Stromfresser finden und Energie sparen

Es gibt viele Geräte mit hohem Stromverbrauch, die wir absolut nicht auf dem Zettel haben. Wie erkennst du versteckte Energiefresser im Haushalt? Und liegt dein Verbrauch im Durchschnitt oder darüber?

Wir liefern Tipps, wie du Stromfresser finden und Energie sparen kannst.


Das erwartet dich hier

Welcher Stromverbrauch ist normal?

Der Stromverbrauch eines Haushalts hängt von verschiedenen Faktoren ab. So spielt es eine Rolle, wie oft und wie lange du welche elektronischen Geräte betreibst (und wie stromhungrig diese sind). Darüber hinaus hat die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen Einfluss auf den Stromverbrauch. Auch ob du in einer Wohnung oder einem Haus wohnst und es ein Alt- oder Neubau ist, verändert diesen.

Wenn du wissen willst, wie viel Strom du verbrauchst, wirf einen Blick auf deine Stromabrechnung. Auf dieser findest du deinen exakten Jahresverbrauch. Um besser einschätzen zu können, ob dieser hoch oder niedrig ist, helfen dir folgende Fakten zum Stromverbrauch: Eine Familie mit drei Kindern verbraucht durchschnittlich 5.928 kWh (Kilowattstunden) Strom, ein Single-Haushalt 2.229 kWh. Grundsätzlich gilt, dass große Haushalte auf die einzelne Person gerechnet oftmals weniger Strom verbrauchen. Dennoch kann fast jeder Haushalt mit ein paar Tipps seinen Stromverbrauch senken.

Der größte versteckte Stromfresser: Stand-by

Das Licht und die Kaffeemaschine mit dem Handy einschalten, per Fernbedienung den Fernseher starten – all das erfordert, dass die Geräte im Stand-by-Modus verbleiben. Das Problem: Auch dann verbrauchen sie Strom. Wenn du deinen Fernseher also nur zwei Stunden am Tag nutzt und er den Rest der Zeit im Stand-by-Modus läuft, hat der versteckte Stromfresser 22 Stunden lang unnötig Energie verbraucht. Und auch wenn der Stand-by-Verbrauch neuerer Modelle recht niedrig ist: Verbrauch bleibt Verbrauch. Hier siehst du, wofür im Haushalt am meisten Strom verbraucht wird:

Infografik zeigt Stromverbrauchsverteilung

Gerade im Home-Office sorgen der Drucker, die Monitore sowie der Computer oder Laptop, für einen hohen Stromverbrauch. Oftmals sind diese Geräte ständig, so auch während den Pausen, in Betrieb. Idealerweise schaltest du also Schreibtischlampen, Monitor und Computer komplett aus und ziehst zusätzlich den Stecker, wenn du längere Zeit nicht am Schreibtisch bist.

Generell solltest du dir merken: Alles, was mit dem Stromnetz verbunden ist, verbraucht Energie: Smartphone-Ladegeräte, die ständig an der Steckdose hängen, HiFi-Anlagen, Spielekonsolen, die Geräte im Badezimmer, selbst Waschmaschine und Geschirrspüler. Die Lösung: Stecker aus der Steckdose! Die bequemere Alternative sind praktische Steckdosenleisten mit Schalter, mit denen du mehrere Geräte gleichzeitig vom Stromnetz nehmen kannst. Dann hast du deinen Stromverbrauch unter Kontrolle und kannst ihn tatsächlich auf Null reduzieren.

Steckdosenleiste leuchtet rot auf

Schalter an Steckdosenleisten sind eine wichtige Methode zum Stromsparen

Wenn du Strom sparst, wirkt sich das nicht nur positiv auf die Umwelt aus, sondern auch auf deinen Geldbeutel. Und es ist ganz leicht umzusetzen: Hier findest du 10 Energiespartipps für zu Hause.

Was verbraucht wie viel Strom? Ein Strommessgerät hilft!

Um herauszufinden, ob es sich lohnt, wirklich jedes Gerät mit einem Schalter vom Strom zu trennen, kannst du den (Stand-by-)Stromverbrauch mit einem Strommessgerät messen. Mit diesem Hilfsmittel machst du Stromfresser schnell ausfindig.

