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EnBW setzt positive Ergebnisentwicklung trotz Corona-Pandemie fort

Neue Offshore-Windparks und Unternehmenszukäufe sorgen für deutliche Ergebnissteigerung / Marktbewertung von Wertpapieren belastet Finanzergebnis / Jahresprognose bleibt unverändert
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Karlsruhe. Trotz erster moderater Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das operative Geschäft kann die EnBW ihre positive Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten 2020 fortsetzen. Vor allem der starke Zuwachs im Bereich der Erneuerbaren Energien durch die Offshore-Windparks Hohe See und Albatros, sowie die Zukäufe der Unternehmen Valeco und Plusnet wirken sich gegenüber dem Vorjahr positiv auf das operative Ergebnis aus.

Mit 24.111 Mitarbeiter*innen (+5%) erzielte die EnBW einen Umsatz von rund 13,68 Milliarden Euro und ein Adjusted EBITDA von rund 2,06 Milliarden Euro, dies entspricht einem Plus von 22,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1,68 Mrd. Euro). Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2020 bleibt daher unverändert: Das Adjusted EBITDA wird in einer Bandbreite von 2,75 bis 2,9 Milliarden Euro erwartet und damit um 13 bis 19 Prozent über dem Vorjahr.

Finanzvorstand Thomas Kusterer: „Unsere Portfoliomaßnahmen und Effizienzanstrengungen seit 2012 im Rahmen der Neuausrichtung der EnBW haben das Unternehmen sehr robust gemacht. Vor allem unsere strategischen Investitionen im Bereich Erneuerbare Energien und Breitband-Telekommunikation zahlen sich zuletzt zunehmend aus und führen insgesamt trotz Corona-Pandemie zu einer deutlich positiven Ergebnisentwicklung. Unsere integrierte Aufstellung bewährt sich gerade jetzt in diesen schwierigen Zeiten und sorgt für Stabilität. Wir sind daher zuversichtlich, unsere ambitionierten Ziele für 2020 erreichen und den 2013 begonnenen Umbau des Unternehmens damit erfolgreich abschließen zu können.“

Das auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Konzernergebnis sank von 288,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 250,3 Millionen Euro im Berichtszeitraum. Das Ergebnis je Aktie belief sich damit auf 0,92 Euro, nach 1,06 Euro im Vorjahr. Der Rückgang des Konzernüberschusses ist dabei maßgeblich auf das gesunkene Finanzergebnis zurückzuführen. Dieses ist von der Marktbewertung der Wertpapierbestände zum Stichtag geprägt.

Entwicklung der Geschäftsbereiche

Im Segment Vertriebe liegt das Adjusted EBITDA in den ersten neun Monaten 2020 bei 216 Millionen Euro und damit rund 3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Geschäftsfeld Vertriebe wird jedoch aktuell durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in geringem Umfang negativ beeinflusst. Dies zeigt sich bei den EnBW-Beteiligungen in diesem Segment: Hier wirken sich niedrigere B2B-Absätze sowie damit verbundene negative Effekte aus dem kurzfristigen Abverkauf der bereits eingekauften Strom- und Gasmengen aus.

Diese Entwicklung wird sich erwartungsgemäß zum Jahresende weiter fortsetzen. Daher wird die Prognose für das Segment Vertriebe für das laufende Geschäftsjahr angepasst: von ursprünglich 325 bis 400 Millionen Euro auf eine Ergebnisbandbreite von 275 bis 325 Millionen Euro.

Im Segment Netze lag das Adjusted EBITDA bei 1,03 Milliarden Euro und damit in den ersten neun Monaten 2020 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (-2,5%). Der leichte Ergebnisrückgang ist unter anderem auf einen geringen Rückgang der durchgeleiteten Mengen in den Verteilnetzen für Strom zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich höhere Erlöse aus Netznutzung der Strom- und der Gastransportnetze positiv aus, insbesondere aufgrund gestiegener Investitionen in die Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit der Netze. Die Ergebnisentwicklung des Segments wurde in den ersten neun Monaten 2020 nicht signifikant von den Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bleibt daher stabil bei einem erwarteten operativen Ergebnis zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro.

