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Windpark Aalen-Waldhausen

Auf Flächen der Gemeinde Aalen und der Stadt Lauchheim im Landkreis Ostalbkreis hat die EnBW Windkraftprojekte GmbH einen Windpark mit fünf Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 16,5 Megawatt gebaut. Der Windpark ist im Herbst 2017 in Betrieb gegangen.

Projektdetails

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Das Planungsgebiet für den Windpark Aalen-Waldhausen befindet sich östlich der Gemeinde Aalen-Waldhausen. Westlich des geplanten Windparks verläuft die A 7. Durch die L 1076 wird der Windpark in zwei Hälften geteilt. Im Teilstück westlich der L 1076 ist eine von fünf Windkraftanlagen errichtet. Vier weitere Anlagen sind im Teilstück östlich der L 1076 gebaut.

Der neue Windpark befindet sich im direkten Nahbereich zum Windpark Waldhausen mit sieben Windkraftanlagen des Typs Repower mit einer Nabenhöhe von 100 Metern.
Eigentümer der für den Bau und den Betrieb des Windparks benötigten Flächen ist der Landesbetrieb ForstBW. Ein Gestattungsvertrag zur Nutzung der benötigten Grundstücke wurde bereits 2013 geschlossen.

Durch die Änderung des Landesplanungsgesetztes (26. Mai 2012) kann die Regionalplanung nur noch Festlegungen zur Windenergie in Form von Vorranggebieten treffen. Neu ist dabei, dass Städte, Gemeinden und kommunale Planungsträger – auch außerhalb der von der Regionalplanung ausgewiesenen Vorranggebiete – ebenfalls die Windkraftnutzung planerisch steuern können. Somit wird die Planung auf zwei Planungsträger, die Regionalverbände sowie die Städte und Gemeinden, gestützt. Die regionalen Vorranggebiete sind von den Kommunen entsprechend einzubeziehen. Umgekehrt kann auch die Entwicklung der Flächennutzungsplanung (FNP) die Regionalplanung nachträglich beeinflussen.

Grundlage für den Standort des Windparks Aalen-Waldhausen ist das im rechtskräftigen Regionalplan Ostwürttemberg festgelegte Vorranggebiet Nr. 19 (nord-östliche Teilflächen von Waldhausen). Zudem stellen die Verwaltungsgemeinschaft Aalen-Essingen-Hüttlingen (VG Aalen) sowie der Gemeindeverwaltungs- und Wasserversorgungsverband Kapfenburg der Stadt Lauchheim und Gemeinde Westhausen (GVWV) Teilflächennutzungspläne für die Windkraft auf.

Ein Teil der für den Windpark Aalen-Waldhausen geplanten Fläche ist im Entwurf des Teilflächennutzungsplans Erneuerbare Energien der VG Aalen vorgesehen. Es handelt sich um die geplante Konzentrationszone Waldhausen/Beuren. Die Konzentrationszone befindet sich südwestlich von Waldhausen (Stadtbezirk der Kreisstadt Aalen). Die Konzentrationszone Waldhausen/Beuren ist nicht deckungsgleich mit dem Vorranggebiet Nr. 19 im Regionalplan Ostwürttemberg, da zur Ortschaft Beuren ein Abstand von ca. 1,1 Kilometer eingehalten wird. Die erste öffentliche Auslegung des Planungsentwurfs hat bereits im Jahr 2013 stattgefunden. Durch das Einvernehmen der Stadt Aalen konnten die Anlagen bereits realisiert werden.

Ein weiterer Teil der für den Standort vorgesehenen Fläche ist derzeit als Konzentrationszone K1 und K2 für die Windenergienutzung im „Entwurf des sachlichen Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ der GVWV Kapfenburg vorgesehen. Die Konzentrationszone K1 und K2 sind deckungsgleich mit dem Vorranggebiet Nr. 19 im Regionalplan Ostwürttemberg. Der Planungsentwurf war im Mai 2015 öffentlich ausgelegt und ist mittlerweile rechtskräftig.

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Anlagenanzahl & Anlagentyp

Der Windpark besteht aus fünf Windenergieanlagen vom Typ Vestas V 126 mit einer Leistung von jeweils 3,3 MW. Die Anlagen Nr. 3 bis 6 haben jeweils eine Nabenhöhe von 149 Metern, die Anlage Nr. 7 eine Nabenhöhe von 137 Metern und einen Rotordurchmesser von 126 Metern.

