VanMoof: Das E-Bike-Start-up verzeichnet Rekordumsätze

In jeder Krise gibt es Unternehmen, die von den veränderten Rahmenbedingungen profitieren. Ein solches ist der E-Bike-Hersteller VanMoof. Das niederländische Start-up mit Sitz in Amsterdam profitiert in Zeiten von Corona wie kaum ein anderes Unternehmen von den veränderten Mobilitätsgewohnheiten vieler Stadtbewohner.

Das E-Bike-Start-Up Van Moof erhält aktuell so viele Bestellungen wie nie zuvor. Grund genug, die Marke und die attraktiven E-Bike-Modelle VanMoof S3 und VanMoof X3 genauer unter die Lupe zu nehmen.


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Wie Corona dazu beiträgt, dass E-Bikes immer beliebter werden

Die Corona-Krise hat die Mobilitätsgewohnheiten in Großstädten stark verändert. Aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr im öffentlichen Nahverkehr steigen aktuell immer mehr Menschen auf das Fahrrad um. Zwar ist dieser Trend keineswegs neu: Gerade in europäischen Großstädten haben sich Fahrräder und E-Bikes in den letzten Jahren immer mehr als gesunde, umweltschonende und Alternative der Fortbewegung etabliert. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt. So verwundert es nicht, dass Fahrradhersteller und -händler seit Wochen Rekordabsätze verzeichnen.

Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich E-Bikes. Schon im letzten Jahr konnte der Umsatz von E-Bikes in Deutschland um beachtliche 34 Prozent gesteigert werden. So verbuchen E-Bikes aktuell bereits einen Marktanteil von über 30 Prozent am Gesamtfahrradmarkt. Experten gehen davon aus, dass dieser Wert mittel- bis langfristig sogar auf bis zu 50 Prozent steigen könnte.

Die Vorteile von E-Bikes liegen auf der Hand: Mit ihnen können auch weniger sportliche Menschen kraftsparend längere Wegstrecken zurücklegen und dabei höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten erreichen. Auch Steigungen sind mit dem E-Bike wesentlich einfacher zu bewältigen als mit einem herkömmlichen Drahtesel. Dies führt dazu, dass E-Bikes insbesondere in Großstädten eine echte Alternative zum öffentlichen Nahverkehr darstellen. Was es beim E-Bike-Kauf zu beachten gilt, erfährst du hier.

Das E-Bike-Start-up VanMoof

Das erhöhte Aufkommen von Fahrrädern sorgt auch in der Stadtplanung für ein Umdenken. So ist es für Städte schon seit Jahren eine ganz besonders wichtige Auszeichnung, in den regelmäßig publizierten Rankings zu den fahrradfreundlichsten Metropolen ganz oben zu landen. Zwei Städte, denen dies in so gut wie jedem Ranking gelingt, sind Amsterdam und Kopenhagen. Hierzulande zählt Münster mit seinen exzellent ausgebauten Radwegnetzen mit breiten und klar markierten Radspuren zu den Vorzeigestädten. Und immer mehr Städte und Kommunen arbeiten daran, ihre Infrastruktur fahrradfreundlicher zu gestalten.

VanMoof X3

Vor allem für den urbanen Raum ist das VanMoof X3 geeignet. (© 2020 VanMoof)

Ein Unternehmen, das zweifelsohne von diesen Entwicklungen profitiert, ist der niederländische E-Bike-Hersteller VanMoof. Für das Jahr 2020 erwartet VanMoof einen Rekordumsatz von etwa 100 Millionen Euro und kommt aktuell mit den vielen Bestellungen kaum noch hinterher. Wer hierzulande über die VanMoof-Homepage eines der beiden Modelle VanMoof S3 oder VanMoof X3 bestellen will, muss sich auf eine mehrmonatige Wartezeit einstellen.

Doch auch wenn VanMoof aktuell einen noch nie dagewesenen Nachfrage-Boom verzeichnet, so hat sich der Erfolg schon lange vorher eingestellt.

Wer ist VanMoof?