Der Geschäftsbereich Erneuerbare Energien hat sich weiter sehr positiv entwickelt. So stieg das Adjusted EBITDA in den ersten neun Monaten 2020 deutlich auf 586 Millionen Euro. Das bedeutet ein Plus von 88,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der starke Ergebnisanstieg ist wesentlich auf die Inbetriebnahme der beiden Offshore-Windparks EnBW Hohe See und EnBW Albatros zurückzuführen. Darüber hinaus trugen das französische Wind- und Solarunternehmen Valeco, sowie bessere Windverhältnisse bei den Offshore- und Onshore-Windparks zu der positiven Ergebnisentwicklung bei. Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bleibt stabil, das bedeutet, für das Geschäftsfeld Erneuerbare Energien wird ein Ergebnis zwischen 825 und 925 Millionen Euro erwartet.

Im Segment Erzeugung und Handel ist das Adjusted EBITDA in den ersten neun Monaten 2020 um rund 66 Prozent gestiegen, auf aktuell 376 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten die Stromlieferungen aus den EnBW-Kraftwerken zu höheren Großhandelsmarktpreisen abgesetzt werden. Darüber hinaus wirkten sich Ergebnisbeiträge aus Handelsaktivitäten aufgrund einer gestiegenen Volatilität an den Großhandelsmärkten positiv aus. Damit konnte der negative Effekt aus der Stilllegung des Kernkraftwerks Philippsburg 2 überkompensiert werden, dieser wird im Jahresverlauf jedoch weiter zunehmen. Für das Gesamtjahr wird daher unverändert ein Segmentergebnis zwischen 425 und 500 Millionen Euro erwartet.

Die Gesamtinvestitionen des EnBW-Konzerns lagen mit rund 1,52 Milliarden Euro um rund 29 Prozent unter den ersten neun Monaten des Vorjahres (2,15 Mrd. Euro). Im Wesentlichen ist dies auf den Erwerb des französischen Wind- und Solar-Unternehmens Valeco sowie der im Telekommunikationsgeschäft tätigen Plusnet im ersten Halbjahr 2019 zurückzuführen. Von den gesamten Bruttoinvestitionen entfielen rund 73 Prozent auf Wachstumsprojekte, in erster Linie in den Bereichen Netze und Erneuerbare Energien. Investitionsschwerpunkte in 2020 waren unter anderem die Fertigstellung der Offshore-Windparks Hohe See und Albatros sowie der Netzausbau und Erneuerungen im Verteilnetz.