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Windverhältnisse

Der Standort ist gut geeignet für ein Windkraftprojekt. Es gibt nur geringfügige Höhenunterschiede, so dass an allen fünf Standorten für Windkraftanlagen mit ähnlichen Windgeschwindigkeiten zu rechnen ist. Der Windatlas des TÜV Süd gibt für alle Standorte Windgeschwindigkeiten von rund 5,8 -6,0 m/s auf 140 Metern Höhe an. Auf Nabenhöhe der geplanten WEA ist eine Windgeschwindigkeit von 6,1 m/s zu erwarten. Die Ergebnisse zur Windgeschwindigkeit basieren auf der Berechnung eines unabhängigen Windgutachters unter Berücksichtigung von Ertragsdaten bestehender Windparks in der Umgebung. Eine Windmessung ist am Standort aufgrund der guten Datenlage nicht vorgesehen.

Nach den ersten Betriebsergebnissen wurden die guten Windverhältnisse bestätigt.

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Die Belange von Mensch und Umwelt

Bevor der Windpark Aalen-Waldhausen genehmigt und gebaut wurde, sind zahlreiche Fachgutachten notwendig gewesen, über die geprüft wurde, ob der Windpark im Einklang mit den Belangen der Bevölkerung vor Ort sowie Umwelt und Natur steht. Welche und wie viele Untersuchungen durchgeführt und Gutachten eingeholt wurden, war mit dem zuständigen Landratsamt Ostalbkreis im Rahmen einer Vorantragskonferenz abgestimmt und festgelegt worden. Neben den Gutachten zum Windaufkommen sind avifaunistische und faunistische Erhebungen ebenso üblich wie Fledermaus- Schall- und Schattenwurfgutachten.

Für den Windpark Aalen-Waldhausen haben die Untersuchungen zu den ökologischen Gutachten im Februar 2015 begonnen. Das avifaunistische und das faunistische Gutachten sowie die Erhebungen zu Fledermäusen waren im Dezember 2015 beendet. Die Naturschutzrechtlichen Belange wurden durch den landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) zusammengefasst. Außerdem wurde eine allgemeine Vorprüfung im Einzelfall nach UVPG (Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung) und eine spezielle artenschutzrechtliche Bewertung nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) durchgeführt.

Weitere Gutachten wie etwa zu den Themen Schall- und Schattenwurf wurden ebenfalls erstellt. Alle Grenzwerte bezüglich Schall- und Schattenemissionen werden eingehalten.

Die nach dem Windenergieerlass Baden-Württemberg genannten Abstandsempfehlungen von mindestens 700 Metern zu Siedlungs- und Wohngebieten werden eingehalten. Bei der nächstgelegenen Siedlung handelt es sich um Arlesberg in rund 0,9 Kilometern Entfernung zu den geplanten WEA-Standorten.

Anbei Ortschaften im Umkreis zum Windpark mit den jeweils eingehaltenen Abständen:

Ortschaft
Himmelsrichtung
Abstand in km
Ortschaft
Lauchheim
Himmelsrichtung
NO
Abstand in km
3,1
Ortschaft
Hülen
Himmelsrichtung
N
Abstand in km
1,5
Ortschaft
Arlesberg
Himmelsrichtung
NW
Abstand in km
0,9
Ortschaft
Bernlohe
Himmelsrichtung
W
Abstand in km
1,9
Ortschaft
Simmisweiler
Himmelsrichtung
W
Abstand in km
2,2
Ortschaft
Brastelburg
Himmelsrichtung
SW
Abstand in km
2,7
Ortschaft
Waldhausen
Himmelsrichtung
SW
Abstand in km
1,8
Ortschaft
Affalterwang
Himmelsrichtung
SW
Abstand in km
2,6
Ortschaft
Beuren
Himmelsrichtung
SO
Abstand in km
1,4
Ortschaft
Michelfeld
Himmelsrichtung
O
Abstand in km
4,5
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Zuwegung

Interne Zuwegung Windpark Aalen-Waldhausen

Für die Zufahrt zum Windpark wird die bestehende forstwirtschaftliche Wegestruktur so weit wie möglich genutzt, um Eingriffe in die Landschaft so gering wie möglich zu halten. Auch die Standorte für die einzelnen Windkraftanlagen werden so nah wie möglich an bestehende Forstwege gelegt. Dennoch mussten in einzelnen Fällen neue Wege angelegt werden bzw. vorhandene Wege verbreitert oder aufgeschüttet werden. In Kurvenbereichen wurden teilweise Fahrbahnerweiterungen vorgenommen und ein überschwenkbarer Bereich freigeräumt.

