Ganz schön smart, dieser Heizkörperthermostat

Die Wohnung in der kalten Jahreszeit auf Wohlfühltemperatur bringen, ohne dass die Kosten ins Unermessliche steigen? Klingt im ersten Moment nach einer immensen Herausforderung. Doch mit smarten Heizkörperthermostaten geht das ganz einfach

Wir verraten, warum sich eine Investition in einen smarten Heizungsthermostat lohnt und wie du dabei Geld sparen kannst.


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Richtig heizen im Winter senkt Energiekosten

Gehörst du auch zu den Menschen, die abends die Heizung richtig aufdrehen, um es sich dann auf der Couch gemütlich zu machen? Und die nach dem Serienmarathon ganz erschöpft ins Bett fallen, aber keinen Gedanken mehr an die Heizkörper verschwenden? Ja, kennen wir selbst. Das Problem: Wenn deine Heizung die ganze Nacht durchläuft, wird viel Energie verschwendet – und damit auch dein Geld.

Ehepaar macht es sich mit Kind im Wohnzimmer gemütlich

Heizung aufdrehen und dann ab auf die Couch – für viele Familien ein abendliches Ritual, das viel Geld kosten kann.

Dabei ist es gar nicht so schwer, richtig zu heizen. Mit ein paar kleinen Kniffen kannst du schon jede Menge Geld sparen. Wenn du deine Heizung auf Winterbetrieb umstellst, kannst du beispielsweise darauf achten, dass die Vorlauftemperatur nicht zu hoch ist. Jedes Grad weniger beim Erhitzen spart Kosten ein. Bei modernen Heizanlagen kannst du eine Nachtabschaltung einrichten, sodass der Betrieb beispielsweise automatisch von 23 bis 5 Uhr pausiert. Ebenfalls hilfreich: die Heizung entlüften, damit sich das heiße Wasser wieder optimal im Heizkörper verteilen kann.

Smarte Thermostate helfen beim Sparen

Viel Energie kannst du auch mit der richtigen Thermostat-Einstellung einsparen. Doch die Drehregler am Heizkörper finden häufig nicht die Beachtung, die sie eigentlich verdienen. Entweder werden sie zu hoch aufgedreht, damit die Luft vermeintlich schneller warm wird, wodurch die Räume aber überhitzen. Oder man vergisst, den Thermostat abzudrehen, wenn man später das Fenster aufreißt, um wieder kühle Luft in den Raum zu lassen.

Die Lösung: smarte Heizkörperthermostate. Die kleinen elektronischen Geräte gehören zu den Smart-Home-Produkten und werden anstelle der manuellen Drehregler am Heizkörper angebaut. Sie lassen sich per App und mittlerweile auch über Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistent steuern. Der Clou: Smarte Thermostate kannst du genau auf deinen Tagesrhythmus einstellen.

Heizungsthermostat wird über Smartphone gesteuert

Mit smarten Thermostaten kannst du einfach die Raumtemperatur einstellen – über dein Smartphone.

Wie funktionieren die digitalen Heizkörperthermostate?

In der Praxis sieht das so aus: An Werktagen heizen die smarten Thermostate beispielsweise Bad und Küche schon vor dem Aufstehen auf. Wenn der Wecker klingelt und du verschlafen Richtung Dusche wankst, ist zumindest das Bad schon einmal auf Betriebstemperatur. Beim Zähneputzen sagst du dann Alexa, sie soll schon mal die Heizung in der Küche hochfahren. Und wenn du nach dem Frühstück deine Wohnung verlässt, fährt die Heizung automatisch runter.

Bei deiner Rückkehr funktioniert das Ganze genauso, nur andersherum: Auf dem Heimweg fragt die App per Push-Nachricht, ob du bald zu Hause bist. Kurz vor deiner Ankunft checkt die App die aktuellen Wetterdaten und den Sonnenstand; der digitale Heizungsregler bringt die Räume entsprechend auf Wohlfühltemperatur. Abends schaltet sich die Heizung automatisch ab, wenn du Alexa das Kommando dazu gibst. Und wenn du am Wochenende etwas länger schlafen willst und die Heizung erst später benötigst, erkennt das der Thermostat ebenfalls. Ganz schön smart, oder?

Wie richte ich einen smarten Thermostat ein?

