbleibenden rund 5 % bis 10 % sollen überwiegend in den Ausbau der Elektromobilität im Segment Intelligente Infrastruktur für Kund*innen fließen. Den weit überwiegenden Teil der Investitionen werden wir in Deutschland realisieren. Bei unseren Investitionen streben wir einen Anteil des taxonomiekonformen erweiterten Capex von mehr als 85% an.
Wir werden der Hauptversammlung am 7. Mai vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn der EnBW AG eine Dividende in Höhe von 1 Euro und 70 Cent je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Dividendenzahlungstermin ist der 12. Mai 2026.
Privatanleger können Senior Anleihen der EnBW erwerben. Nachranganleihen können nicht von Privatanlegern erworben werden, da die EnBW keine Basisinformationsblätter erstellt.
Moody's und Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit der EnBW: Moody’s bewertet die EnBW mit „Baa1/stabil“ beziehungsweise Standard & Poor’s mit „A-/stabil“. Damit gehört die EnBW zu den bonitätsstärksten Energieversorgern.
Die EnBW strebt den Erhalt solider Investmentgrade-Ratings an.
Hierzu verwendet die EnBW die Top-Leistungskennzahl Schuldentilgungspotenzial. Der Retained Cashflow wird ins Verhältnis zu den Nettoschulden gesetzt. Mit dieser Steuerungsgröße misst die EnBW ihre Fähigkeit, die Zahlungsverpflichtungen aus der laufenden Ertragskraft zu bedienen.
Indem die Einhaltung der quantitativen Anforderungen der Ratingagenturen an das Finanzprofil der EnBW sichergestellt wird, soll ein kontrolliertes Ertragswachstum im Rahmen der Finanzziele bei gleichzeitiger Sicherstellung solider Investmentgrade-Ratings ermöglicht werden. Daher prüft die EnBW regelmäßig, ob der Zielwert für das Schuldentilgungspotenzial im Einklang mit den aktuellen Anforderungen von Moody’s und S&P steht. Aktuell liegt der Zielwert für das Schuldentilgungspotenzial bei ≥ 15.
Seit 2018 haben wir bereits Grüne Anleihen mit einem Gesamtvolumen von rund 8,3 Mrd. € erfolgreich am Kapitalmarkt platziert (Stand 30.11.2025). Gemäß unserem Green Financing Framework fließen die Erlöse ausschließlich in die Aktivitäten erneuerbare Energien und sauberer Transport. Unter die Aktivität erneuerbare Energien fallen hierbei die Projektkategorien Wind offshore, Wind onshore, Photovoltaik, Stromverteilnetze, Smart Meter sowie seit Mitte des Jahres 2024 auch Stromtransportnetze und Wasserkraft. Unter der Aktivität sauberer Transport sind Investitionen in die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität verortet. Über die ausführliche Mittelallokation berichten wir regelmäßig in unserem Green Bond Impact Report.
Dazu gehören das Debt-Issuance-Programme (abgekürzt DIP, über das Anleihen begeben werden), Nachranganleihen, Privatplatzierungen, Schuldscheindarlehen, Commercial-Paper-Programme, sowie Kreditlinien und Bankdarlehen.
Weitere Informationen zu unseren Emissionsprogrammen finden Sie hier.
Mehr Informationen zu den Finanzierungsinstrumenten der EnBW AG finden Sie hier.
ESG
Ziel der EnBW ist die CO₂-Reduktion auf Netto-Null bis 2040 (Scope 1 und 2) bzw. spätestens 2050 (Scope 3). Auf dem Weg dorthin werden bereits ab 2035 verbleibende, unternehmenseigene Emissionen mittels Klimaschutzprojekten nach höchsten Standards wie dem Gold Standard ausgeglichen. Im Jahr 2025 stieg die CO₂-Intensität der Eigenerzeugung Strom im Vergleich zum Vorjahr um 29,8% auf 353g/kWh und liegt damit geringfügig über der prognostizierten Bandbreite von 290g/kWh bis 350g/kWh. Gegenüber 2024 nahm die Erzeugung aus erneuerbaren Quellen aufgrund eines deutschlandweit geringeren Winddargebots und einer geringeren Erzeugung bei Laufwasserkraftwerken ab. Zusätzlich verzögerte sich die Teilinbetriebnahme unseres neuen Offshore-Windparks EnBW He Dreiht. Deshalb verzeichneten wir marktpreis- und verfügbarkeitsbedingt einen erheblich höheren Einsatz unserer Kohlekraftwerke zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.
Die EnBW plant einen schrittweisen Kohleausstieg bis zum Jahr 2028, sofern die von der Bundesregierung gesetzten Rahmenbedingungen dies ermöglichen. Der Einhaltung unserer durch SBTi und Moody's bestätigten Klimaschutzziele kommt hierbei höchste Priorität zu.
Aktuell verfügt die EnBW über 7,4 GW Erzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien, was einem Anteil von ca. 66 % an der Erzeugungskapazität entspricht (Stand: 31.12.2025). Unser Ziel ist eine Erzeugungskapazität von 6,5 – 7,5 GW bis 2025 und 10 – 11,5 GW bis 2030.
In 2025 betrug der Anteil von Kohle am gesamten Außenumsatz 4,9 %. An der gesamten installierten Leistung betrug der Anteil der Kohlekraftwerke 20 % (Stand 31.12.2025). Die Erzeugungskapazität unserer verbleibenden Kohlekraftwerke liegt bei 2,3 GW (Stand 31.12.2025).
Im März 2023 haben wir unsere von der Science Based Targets initiative (SBTi) bestätigten Klimaschutzziele für den Zeitraum bis 2035 veröffentlicht. Diese haben wir im November 2025 mit Net-Zero-Zielen für den Zeitraum bis 2050 ergänzt, die von Moody's als konform mit einem 1,5-°C-Dekarbonisierungspfad eingestuft und im Net-Zero-Assessment mit der Note NZ-2 („Advanced“) bewertet wurden.
Der Anteil des taxonomiekonformen erweiterten Capex lag in 2025 bei 89,6 % und damit über unserem Zielwert von mindestens 85%. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die signifikant gestiegenen Investitionen in das Stromübertragungsnetz sowie höhere Investitionen in das Gasfernleitungsnetz und in unsere Windprojekte zurückzuführen.
Die Sustainable Development Goals (SDGs) geben weltweit den Handlungsrahmen für eine nachhaltige Entwicklung vor. Als nachhaltiger und innovativer Infrastrukturpartner wollen wir mit unseren Aktivitäten dazu
beitragen, diese Ziele zu erreichen und zugleich für unsere Stakeholder einen Mehrwert zu schaffen.
Wir leisten insbesondere für vier zentrale SDGs einen Beitrag:
- SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie
- SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
- SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
- SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
Diesen vier zentralen SDGs ist jeweils mindestens eine EnBW Top-Leistungskennzahl zugeordnet, anhand derer wir den Fortschritt in unseren Unternehmenszielen messen.