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Externe Zuwegung Windpark Aalen-Waldhausen
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Netzanbindung

Im Westen des Planungsgebiets befindet sich das Umspannwerk Erlau der Stadtwerke Aalen in rund 8,4 Kilometer Entfernung (Luftlinie). Über ein Erdkabel ist der Windpark an das Umspannwerk angeschlossen. Dabei wurde in Teilen der Trasse ein gemeinsamer Kabelverlauf mit den Stadtwerken Aalen realisiert.

Projektpartner

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Ein Projekt der ODR und der EnBW AG

Die EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG mit Sitz in Ellwangen beliefert in ihrem Versorgungsgebiet, bestehend aus 122 Kommunen in Ostwürttemberg, Heilbronn-Franken und dem angrenzenden Bayern, 220.000 Haushalte mit Strom und Gas. Im ODR Gebiet verfügen bereits 27.000 Netzkunden über Erzeugungsanlagen und speisen ca. 1.100 GWh im Jahr ins Netz ein. Dies entspricht bereits heute 46 % des Verbrauchs in der Region. Hier wird die Energiewende gelebt. Gemeinsam mit der EnBW hat sich die ODR zum Ziel gesetzt den Ausbau der Windenergie in der Region voranzutreiben und in eigene Projekte zu investieren.

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Der EnBW-Konzern ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Deutschland und Europa tätig und verfügt über ein breites Geschäftsportfolio. Mit rund 20.000 Mitarbeitern versorgt er rund 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wasser und energienahen Produkten und Dienstleistungen.

Die EnBW errichtet und betreibt Windkraftanlagen und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 ihr Windportfolio auf insgesamt 1000 Megawatt installierte Leistung in Deutschland auszubauen. Im Bereich Onshore sind heute bereits rund 110 Anlagen mit zusammen 190 Megawatt installierter Leistung in Betrieb.

Projekttagebuch

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Hier informieren wir Sie über wichtige Ereignisse und Meilensteine beim Bau des Windparks Aalen-Waldhausen. Sie finden an dieser Stelle aktuelle Informationen zum Planungs- und Genehmigungsprozess sowie zum Baufortschritt:

Ausschreibungsverfahren ForstBW für das Gebiet
September 2013
Pachtvertrag mit ForstBW wurde geschlossen
Februar 2015
Beginn Ökologische Untersuchungen
Februar 2015
Antrag auf BImSchG eingereicht
Dezember 2015/Januar 2016
Infoveranstaltung
26. April 2016
Genehmigung nach BImSchG
Dezember 2016
Beginn der Rodungsarbeiten
Februar 2017
Baubeginn
Mai 2017
Inbetriebnahme des Windparks
Herbst 2017

Bautagebuch in Bildern

Mitmach-Modelle

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Die EnBW möchte die Energiewende vorantreiben und strebt darüber hinaus eine Miteinbeziehung der Bürger bzw. der Kommunen an. Wir bieten maßgeschneiderte Beteiligungsmodelle an, die auf die jeweiligen Besonderheiten und Anforderungen vor Ort Rücksicht nehmen. Die konkrete Ausgestaltung wird in Absprache mit der Stadt Aalen und der Stadt Lauchheim festgelegt. Alle Details dazu werden rechtzeitig – auch an dieser Stelle - bekannt gegeben.

Die häufigsten Fragen (FAQ)

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Zahlreiche Studien belegen, dass ein dauerhafter Wertverlust nicht durch Windenergieanlagen versucht ist. Maßgebliche Gründe, die den Wert beeinflussen, sind vielmehr in ökonomischen und demografischen Einflüssen zu sehen.

Wird der Wert meiner Immobilie durch die Errichtung der Windenergieanlagen beeinträchtigt?

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Aufgrund kontinuierlicher aerodynamischer Verbesserungen verursachen moderne Windenergieanlagen nur noch moderate Betriebsgeräusche. Bei maximaler Anlagenauslastung (Nennleistung), d.h. bei hohem Windaufkommen, liegen die Geräuschemissionen an der Nabe bei rund 106 dB (A). Mit zunehmender Entfernung baut sich der Schall jedoch ab, so dass die gebietsbezogenen Immissionsrichtwerte der TA-Lärm eingehalten werden.

Wie laut sind WEA in der Regel? Werden die strengen Grenzwerte für Schallimmissionen eingehalten?

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Kontakt

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Termine

Einweihungsfeier
Windpark Aalen-Waldhausen

20. Juli 2018 ab 17:30 Uhr

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