Das Unternehmen wurde im Jahre 2009 von den Brüdern Taco und Ties Carlier gegründet und ist auf dem besten Weg, das „Tesla der E-Bike-Szene“ zu werden. Firmengründer Carlier macht keinen Hehl aus seiner Bewunderung für Tesla-Gründer Elon Musk und wendet bei VanMoof viele der Strategien an, die Tesla zu seinem Erfolg verholfen haben. Mit ihrem minimalistisch-eleganten Design scheinen die VanMoof E-Bikes so etwas wie das Zweirad-Pendant der Tesla-Elektroautos zu sein. Und auch der Fokus auf technische Neuigkeiten erinnert stark an das große US-Vorbild.

Der Durchbruch auf dem E-Bike-Markt gelang VanMoof mit der Idee, die hochpreisigen E-Bikes mit integrierten GPS-Sensoren auszustatten. Dadurch lassen sich gestohlene Räder orten und schnell wiederfinden. Das Unternehmen geht im Kampf gegen Fahrraddiebe sogar noch einen Schritt weiter: So hat VanMoof eigens sogenannte Bike Hunter angeheuert, um gestohlene Fahrräder aufzuspüren. Die Aufgabe dieser „Fahrrad-Jäger“ ist es, gestohlen gemeldete E-Bikes anhand der GPS-Signale zu orten und die Hightech-Räder an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Gelingt dies nicht, wird dem Kunden innerhalb von zwei Wochen ein neues E-Bike zur Verfügung gestellt. Die teils recht abenteuerliche Suche nach den gestohlenen Hightech-Fahrrädern, die die Bike Hunter häufig auch ins Ausland führt, wird zum Teil mit der Videokamera festgehalten und im Rahmen unterhaltsamer YouTube-Episoden veröffentlicht.


Schlankes Portfolio – das VanMoof S3 und das VanMoof X3

Die sehr begrenzte Auswahl an E-Bike-Modellen gibt den Fahrrädern von VanMoof eine gewisse Ecklusivität. So können sich Kunden lediglich zwischen zwei E-Bike-Modellen entscheiden – dem VanMoof S3 und dem VanMoof X3. Und selbst diese beiden Modelle haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Einzig in der Rahmenkonstruktion unterscheiden sich beide Modelle ein wenig: Das VanMoof X3 hat einen niedrigeren Rahmen und verfügt über einen stilvollen Front-Gepäckträger, was es zum handlicheren City-Bike macht.

VanMoof X3

VanMoof bietet lediglich 2 Modelle an. Hier das VanMoof X3. (© 2020 VanMoof)

Das VanMoof S3 hingegen stellt mit der höheren Rahmenkonstruktion die deutlich sportlichere Variante dar. Auch ist das S3 aufgrund der höheren Rahmenkonstruktion eher für größere Menschen geeignet, während sich Menschen mit einer Körpergröße unter 1,70 m auf dem X3 wohler fühlen dürften.

VanMoof S3

Im Vergleich zum X3 weist das VanMoof S3 einen höheren Rahmen auf. (© 2020 VanMoof)

Bis auf diese kleinen Unterschiede stehen jedoch die Gemeinsamkeiten im Vordergrund. Der Motor beider Modelle verstärkt die Pedalkraft bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h um das Vierfache. Zudem verfügt die dritte Generation der VanMoof-E-Bikes über einen Viergang-Schalthebel, um auch steile Steigungen komfortabel befahrbar zu machen. Die Reichweite des Akkus beträgt laut Hersteller je nach Unterstützungsstufe zwischen 60 und 150 Kilometer. Das einzige kleine Manko ist, dass der 504 Watt starke Akku fest verbaut ist und somit nicht zum Aufladen herausgenommen werden kann. Dafür ist der Akku beider Modelle in jeweils rund vier Stunden vollständig geladen. Freuen dürften sich E-Bike-Fans darüber, dass der Preis der dritten Generation der VanMoof-E-Bikes mit 1.998 Euro deutlich geringer ausfällt als der der Vorgängergeneration.

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Titelbild Copyright: © 2020 VanMoof

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