Smarte Heizkörperthermostate: Energie sparen beim Heizen

Der Winter steht vor der Tür und gleichzeitig steigen die Gaspreise. Smarte Heizkörperthermostate helfen Ihnen dabei, den Energieverbrauch zu optimieren und Ihre Heizung smart zu steuern. So können Sie die Wärme so effizient wie möglich nutzen.

Sie sind schon auf dem Weg zur Arbeit und merken, dass Sie im Badezimmer die Heizung noch voll aufgedreht haben? Kein Problem! Eine Heizung mit smartem Thermostatkopf können Sie auch regeln, wenn Sie nicht zu Hause sind. Wir verraten, wann ein smartes Heizkörperthermostat sinnvoll ist, wie es funktioniert und warum Ihnen bedarfsgerechte Temperatursteuerung beim Energiesparen helfen kann.



Was sind smarte Thermostate?

Smarte Thermostatköpfe sind elektronische Geräte, mit denen sich die Raumtemperatur digital steuern lässt. Sie gehören zu den Smart-Home-Produkten und lassen sich – je nach Modell und System – über eine App oder mittlerweile auch über Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant steuern. Der Clou: Nutzer*innen können individuelle Heizpläne festlegen und die Temperatur so an ihren Tagesablauf und ihre Gewohnheiten anpassen.

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Heizung aufdrehen und es sich gemeinsam gemütlich machen – für viele Familien ein abendliches Ritual, das ganz schön ins Geld gehen kann.

Smarte oder digitale Heizkörperthermostate: Was ist der Unterschied?

Digitale Thermostate sind nicht automatisch smarte Thermostate:

  • Digitale Thermostate: Diese regeln die Temperatur elektronisch und lassen sich meist direkt am Gerät programmieren. Das funktioniert zum Beispiel über feste Heizzeiten oder Wunschtemperaturen. Eine Verbindung mit dem Internet oder mit anderen Smart-Home-Geräten ist dafür nicht erforderlich.
  • Smarte Thermostate: Sie gehen einen Schritt weiter und sind je nach Modell mit einer App, einem Sprachassistenten oder einer Smart-Home-Zentrale vernetzt, über die sie gesteuert werden können. Häufig bieten sie noch weitere Automatisierungsfunktionen.

Kurz gesagt: Jedes smarte Thermostat ist digital, aber nicht jedes digitale Thermostat ist smart!

Heizkörperthermostat oder Raumthermostat: Was ist der Unterschied?

Ein smartes Heizkörperthermostat regelt einen einzelnen Heizkörper über das Ventil. Smarte Raumthermostate hingegen messen die Temperatur in einem Raum und steuern die Heizungsanlage so, dass eine zuvor eingestellte Solltemperatur erreicht und möglichst konstant gehalten wird. Sie kommen beispielsweise bei Gasetagenheizungen, Fußbodenheizungen oder anderen Heizsystemen mit zentraler Raumregelung zum Einsatz.

Im größten Raum ist dann meist ein Wandthermostat installiert, das die Temperatur in der gesamten Wohnung steuert. Ist bereits ein klassisches Wand- oder Raumthermostat vorhanden, kann dieses durch ein smartes Modell ersetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Heizungsanlage und die Anschlüsse damit kompatibel sind. Je nach System erfolgt die Verbindung zur Heizung kabelgebunden oder per Funk über eine zusätzliche Steuereinheit.

Wie funktionieren smarte Thermostate?

Smarte Thermostatköpfe regeln die Raumtemperatur automatisch oder per App und ersetzen bei Heizkörpern in der Regel den klassischen Thermostatkopf. Bei Heizkörperthermostaten bewegt ein kleiner Motor das Heizkörperventil und steuert dadurch, wie viel Heizwasser durch den Heizkörper fließt. Sobald die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, wird das Ventil entsprechend geschlossen oder gedrosselt.

Viele smarte Thermostate kommunizieren via Funk mit einer zentralen Steuerungseinheit, einem sogenannten Hub oder Gateway. Diese wiederum ist per WLAN mit Ihrem heimischen Netz verknüpft. So können Sie einfach über eine App von unterwegs Ihre Heizung steuern. Der Befehl aus der App wird dann per WLAN an den Hub übermittelt, der das Signal per Funk an Ihr Thermostat weitergibt. Andere Modelle stellen die Verbindung direkt über WLAN, ohne zentrale Schnittstelle oder über einen anderen Funkstandard her. Modelle mit direkter oder indirekter WLAN-Anbindung werden deshalb häufig auch als WLAN-Thermostate bezeichnet.

Welche Funktionen bieten smarte Heizthermostate?