Strommessgeräte werden an der Steckdose angeschlossen und sitzen zwischen Steckdose und Endgerät. Sie erlauben es dir, den aktuellen Stromverbrauch, aber auch den Verbrauch über eine bestimmte Zeit hinweg zu messen. So kannst du unter anderem den Stromverbrauch deiner Waschmaschine kontrollieren, während sie ausgeschaltet ist. Deine Waschmaschine ist ein Gerät mit einem hohen Stromverbrauch? Dann installiere einen Netzschalter zwischen Steckdose und Stecker und der Energiefresser zieht dir nicht mehr das Geld aus der Tasche. Bei einer Waschmaschine, die sowieso nicht jeden Tag läuft, liegt der Gewinn auf der Hand.

Strommessgerät steckt zwischen einem Stecker in der Steckdose

Ein Strommessgerät wird einfach zwischen Stecker und Steckdose gesteckt – und schon weißt du, was wie viel Strom im Stand-by verbraucht.

Ein Strommessgerät muss keineswegs teuer sein: Bei vielen Verbraucherzentralen kannst du dir Strommessgeräte ausleihen.

LED statt Glühbirne

Gerade im Home-Office brennt oft den ganzen Tag das Licht, damit wir uns besser konzentrieren können. Nicht immer brauchst du ein Strommessgerät, um versteckte Stromfresser aufzuspüren. Bei einer Glühbirne kannst du beispielsweise den Verbrauch direkt sehen – beim Kauf oder wenn du dir die Lampe genauer ansiehst.

Eine Alternative zur herkömmlichen Glühbirne sind Energiesparlampen. Diese benötigen nur 20 Prozent der Energie einer alten Glühlampe, bringen jedoch auch ein paar Nachteile mit sich. Zum einen enthalten sie Quecksilber und zum anderen sind Transport und Entsorgung aufwendiger. Eine noch bessere Variante bilden LED-Lampen mit einem Verbrauch von lediglich 10 Prozent im Vergleich zu einer alten Glühbirne. Das kalte, grelle Licht der ersten Modelle ist längst passé, sodass sie eine gute Lösung für so ziemlich jede Lampe in der Wohnung sind. Heute sind LEDs in vielen verschiedenen Weißtönen erhältlich. Solltest du tatsächlich noch Glühlampen-Stromfresser finden, lohnt sich ein Austausch definitiv. Zudem gibt es noch einige weitere Tipps, mit denen du bei der Beleuchtung Strom sparen kannst.

Was tun gegen Stromfresser in der Küche?

Auch Strom sparen beim Kochen ist leicht möglich. Deckel auf Töpfen halten die Hitze im Topf oder in der Pfanne. Selbst die Wassermenge, mit der du kochst, kann ein Stromfresser werden. Schließlich müssen Nudeln vom Wasser nur bedeckt sein und nicht in einem riesigen Topf schwimmen. Das Frühstücksei wird genauso gut, wenn es nur halb im Wasser liegt. Töpfe und Pfannen arbeiten am besten, wenn sie auf einer zur jeweiligen Größe passenden Herdplatte stehen.

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Wasserkocher einsetzen

Es ist günstiger und geht schneller, das Wasser im Wasserkocher vorzukochen, statt es erst langsam auf dem Herd aufzuwärmen.

Für weitere Tipps lohnt sich ein Blick in unser Magazin: In einem weiteren Beitrag erläutern wir beispielsweise, wie du mit Durchlauferhitzern Strom sparen kannst.

Wichtigster Tipp: Nutze nur, was du auch brauchst

Wenn du dir Gedanken über deinen Energieverbrauch machst, stell dir auch die Frage, was du überhaupt an Geräten benötigst. Ein Beispiel: Eine Vorrichtung, die an einigen Espressomaschinen angebracht ist und Tassen warmhält, kann im Jahr etwa 70 Euro kosten. Falls du auch ein paar „eher unnötige“ elektrische Geräte im Haushalt hast: Leih dir doch mal ein Strommessgerät aus, um Stromfresser zu finden und zu entscheiden, was sich abzustellen lohnt.
Du bist verreist oder übers Wochenende nicht zu Hause? Dann macht es sich bezahlt, im Stromkasten die Sicherungen auszuschalten, die nicht unbedingt benötigt werden. Stromspar-Profis stellen sogar ihr WLAN aus, wenn sie schlafen oder aus dem Haus gehen. Das schont nicht nur unsere Umwelt, sondern sorgt für eine niedrigere Stromrechnung. Schließlich gilt: Was nicht angeschlossen ist, hat auch keinen Stromverbrauch.

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