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100 Jahre Energie im Fluss

Neckar AG begeht ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Festakt auf dem Neckar
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Gut gelaunte Gäste der Jubiläumsfeier: v.l.n.r. Thorsten Koch, kaufm. Vorstand der Neckar AG, Dr. Georg Stamatelopoulos, Mitglied des Vorstand der EnBW, Dr. Volker Wissing MdB, Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Ralf Neulinger, techn. Vorstand der Neckar AG, Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (Foto: EnBW)

Stuttgart. Die Menschen im Land schätzen die Schönheit und Energie des Neckars – des „Wilden Gesellen“, wie ihn die Kelten nannten. Er war und ist eine wichtige Lebensader in Baden-Württemberg. Mit dem Beschluss des Bundes, den Neckar zwischen Mannheim und Plochingen schiffbar zu machen, begann ein neues Kapitel in seiner Geschichte. Der Auftrag ging am 1. Juni 1921 an die dazu neu gegründete Neckar AG. Das heißt, ihr 100. Geburtstag war bereits 2021. Pandemiebedingt begeht sie jedoch erst dieses Jahr ihr großes Jubiläum. Passend zum Anlass luden die beiden Vorstände der Neckar AG, Thorsten Koch und Ralf Neulinger, am 11. Juli zu einer Fahrt mit dem Schiff auf dem Neckar ein. „Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr endlich unser rundes Jubiläum in angemessenem Rahmen begehen können. Nicht nur die Vorstände, sondern vor allem auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Neckar AG haben in ihrer langen Geschichte - im wahrsten Sinne des Wortes über Generationen hinweg viel bewegt in Baden-Württemberg. Darauf sind wir stolz und können gemeinsam mit unseren Gästen heute an diese große Leistung erinnern und darauf anstoßen.

Auch Dr. Volker Wissing MdB, Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Carsten Strähle, Geschäftsführer der Hafen Stuttgart GmbH und Dr. Georg Stamatelopoulos, Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, kamen, um mitzufeiern und das Unternehmen zu würdigen.

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Blick in die Maschinenhalle des Wasserkraftwerks Cannstatt (Foto: EnBW)

Die Neckar AG gestaltete den Neckar zu einer der wichtigsten Wasserstraßen und erneuerbaren Energiequellen in Baden-Württemberg um und hat damit entscheidend zur Industrialisierung des Südwestens Deutschlands beigetragen. 1968 war der Auftrag erfüllt und das Ziel erreicht. Die Neckar AG hatte die 27 Staustufen zwischen Plochingen und Mannheim waren fertiggestellt und der Fluss in einen modernen und leistungsfähigen Großschifffahrtsweg verwandelt.

"Mit dem Ausbau des Flusses hat die Neckar AG einen wesentlichen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes geschaffen“, betonte Dr. Volker Wissing. „Daran wollen wir anknüpfen und ein Gesamtkonzept für eine moderne, klimafreundliche Neckarschifffahrt entwickeln. Mitwirken sollen alle Beteiligten wie etwa Häfen, Binnenschifffahrt und die Industrie hier vor Ort. Die Gespräche zwischen Bund und Land dazu laufen bereits. Uns geht es darum, für die Häfen und Investoren, für Binnenschifffahrt und Bauindustrie Planungssicherheit zu schaffen. Damit der Neckar auch in Zukunft seine Rolle als wichtige Wasserstraße einnehmen kann."

Dank des weitsichtigen Firmengründers Otto Konz errichtete die Neckar AG parallel zum Ausbau an den Staustufen des Neckarabschnitts zwischen Plochingen und Mannheim auch Laufwasserkraftwerke. Mit dem Erlös aus den langfristig geschlossenen Verträgen mit den Stromabnehmern der Kraftwerke sicherte sich das Unternehmen die immensen Investitionen, die der Bau der Schleusen- und Wehranlagen zur Schiffbarmachung des Flusses kostete. Auch heute noch zahlt die Neckar AG das Darlehen für den Bau der Schifffahrtsstraße ab. Die Wasserkraftwerke der Neckar AG produzieren rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom und können damit rund 170.000 Haushalte pro Jahr CO₂-frei mit Strom versorgen. 2011 ging mit der Fertigstellung des Wasserkraftwerks Esslingen die jüngste Anlage an das Stromnetz.