Smarte Heizthermostate können die Raumtemperatur automatisch an Tageszeit, Anwesenheit und individuelle Gewohnheiten anpassen. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Modell und Smart-Home-System ab:

Zu den typischen Anwendungsfällen einer smarten Heizung gehören:

  • Individuelle Heizprofile: Sie möchten es morgens im Badezimmer warm haben? Kein Problem. Sie können individuelle Heizprofile für jedes Zimmer und verschiedene Uhrzeiten anlegen.
  • Fenster-auf-Funktion: Manche Systeme erkennen einen schnellen Temperaturabfall oder nutzen zusätzliche Fensterkontakte. Wird ein geöffnetes Fenster erkannt, kann der Thermostat die Heizleistung vorübergehend reduzieren. Das hilft, unnötiges Heizen während des Lüftens zu vermeiden.
  • Unterwegs Heizung einstellen: Der Vorteil der Bedienung per App ist, dass Sie Ihre Heizung auch von unterwegs steuern können. Voraussetzung dafür ist, dass das Smart-Home-System über eine entsprechende Internetanbindung verfügt.
  • Zugriff auf Wetterdaten: Einige Systeme sind inzwischen mit den Wetterdaten verknüpft. Kommt unerwartet die Sonne heraus, regulieren sie die Temperatur entsprechend nach unten; bei einem plötzlichen Kälteeinbruch sorgen sie umgekehrt für eine angenehm warme Wohnung.
  • Geofencing: Ist der smarte Heizthermostat mit dem Smartphone gekoppelt, erkennt er automatisch, wenn sich die Person vom Haus entfernt oder sich diesem nähern. Die Temperaturen in den Räumen werden dann entsprechend gesenkt oder erhöht.
  • Routinen erkennen: Einige smarte Thermostate lernen aus wiederholten Abläufen. Nach einiger Zeit speichern sie bestimmte Routinen und stellen Regeln für die Heizung auf. Wie weit diese Automatisierung reicht, unterscheidet sich je nach Anbieter.
  • Sprachsteuerung: Sie können smarte Heizthermostate mittlerweile mit Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant steuern, um zum Beispiel die Temperaturen in verschiedenen Räumen anzupassen.

Welche dieser Funktionen sinnvoll sind, hängt vor allem vom eigenen Tagesablauf und Heizverhalten ab. Wenn Sie regelmäßig außer Haus sind oder Räume zu unterschiedlichen Zeiten nutzen, können Sie besonders von automatisierten Heizplänen und einer bedarfsgerechten Temperatursteuerung profitieren.

Wie sieht der Alltag mit smarten Thermostaten aus?

In der Praxis könnte das so aussehen: An Werktagen heizen die smarten Thermostate Bad und Küche bereits vor dem Aufstehen auf. Wenn der Wecker klingelt und Sie verschlafen Richtung Dusche wanken, ist zumindest das Bad schon mal auf Betriebstemperatur. Beim Zähneputzen sagen Sie dann Alexa, sie soll schon mal die Heizung in der Küche hochfahren. Verlassen Sie nach dem Frühstück Ihre Wohnung, fährt die smarte Heizung automatisch herunter, da sich Ihr Handy außerhalb des definierten Bereichs befindet.

Bei Ihrer Rückkehr funktioniert das Ganze umgekehrt: Auf dem Heimweg fragt die App per Push-Nachricht, ob Sie bald zu Hause sind. Kurz vor Ihrer Ankunft checkt die App aktuelle Wetterdaten und den Sonnenstand; der digitale Heizungsregler bringt die Räume entsprechend auf Wohlfühltemperatur. Abends schaltet sich die intelligente Heizung ab, wenn Sie Alexa das Kommando dazu geben. Und wenn Sie am Wochenende etwas länger schlafen wollen und die Heizung erst später benötigen, erkennt das der Thermostat ebenfalls.

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Wann lohnen sich smarte Heizungsthermostate?

Smarte Thermostatköpfe lohnen sich vor allem dann, wenn Räume nicht dauerhaft genutzt werden und sich die Heizzeiten gezielt an den tatsächlichen Bedarf anpassen sollen. Besonders praktisch sind sie bei wechselnden Tagesabläufen, in unterschiedlich genutzten Räumen oder wenn mehrere Heizkörper individuell gesteuert werden sollen.

Jedoch sind smarte Heizungsthermostate nicht in allen Gebäuden und auch nicht für alle Heizungen sinnvoll. In unsanierten oder teilsanierten Altbauten mit vielen Heizkörpern lohnen sich intelligente Thermostate zum Beispiel besonders. Sind nur wenige Heizkörper vorhanden oder handelt es sich um einen Neubau, ist das Sparpotenzial nicht besonders groß.

Übrigens: Ein weiterer zentraler Faktor ist, wie oft Sie zu Hause sind. Machen Sie häufig Dienstreisen oder haben Schichtdienst, ist die Fernsteuerung sinnvoll. Sind Sie hingegen viel zu Hause oder im Homeoffice tätig, nutzen Sie die smarten Funktionen vermutlich seltener. Dann fällt auch das Sparpotenzial geringer aus.

Heizungsthermostat wird über Smartphone gesteuert

Mit smarten Thermostaten können Sie einfach die Raumtemperatur einstellen – über Ihr Smartphone.

Wie teuer sind smarte Thermostate?

