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EnBW beantragt jeweils letzte Abbaugenehmigung für Neckarwestheim I und Philippsburg 1

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  • Anträge umfassen die letzten Abbaumaßnahmen der „Einserblöcke“ im atomrechtlichen Rahmen
  • Rückbau der Anlagen wurde im 1. Halbjahr 2017 begonnen und kommt gut voran

Neckarwestheim/Philippsburg. Die EnBW Kernkraft GmbH hat heute für die Kernkraftwerke Neckarwestheim I (GKN I) und Philippsburg 1 (KKP 1) die jeweils zweite und damit letzte Abbaugenehmigung beantragt. Eingereicht wurden die Anträge beim zuständigen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Die Anträge umfassen für beide Anlagen den letzten Abbauumfang im atomrechtlichen Rahmen.

Die „Einserblöcke“ GKN I und KKP 1 waren im Jahr 2011 endgültig abgeschaltet worden. Die EnBW begann anschließend mit der Vorbereitung der Anträge für die jeweils erste Stilllegungs- und Abbaugenehmigung. Diese Anträge wurden im Jahr 2013 eingereicht und im ersten Halbjahr 2017 vom Umweltministerium genehmigt. Seither läuft an den Standorten Neckarwestheim und Philippsburg der Rückbau und macht gute Fortschritte.

Ihre jeweilige Konzeption für den gesamten Abbau der Anlagen und die hierfür geplanten Maßnahmen hatte die EnBW bereits in den ersten Genehmigungsverfahren ausführlich beschrieben. Diese Unterlagen wurden vom Umweltministerium begutachtet und genehmigt. Die Beantragung der einzelnen Abbauumfänge hat die EnBW jedoch auf zwei Schritte aufgeteilt. Zu den nun beantragten Maßnahmen gehören bei beiden Anlagen unter anderem der Abbau des Brennelementlagerbeckens und des sogenannten Biologischen Schilds. Beim Biologischen Schild handelt es sich um die massive Betonstruktur, die den Reaktordruckbehälter (RDB) umgibt. Bei GKN I umfasst der Antrag zusätzlich die Demontage des Unterteils des RDB.

„Wir reichen die Anträge für die zweiten Abbaugenehmigungen jetzt ein, damit rechtzeitig die formalen Voraussetzungen für die entsprechenden Abbauschritte vorliegen“, erläutert Jörg Michels, Geschäftsführer der EnBW Kernkraft GmbH. „Wir wollen den Weg des sicheren und zügigen Rückbaus unserer Kernkraftwerke weiterhin konsequent verfolgen. Das heißt konkret, dass der Abbau von GKN I und KKP 1 innerhalb von 10 bis 15 Jahren soweit fortgeschritten sein soll, dass die Anlagen formal aus dem Atomrecht entlassen werden können. Über die Nachnutzung oder den Abriss der verbliebenen Gebäude kann dann entschieden werden.“

Fortschritte beim Rückbau der „Einserblöcke“

In den ersten Monaten des Rückbaus von GKN I und KKP 1 konnte die EnBW bereits zahlreiche Arbeiten erledigen. Bei Block I in Neckarwestheim wurden beispielsweise die Motoren der Hauptkühlmittelpumpen ausgebaut. Die Hauptkühlmittelleitungen des Reaktordruckbehälters (RDB) wurden abgetrennt. Darüber hinaus wurden Einbauten des RDB unter Wasser fern¬bedient demontiert und zerlegt. Bei Block 1 in Philippsburg wurden unter anderem die Beton-Abschirmriegel sowie der Deckel des RDB zerlegt. Im Maschinenhaus wurde der Generator ausgebaut – eine Komponente, deren Einzelteile zusammen fast 500 Tonnen wiegen.

Alle EnBW-Kernkraftwerke sind in den Rückbauprozess eingebunden

Insgesamt sind bereits alle fünf Kernkraftwerke der EnBW formal in den Rückbauprozess eingebunden: Weit fortgeschritten ist der Rückbau des Kernkraftwerks Obrigheim. Seit 2017 läuft der Rückbau von GKN I und KKP 1. Und für die beiden Anlagen, die in Neckarwestheim und Philippsburg noch Strom produzieren – also GKN II und KKP 2 – , hat die EnBW schon im Jahr 2016 die Rückbau-Anträge eingereicht, um möglichst direkt nach Abschaltungen dieser Anlagen in den Jahren 2019 (KKP 2) und 2022 (GKN II) mit ihrem Abbau loslegen zu können.

„Seit 2011 haben wir beim Rückbau unserer Anlagen und bei der Schaffung der erforderlichen Infrastruktur mit unseren kompetenten und motivierten Mitarbeitern alle wichtigen Meilensteine erreicht“, berichtet Jörg Michels. „Auf diese Zwischenbilanz sind wir stolz und werden auch in Zukunft unseren Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten.“

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