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EnBW hält Kündigungen durch Stromio für rechtswidrig und bereitet Klage vor

Mehr als 40.000 Stromkund*innen betroffen – EnBW: „Stromio wälzt die Folgekosten der eigenen Risikostrategie auf ihre Kund*innen und auf andere Marktteilnehmer ab.“
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Karlsruhe. Eine große Zahl an Kund*innen des Energieversorgers Stromio erhielt in den letzten Wochen unverhofft Post von ihrem Anbieter: die kurzfristige Kündigung ihres Stromvertrags. Für die mehr als 40.000 betroffenen Haushalte in ihrem Grundversorgungsgebiet übernahm die EnBW nahtlos die Bereitstellung des Stroms. Volker Bloch, der das Endkund*innengeschäft der EnBW verantwortet, erklärt: „In dieser für die Kund*innen schwierigen und unsicheren Situation ist die EnBW ohne Wenn und Aber für die Betroffenen eingesprungen. Das Vorgehen von Stromio halten wir aber für nicht tragbar und rechtswidrig. Wir sind der Auffassung, Stromio wälzt die Folgekosten der eigenen Risikostrategie auf ihre eigenen Kund*innen und auf andere Marktteilnehmer ab – insbesondere auf die Grundversorger sowie deren Kund*innen.“ Die EnBW bereitet nun eine Klage gegen die Stromio GmbH vor. Aus Sicht der EnBW sind die betreffenden Kündigungen unwirksam.

Die Preise an den Energiebörsen waren insbesondere seit dem zweiten Halbjahr 2021 deutlich gestiegen. In der Folge hatten einige Stromanbieter Insolvenz angemeldet. Bei anderen wiederum war das nicht der Fall: Stromio hatte einer Vielzahl ihrer Kund*innen kurzfristig gekündigt, obwohl das Unternehmen nicht insolvent ist.

Mit dem Vorgehen hat Stromio aus Sicht der EnBW die betroffenen Kund*innen verunsichert und ihnen wirtschaftlich geschadet. Darüber hinaus verursacht dieses Vorgehen den Grundversorgern wie der EnBW erhebliche Mehrkosten. Denn anders als für ihre eigenen Bestandskund*innen, für die sie seit jeher eine solide langfristige Beschaffungsstrategie verfolgt, musste die EnBW die kurzfristig benötigten Strommengen für diese Kund*innen zusätzlich und zu deutlich gestiegenen Preisen kurzfristig am Markt beschaffen. „Tatsächlich machen diese Kund*innen aktuell einen Großteil der Zugänge aus“, erklärt Bloch dazu. Mit der EnBW hat damit das erste Grundversorgungsunternehmen in der aktuellen Situation rechtliche Schritte gegen den sogenannten Stromdiscounter angekündigt. Sie bereitet eine Klage gegen die Stromio GmbH auf Aufwendungsersatz vor. Auch Klagen gegen weitere Anbieter schließt das Unternehmen nicht aus.

Darüber hinaus unterstützt die EnBW den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW). Dieser fordert von der Bundesregierung, schnell einen Gesetzesrahmen zu schaffen, der im Sinne der Verbraucher*innen und der Grundversorger für Klarheit sorgt.

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