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Kernkraftwerk Neckarwestheim: Block II geht für jährliche Revision vom Netz

EnBW investiert weiterhin in das hohe Sicherheitsniveau der Anlage
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Neckarwestheim. Der Block II des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN II) geht am heutigen Freitag (19. Juni 2020) für die jährliche Revision planmäßig vom Netz. Während der Revision werden in der Anlage Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten durchgeführt, Brennelemente ausgetauscht und mehrere technische Projekte umgesetzt.

„GKN II ist das letzte Kernkraftwerk in Baden-Württemberg, mit dem noch Strom produziert wird. Die Anlage liefert einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität. Für uns hat vor diesem Hintergrund höchste Priorität, dass GKN II stets sicher und auf hohem technischem Niveau betrieben wird. Deshalb investieren wir unvermindert in die Sicherheit der Anlage. Die Jahresrevision – mit ihrem umfangreichen Arbeitsprogramm – ist dafür ein zentraler Baustein“, erläutert Christoph Heil, der als Geschäftsführer bei der EnBW Kernkraft GmbH für den Betrieb von GKN II verantwortlich ist.

EnBW legt auch während der Revision hohen Wert auf Gesundheitsschutz

„Als Betreiber von Kernkraftwerken haben wir ein ausgeprägtes Sicherheitsdenken, das sich schon immer nicht nur auf die nukleare Sicherheit, sondern auch auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz bezieht. Diese Mentalität kommt uns nun auch beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie zugute“, berichtet Christoph Heil weiter. „Bereits seit Februar beschäftigen wir uns intensiv mit der Pandemie und haben an unseren Standorten frühzeitig weitreichende Maßnahmen eingeleitet – teilweise lange bevor sie Teil staatlicher Verordnungen wurden. Auf diesem etablierten, hohen Infektionsschutzniveau bauen wir bei der Revision auf – ungeachtet der Tatsache, dass die Infektionszahlen derzeit bundesweit deutlich rückläufig sind und es im öffentlichen Raum zwischenzeitlich zahlreiche Erleichterungen gibt. Unsere vorhandenen, internen Maßnahmen übertragen wir auf die vorübergehend erhöhte Personenzahl am Standort Neckarwestheim. Dies erfolgt in Abstimmung mit unserer Aufsichtsbehörde – dem Umweltministerium Baden-Württemberg – sowie den zuständigen Gesundheitsämtern der Landkreise Heilbronn und Ludwigsburg. Damit sind wir, nicht nur im Sinne aller bei uns zum Einsatz kommenden Personen, sondern auch im Interesse der umliegenden Gemeinden, gut auf die Revision vorbereitet.“

Umfassendes Revisionsprogamm mit rund 2.400 Einzeltätigkeiten

Das Revisionsprogramm von Block II besteht in diesem Jahr aus rund 2.400 einzelnen Tätigkeiten, die überwiegend nur bei abgeschalteter Anlage möglich sind. „Neben den jährlichen Routinearbeiten gehören dabei auch Instandhaltungsmaßnahmen an Großkomponenten und größeren Systemen zu den geplanten Tätigkeiten“, erklärt Harald Poppe, Leiter der Anlage GKN II. „An jeweils einer der drei Hauptspeisewasserpumpen und Hauptkondensatpumpen sowie an zwei der vier Frischdampfarmaturen werden Grundüberholungsarbeiten durchgeführt. Das Revisionspaket enthält außerdem Prüfungen an den Hauptkühlmittelleitungen und Druckspeichern, Inspektionen von Turbinen, Generator und Kondensator im Maschinenhaus sowie Instandhaltungsarbeiten an Transformatoren. Ein Schwerpunkt werden darüber hinaus – wie in den vergangenen zwei Jahren - umfangreiche Untersuchungen an allen rund 16.400 Heizrohren der vier Dampferzeuger sein. Damit wird auch die Wirksamkeit der in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen mit Blick auf die Entwicklung von Befunden erneut überprüft. Erforderliche Instandhaltungsmaßnahmen werden unmittelbar in der Revision umgesetzt.“

Rund 600 zusätzliche Fachkräfte von Hersteller- und Spezialfirmen unterstützen das Revisions-Team des GKN bei den Arbeiten. Die Revision findet unter der Aufsicht des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg statt und wird im Auftrag des Ministeriums von Gutachtern des TÜV Süd begleitet.

GKN II ist ein Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 1.400 Megawatt und wird von der EnBW Kernkraft GmbH betrieben. Die Anlage ging 1989 in Betrieb und hat im Jahr 2019 über zehn Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Spätestens Ende 2022 endet der Leistungsbetrieb von GKN II. Danach soll zügig mit dem Rückbau der Anlage begonnen werden. Den erforderlichen Antrag hat die EnBW bereits im Jahr 2016 frühzeitig eingereicht. Der Block I am Standort Neckarwestheim (GKN I) ist seit 2011 endgültig abgeschaltet und wird seit 2017 zurückgebaut.

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