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Kernkraftwerk Philippsburg: Block 2 geht für jährliche Revision vom Netz

EnBW investiert bis zum Laufzeitende in das hohe Sicherheitsniveau des Kernkraftwerks
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Philippsburg. Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg (KKP 2) geht am heutigen Freitag, 19. Juli 2019, für die jährliche Revision planmäßig vom Netz. Es handelt sich dabei um die letzte Revision vor der endgültigen Abschaltung des Blocks spätestens Ende 2019. Während der Revision werden in der Anlage Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten durchgeführt und mehrere technische Projekte umgesetzt.

„Die Sicherheit unserer Kernkraftwerke steht für uns an erster Stelle. Wie lange der Leistungsbetrieb einer Anlage noch dauert, spielt dabei keine Rolle. Deshalb durchläuft der Block 2 in Philippsburg auch wenige Monate vor dem Ende der Stromproduktion nochmals eine turnusgemäße Revision mit einem umfassenden Programm“, erklärt Christoph Heil, der als Geschäftsführer für den Leistungsbetrieb der EnBW-Kernkraft zuständig ist.

„Gleichzeitig haben wir den bevorstehenden Rückbau von KKP 2 schon fest im Blick. Nach Aussage der zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde – dem baden-württembergischen Umweltministerium – können wir auf den Erhalt der entsprechenden Stilllegungs- und Abbaugenehmigung (SAG) noch in diesem Jahr hoffen. Unser Ziel ist es, nach der endgültigen Abschaltung von KKP 2 zügig mit dem sicheren Rückbau der Anlage beginnen zu können“, erläutert Christoph Heil weiter.

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Rund 570 zusätzliche Fachkräfte unterstützen die umfangreichen Revisionsarbeiten

„Das Revisionsprogramm von KKP 2 ist für die sicherheitstechnisch wichtigen Systeme genauso umfangreich wie in den vergangenen Jahren und zeichnet sich durch eine Vielzahl von einzelnen Maßnahmen aus. Die rund 2.500 Tätigkeiten können überwiegend nur bei abgeschalteter Anlage erfolgen“, berichtet Nicolai Braun, Leiter der Anlage KKP 2.

Neben den Routinearbeiten gehören auch mehrere Instandhaltungsmaßnahmen an Großkomponenten zu den geplanten Tätigkeiten. So werden eine Inspektion an einer der insgesamt sechs Hauptkühlwasserstraßen und Druckprüfungen am Volumenregelsystem durchgeführt. Darüber hinaus wird eines der vier Notspeisebecken saniert. Außerdem finden Instandhaltungstätigkeiten an einer der drei Hauptspeisepumpen sowie an Transformatoren statt. Rund 570 zusätzliche Fachkräfte von Hersteller- und Spezialfirmen unterstützen die umfangreichen Arbeiten.

Die Revisionsarbeiten finden unter der Aufsicht des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg statt und werden im Auftrag des Ministeriums von Gutachtern des TÜV Süd und Nord begleitet.

Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg ist ein Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 1.468 Megawatt. Die Anlage ging 1984 in Betrieb und hat im Jahr 2018 knapp elf Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Spätestens am 31. Dezember 2019 endet die Stromproduktion von KKP 2. Der genaue Termin für die Abschaltung steht noch nicht fest.

Zur Stromproduktion mit Kernenergie betreibt die EnBW neben KKP 2 auch noch den Block II des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN II). Dessen Leistungsbetrieb endet spätestens am 31. Dezember 2022. Danach soll auch mit dem Rückbau dieser Anlage zügig begonnen werden. Den erforderlichen Antrag hat die EnBW – ebenso wie für KKP 2 – im Juli 2016 frühzeitig eingereicht. An beiden Standorten befindet sich jeweils eine weitere Anlage, die keinen Strom mehr erzeugt (GKN I und KKP 1). Beide Anlagen befinden sich seit 2017 im Rückbau. Am Standort Obrigheim macht der Abbau des dortigen Kernkraftwerks seit dem Jahr 2008 gute Fortschritte.

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