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Kernkraftwerk Philippsburg: Block 2 nach Revision wieder am Netz

Anlage leistet ab sofort wieder einen wichtigen Beitrag für die zuverlässige Stromversorgung in Baden-Württemberg
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Karlsruhe. Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg (KKP 2) ist nach Abschluss der diesjährigen Revision seit heute Mittag, Donnerstag, 14. Juni 2018, wieder am Netz. In den vergangenen Wochen wurden in der Anlage Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten durchgeführt, Brennelemente ausgetauscht und mehrere technische Projekte erfolgreich umgesetzt.

„Seit heute leistet KKP 2 wieder – gemeinsam mit Block II in Neckarwestheim – einen wichtigen Beitrag zur stabilen und klimafreundlichen Stromerzeugung in Baden-Württemberg. Beide Anlagen zusammen decken etwa ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs in unserem Bundesland“, erläutert Christoph Heil, Geschäftsführer Leistungsbetrieb der EnBW Kernkraft GmbH. „Für die zuverlässige Stromversorgung investieren wir nach wie vor in die Sicherheit unserer Kernkraftwerke. Die nun abgeschlossene Revision von KKP 2 ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Unseren hohen Anspruch an die Sicherheit setzen wir aber gleichermaßen auch beim Rückbau um – also konkret beim Abbau der Anlage in Obrigheim sowie bei den Einserblöcken in Philippsburg und Neckarwestheim“, erklärt Christoph Heil weiter.

Umfangreiche Revisionsarbeiten erfolgreich umgesetzt

„Die diesjährige Revision von KKP 2 umfasste umfangreiche Tätigkeiten, die wir erfolgreich umsetzen konnten. Die Revision hat durch das bewährte und professionelle Zusammenspiel der internen und externen Mitarbeiter sehr gut funktioniert. Insgesamt haben wir gemeinsam rund 3.500 einzelne Tätigkeiten erledigt, die überwiegend nur bei abgeschalteter Anlage möglich waren“, berichtet Thomas Franke, Leiter der Anlage KKP 2. „Dazu gehörten Routinearbeiten aber auch mehrere Instandhaltungsmaßnahmen an Großkomponenten. So wurden beispielsweise eine Inspektion an einer der insgesamt drei Hauptspeisepumpen, eine Wirbelstromprüfung an zwei der vier Dampferzeuger sowie eine Dichtheitsprüfung am Reaktorsicherheitsbehälter durchgeführt. Außerdem wurden das Hauptkühlwassersystem inspiziert und an zwei von sechs Hauptkühlwasserpumpen die Motoren ausgetauscht. Des Weiteren fanden an einzelnen Notstromaggregaten Wartungsarbeiten statt“, so Thomas Franke weiter. Rund 800 zusätzliche Fachkräfte von Hersteller- und Spezialfirmen haben die Revisionsarbeiten unterstützt.

Die Revisionsarbeiten fanden unter der Aufsicht des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg statt und wurden im Auftrag des Ministeriums von Gutachtern des TÜV Süd und Nord begleitet. Nach der Abnahme der Arbeiten stimmte das Ministerium dem Wiederanfahren der Anlage zu.

Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg ist ein Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 1.468 Megawatt. Die Anlage ging 1984 in Betrieb und hat im Jahr 2017 rund acht Milliarden Kilowattstunden Strom produziert.

Betrieben wird Block 2 von der EnBW Kernkraft GmbH (EnKK). In Philippsburg und Neckar-westheim produziert die EnKK mit jeweils einem Kernkraftwerk Strom (KKP 2 und GKN II). Spätestens Ende 2019 endet der Leistungsbetrieb von KKP 2, spätestens Ende 2022 der von GKN II. Danach soll mit dem Rückbau dieser Anlagen zügig begonnen werden. Die erforderlichen Anträge hat die EnBW im Juli 2016 frühzeitig eingereicht. An beiden Standorten befindet sich jeweils eine weitere Anlage, die keinen Strom mehr erzeugt (GKN I und KKP 1 – kurz „Einserblöcke“). Beide Anlagen befinden sich seit 2017 im Rückbau. Am Standort Obrigheim macht der Abbau des dortigen Kernkraftwerks seit dem Jahr 2008 ebenfalls gute Fortschritte.

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Friederike Eggstein
Konzernpressesprecherin
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