Der Einbau eines smarten Heizkörperthermostats ist kinderleicht: einfach den manuellen Regler vorsichtig abschrauben und das intelligente Modell aufsetzen. Durch das mit Akku-Kraft betriebene Stellgetriebe kann der Thermostat nun selbstständig den kleinen Stift, der den Wasserdurchfluss reguliert, in die optimale Position bringen. Anschließend wird der Thermostat entweder per WLAN mit dem Internet oder per Funk mit der Steuerungszentrale verbunden. Dazu lädst du dir die Anbieter-App aus dem Google Play Store oder Apples App Store herunter.

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Über die App legst du beispielsweise Zeitpläne an, in welchem Zimmer die Heizung wann laufen und welche Temperatur erreicht werden soll. Mittels Geofencing per Smartphone können einige digitale Heizungsregler sogar erkennen, ob du zu Hause oder unterwegs bist – und passen die Heizleistung automatisch an.

Über die App bzw. die Steuerungszentrale verknüpfst du die digitalen Heizkörperthermostate auch mit den restlichen Smart-Home-Elementen. Das steigert nicht nur den Komfort, sondern hilft auch dabei, Schäden vorzubeugen. So kann die Anlage beispielsweise automatisch im Bad heizen, wenn die Sensoren eine zu hohe Luftfeuchtigkeit messen. Oder die Heizung springt erst dann an, wenn die Rollläden nach Sonnenuntergang heruntergefahren wurden.

Mann steuert mit dem Smartphone seinen smarten Heizungsthermostat von der U-Bahn aus

In der U-Bahn schon mal die Heizung zu Hause aufheizen lassen – ganz einfach per Smartphone-App.

 

Smarte Thermostate im Test: Welcher ist der beste?

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, die entweder smarte Thermostate separat oder als Teillösung eines Smart-Home-Pakets verkaufen. Jedes Modell hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Manche punkten mit einfacher Installation, lassen sich aber nur schwer programmieren. Bei anderen ist es genau andersherum. Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr smarte Thermostate getestet und empfiehlt folgende Modelle:

  • AVM FritzDect 301: Gutes Einsteigergerät, das sich schnell anbauen und einrichten lässt. Der Nachteil: Auf die erweiterten Funktionen hast du nur in Verbindung mit einer FritzBox (Router) Zugriff. Preis: ab 45 Euro.
  • Homematic IP Kompakt: Wärmeregulierung und Bedienung sind top, zudem ist der Thermostat steuerbar über Alexa und Google Assistant. Allerdings muss du eine separate Basisstation dazukaufen. Preis: ab 55 Euro.
  • Bosch Smart Home Heizkörperthermostat: Bislang nur über Alexa steuerbar; du musst zwar ebenfalls eine zusätzliche Basisstation erwerben, aber alle privaten Daten bleiben auf Bosch Smart Home Controller – sicherheitstechnisch liegt der Thermostat von Bosch damit ganz vorn. Preis: ab 45 Euro.
  • Eve Thermo: Ein smarter Thermostat nur für Apple-Fans, da der Regler ausschließlich mit iOS-Geräten (iPhone, iPad, Apple TV und Apple Watch) kompatibel ist. Auch die Einbindung in Apples Smart-Home-System HomeKit ist möglich. Preis: ab 65 Euro.
  •  Tado Heizkörperthermostat: Der deutsche Hersteller punktet im Test mit einem tollen Design und einfacher Bedienung. Die Basisstation wird mitgeliefert; steuerbar ist der Thermostat über Alexa, Google Assistant und Siri. Der Haken: Du musst für die volle Funktionalität der App ein kostenpflichtiges Abo abschließen (3 Euro pro Monat). Preis: ab 100 Euro.

Grundsätzlich lässt sich also festhalten, dass es smarte Heizkörperthermostate für nahezu jeden Geldbeutel gibt. Bei der Auswahl des für dich passenden Models steht die Frage im Mittelpunkt, welche Anforderungen du an ein smartes Thermostat hast und wieviel Geld du ausgeben möchtest. Grundsätzlich passen smarte Heizkörperthermostate übrigens auf fast alle Heizkörperventile. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, hilft im Zweifel ein Adapter, den du zwischen Ventil und Thermostat schrauben kannst.

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