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Luftbild Wasserkraftwerk Esslingen (Foto: EnBW)

Den Beitrag der Wasserkraft zur Gewinnung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg hob Dr. Baumann hervor: „Für mich hat die Neckar AG gleich in zweifacher Hinsicht wertvolles für das Land geleistet. Neben der Infrastruktur hat sie auch die Energiewirtschaft vorangebracht. Seit nunmehr 100 Jahren sorgen die Kraftwerke entlang des Neckars für eine nachhaltige Energieerzeugung, die auch in der Zukunft wichtiger denn je sein wird. Gleichzeitig müssen wir aber auch den Zustand unserer Gewässer im Blick behalten. Deshalb gilt es nun, die Anstrengungen zur Verbesserung der Durchgängigkeit und zum Schutz der Fische fortzusetzen und weiter daran zu arbeiten, dass der Neckar und seine Zuflüsse zu unseren grünen Lebensadern in Baden-Württemberg werden.“

Der Ausbau der Staustufen führte entlang des Neckars auch zu einem Anstieg der Nutzflächen für Verkehr, Industrie und Landwirtschaft. Ein Beispiel dafür ist der Binnenhafen in Stuttgart. Er ist ein bedeutender Güterumschlagplatz und ein Drehkreuz für die Verladung von Gütern zwischen Straße, Schiene und Wasser. Carsten Strähle ist sich sicher: „Die Schiffbarmachung des Neckars durch die Neckar AG war maßgeblich für die gute Verkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg. Die Nutzung der Wasserstraßen als Verkehrsweg für den Gütertransport ist entscheidend für die Entlastung der Straßen. Um die Ziele bei Klima- und Umweltschutz zu erreichen ist die Instandsetzung und Ausbau der Schleusen ein dringender Faktor. Der Ausbau für 135 Meter Schiffe ist ein klares Signal für die Zukunft der umweltfreundlichen Binnenschifffahrt.“

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Luftbild Staustufe Rockenau (Foto: EnBW)

Für die Schleusen und Wehranlagen ist heute das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Neckar zuständig. Die Neckar AG kümmert sich um den Betrieb, die Wartung und die Instandhaltung der Laufwasserkraftwerke am schiffbaren Neckar. Außerdem sorgt sie für die Einhaltung der für die Schifffahrt erforderlichen Pegelstände an den Staustufen. Die EnBW und ihre Vorgängerunternehmen waren der Neckar AG schon lange verbunden. Zunächst als Stromabnehmer und seit der Privatisierung im Jahr 1995 dann auch als Hauptaktionär. Dr. Georg Stamatelopoulos schätzt die Neckar AG als wertvollen Partner. „Heute betreiben wir fast alle Wasserkraftwerke am schiffbaren Neckar gemeinsam. Auf die Erfahrungen und die Stärke der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Neckar AG können wir bauen. So werden wir auch in Zukunft unseren Beitrag für eine sichere und ökologische Stromversorgung im Ländle leisten. Wir stehen heute wieder vor großen Herausforderungen. Gehen wir es mit der gleichen Tatkraft und Entschlossenheit an wie die damaligen Pioniere der Neckar AG!“

Die Modernisierung des Neckars hat mit einer ersten, integral betrachteten Maßnahme an der Staustufe Remseck-Aldingen schon begonnen. Bund, Land, Neckar AG und EnBW werden gemeinsam dafür sorgen, dass der „wilde Geselle“ auch zukünftig moderne Wasserstraße und Quelle nachhaltiger Energieerzeugung bleibt.

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Blick in die Maschinenhalle des Wasserkraftwerks Cannstatt
Luftbild Wasserkraftwerk Esslingen
Luftbild Staustufe Rockenau
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Dagmar Jordan
Pressesprecherin
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