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Maschinenrevision im Wasserkraftwerk Hirschhorn steht kurz vor ihrem Abschluss

Neue Turbine in Kürze einsatzbereit – Betriebserlaubnis des Regierungspräsidium Darmstadt für das Wasserkraftwerk steht noch aus
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Blick aus dem Saugschlauch auf das Herzstück der Turbine, das neue Laufrad mit ca. 3 m Durchmesser (Bild: EnBW/C. Schnabel)

Hirschhorn. Die Neckar-AG hat ihre Revisionsarbeiten im Wasserkraftwerk Hirschhorn so gut wie abgeschlossen. Damit geht ein vierjähriges Projekt zu Ende, in dessen Verlauf die beiden Turbinen mitsamt Getriebe und Generator komplett demontiert, überholt und wieder eingebaut wurden. Bei der Gelegenheit war die zweite Maschine beim Hersteller in Herbrechtingen so umgebaut worden, dass das Gefahrenpotenzial für Fische erheblich reduziert ist. Außerdem wurde im Zuge der Arbeiten die Elektro- und Leittechnik erneuert.

Aufmerksame Beobachter werden bemerkt haben, dass die Einlaufschütze der wehrseitigen Turbine in den zurückliegenden Tagen zeitweise wieder geöffnet waren und Wasser in die Turbinenkammer einließen. Seit Ende April ist dort die so genannte nasse Inbetriebnahme der zweiten Turbine durchgeführt worden. So bezeichnen die Fachleute die Inbetriebnahme unter realen Bedingungen zur Kontrolle des korrekten technischen Betriebs. Dabei wird die neu überholte Maschine zum ersten Mal mit Wasser betrieben. Der Test ist insgesamt erfolgreich verlaufen. In den kommenden Tagen werden jetzt nur noch letzte Feinjustierungen vorgenommen. Die Arbeiten sollen noch im Laufe dieses Monats abgeschlossen werden.

Technisch ist dann alles bereit für die Wiederaufnahme einer treibhausgasfreien und regenerativen, dezentralen Stromerzeugung. Fehlt nur noch das Okay vom Regierungspräsidium Darmstadt. Die bisherige Betriebserlaubnis für das Wasserkraftwerk Hirschhorn war zum Jahresende 2020 ausgelaufen. Aktuell arbeiten die Ingenieure der EnBW gemeinsam mit dem Umweltbereich des Unternehmens und externen Fischökologen mit Hochdruck an der Beantwortung zusätzlicher Detailfragen, welche die Behörde zur abschließenden Beurteilung des Hauptantrags von Oktober 2020 ergänzend gestellt hat. Es dürfte aber unwahrscheinlich sein, dass eine Betriebserlaubnis noch im ersten Halbjahr dieses Jahres erteilt wird. Solange steht das Kraftwerk noch – quasi in den Startlöchern.

Das Wasserkraftwerk Hirschhorn wird von der Neckar AG, einem 82-prozentigen Tochterunternehmen der EnBW, betrieben und unterhalten. Die Anlage stammt aus den 1930er Jahren und verfügt über zwei Maschinen. Eine Erneuerung der Maschinensätze in der Wasserkraftanlage wurde in den 1990er Jahren durchgeführt. Mit einer installierten Leistung von fünf Megawatt liefert die Anlage Strom aus erneuerbarer Energie für rund 7.000 Haushalte jährlich.

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Blick aus dem Saugschlauch auf das Herzstück der Turbine, das neue Laufrad mit ca. 3 m Durchmesser (Bild: EnBW/C. Schnabel)
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