Kennzahlen des EnBW-Konzerns

Finanzielle und strategische Kennzahlen
Finanzielle und strategische Kennzahlen
in Mio. €
1.1.–
30.9.2020
1.1.–
30.9.2020
1.1.–
30.9.2019
1.1.–
30.9.2019
Veränderung
in %
Veränderung
in %
1.1.–
31.12.2019
1.1.–
31.12.2019
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Außenumsatz ¹
1.1.–
30.9.2020
13.682,0
1.1.–
30.9.2019
13.990,2
Veränderung
in %
-2,2
1.1.–
31.12.2019
18.765,0
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Adjusted EBITDA
1.1.–
30.9.2020
2.062,5
1.1.–
30.9.2019
1.688,2
Veränderung
in %
22,2
1.1.–
31.12.2019
2.432,5
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Anteil Vertriebe am Adjusted EBITDA in Mio. €/in % ¹
1.1.–
30.9.2020
216,0/ 10,5
1.1.–
30.9.2019
209,0/ 12,4
Veränderung
in %
3,3/–
1.1.–
31.12.2019
322,8/ 13,3
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Anteil Netze am Adjusted EBITDA in Mio. €/in % ¹
1.1.–
30.9.2020
1.030,1/ 49,9
1.1.–
30.9.2019
1.056,2/ 62,6
Veränderung
in %
-2,5/–
1.1.–
31.12.2019
1.355,3/ 55,7
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Anteil Erneuerbare Energien am Adjusted EBITDA in Mio. €/in % ¹
1.1.–
30.9.2020
585,7/ 28,4
1.1.–
30.9.2019
310,9/ 18,4
Veränderung
in %
88,4/–
1.1.–
31.12.2019
499,3/ 20,5
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Anteil Erzeugung und Handel am Adjusted EBITDA in Mio. €/in % ¹
1.1.–
30.9.2020
375,7/ 18,2
1.1.–
30.9.2019
226,5/ 13,4
Veränderung
in %
65,9/–
1.1.–
31.12.2019
429,5/ 17,7
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Anteil Sonstiges/Konsolidierung am Adjusted EBITDA in Mio. €/in % ¹
1.1.–
30.9.2020
-145,0/-7,0
1.1.–
30.9.2019
-114,4/-6,8
Veränderung
in %
-26,7/–
1.1.–
31.12.2019
-174,4/-7,2
Finanzielle und strategische Kennzahlen
EBITDA
1.1.–
30.9.2020
1.944,6
1.1.–
30.9.2019
1.491,3
Veränderung
in %
30,4
1.1.–
31.12.2019
2.245,2
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Adjusted EBIT
1.1.–
30.9.2020
1.087,4
1.1.–
30.9.2019
606,5
Veränderung
in %
79,3
1.1.–
31.12.2019
944,7
Finanzielle und strategische Kennzahlen
EBIT
1.1.–
30.9.2020
880,3
1.1.–
30.9.2019
407,9
Veränderung
in %
1.1.–
31.12.2019
596,7
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Adjusted Konzernüberschuss ²
1.1.–
30.9.2020
367,2
1.1.–
30.9.2019
506,9
Veränderung
in %
-27,6
1.1.–
31.12.2019
786,8
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Konzernüberschuss ²
1.1.–
30.9.2020
250,3
1.1.–
30.9.2019
288,3
Veränderung
in %
-13,2
1.1.–
31.12.2019
734,2
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Ergebnis je Aktie aus Konzernüberschuss in € ²
1.1.–
30.9.2020
0,92
1.1.–
30.9.2019
1,06
Veränderung
in %
-13,2
1.1.–
31.12.2019
2,71
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Retained Cashflow ¹
1.1.–
30.9.2020
1.113,7
1.1.–
30.9.2019
623,7
Veränderung
in %
78,6
1.1.–
31.12.2019
1.240,7
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Investitionen gesamt ¹
1.1.–
30.9.2020
1.515,3
1.1.–
30.9.2019
2.146,0
Veränderung
in %
-29,4
1.1.–
31.12.2019
3.315,2
Finanzielle und strategische Kennzahlen
in Mio. €
1.1.–
30.9.2020
30.9.2020
1.1.–
30.9.2019
31.12.2019
Veränderung
in %
Veränderung
in %
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Nettoschulden
1.1.–
30.9.2020
13.970,3
1.1.–
30.9.2019
12.852,4
Veränderung
in %
8,7
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Mitarbeiter*innen 3, 4
Finanzielle und strategische Kennzahlen


1.1.–
30.9.2020
30.9.2020
1.1.–
30.9.2019
30.9.2019
Veränderung
in %
Veränderung
in %
1.1.–
31.12.2019
31.12.2019
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Mitarbeiter*innen
1.1.–
30.9.2020
24.111
1.1.–
30.9.2019
22.934
Veränderung
in %
5,0
1.1.–
31.12.2019
23.293
Finanzielle und strategische Kennzahlen
Mitarbeiteräquivalente ⁵
1.1.–
30.9.2020
22.582
1.1.–
30.9.2019
21.467
Veränderung
in %
5,0
1.1.–
31.12.2019
21.843

1 Vorjahreszahlen angepasst.

2 Bezogen auf das auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Ergebnis.

³ Anzahl der Mitarbeiter*innen ohne Auszubildende und ohne ruhende Arbeitsverhältnisse.

4 Die Personalstände für die ITOs (ONTRAS Gastransport GmbH, terranets bw GmbH und TransnetBW GmbH) werden nur zum Jahresende aktualisiert; unterjährig wird der Personalstand vom 31.12.2019 fortgeschrieben.

⁵ Umgerechnet in Vollzeitbeschäftigungen.

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Martina Evers
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