Einfach programmierbare Thermostate kosten ab 10 Euro pro Stück. Bei Geräten mit umfangreicheren Funktionen wie zum Beispiel Programmierung per App, Sprachsteuerung oder Geofencing müssen Sie mit Kosten von mindestens 40 Euro pro Heizkörper rechnen. Hinzukommen können Kosten für ein Gateway, Fensterkontakte oder weitere Smart-Home-Komponenten. Bei der Kaufentscheidung sollten deshalb nicht nur der Preis eines einzelnen Thermostats, sondern auch die Kosten des gesamten Systems berücksichtigt werden.

Wie viel kann ich mit smarten Heizthermostaten sparen?

Smarte Thermostatköpfe können den Heizenergieverbrauch dadurch senken, dass sie die einzelnen Räume bedarfsgerecht beheizen. Die Stiftung Warentest beziffert die mögliche Heizkosten-Einsparung auf etwa 10 Prozent pro Jahr. So kann sich die Investition für viele Nutzer*innen bereits innerhalb der ersten zwei Jahre amortisieren.

Wie hoch die Ersparnis im Einzelfall tatsächlich ausfällt, hängt unter anderem vom bisherigen Heizverhalten, vom energetischen Zustand des Gebäudes und von den eingestellten Heizzeiten ab. Besonders groß kann der Effekt sein, wenn Räume bislang auch während längerer Abwesenheitszeiten beheizt wurden. Wer die Temperatur dagegen schon mit herkömmlichen Thermostaten konsequent absenkt und bedarfsgerecht heizt, spart durch die intelligente Steuerung möglicherweise weniger und profitiert vor allem vom zusätzlichen Komfort. Eine pauschale Amortisationszeit lässt sich daher nicht angeben.

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Das hilft Ihnen außerdem beim Sparen von Heizkosten:

Bei modernen Heizanlagen können Sie eine Nachtabschaltung einrichten, sodass der Betrieb beispielsweise automatisch von 23 bis 5 Uhr pausiert. Ebenfalls hilfreich: die Heizung entlüften, damit sich das heiße Wasser wieder optimal im Heizkörper verteilen kann.

 

Smarte Thermostate und hydraulischer Abgleich: Geht das automatisch?

Einige smarte Thermostate können einen hydraulischen Abgleich automatisch unterstützen oder – innerhalb eines darauf ausgelegten Heizsystems – selbstständig durchführen. Dabei erfasst und reguliert das System kontinuierlich den Wärmebedarf der einzelnen Räume und passt die Wärmeverteilung entsprechend an. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Thermostate, die Heizungssteuerung und der Wärmeerzeuger miteinander kompatibel sind. Die Thermostate liefern unter anderem Informationen zu Raumtemperatur und Ventilöffnung. Die Steuerung nutzt diese Daten, um die Wärmeverteilung und bei kompatiblen Heizungen auch die Vorlauftemperatur anzupassen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder smarte Thermostatkopf einen klassischen hydraulischen Abgleich ersetzt. Gerade bei einer neuen Heizung, bei größeren Umbauten oder wenn einzelne Räume nicht ausreichend warm werden, empfiehlt sich deshalb die Prüfung durch einen Heizungsfachbetrieb. Eine Fachkraft kann die gesamte Anlage beurteilen, die notwendigen Einstellungen vornehmen und sicherstellen, dass Heizung, Pumpe und Wärmeverteilung optimal aufeinander abgestimmt sind.

Wie lassen sich smarte Thermostate nachrüsten und einrichten?

Der Einbau eines smarten Heizkörperthermostats ist kinderleicht: Einfach den manuellen Regler vorsichtig abschrauben und das intelligente Modell aufsetzen. Durch das mit Batterie- oder Akku-Kraft betriebene Stellgetriebe kann der Thermostat nun selbstständig den kleinen Stift, der den Wasserdurchfluss reguliert, in die optimale Position bringen. Je nach Heizkörperventil kann dafür allerdings ein Adapter erforderlich sein. Vor dem Kauf sollten Sie deshalb unbedingt prüfen, ob der Thermostat mit dem vorhandenen Ventil kompatibel ist.

Anschließend wird der Thermostat eingerichtet und entweder per WLAN mit dem Internet oder per Funk mit der Steuerungszentrale verbunden. Dazu laden Sie sich die Anbieter-App aus dem Google Play Store oder Apple App Store herunter. Über die App legen Sie beispielsweise Zeitpläne fest, die bestimmen, wann in welchem Zimmer geheizt und welche Temperatur erreicht werden soll.

Über die App beziehungsweise die Steuerungszentrale verknüpfen Sie die smarten Heizkörperthermostate auch mit den restlichen Smart-Home-Elementen. Das steigert nicht nur den Komfort, sondern hilft auch dabei, Schäden vorzubeugen. So kann die Anlage beispielsweise automatisch im Bad heizen, wenn Sensoren eine zu hohe Luftfeuchtigkeit messen, oder erst dann anspringen, wenn die Rollläden nach Sonnenuntergang heruntergefahren wurden.

Mann steuert mit dem Smartphone seinen smarten Heizungsthermostat von der U-Bahn aus

In der U-Bahn schon mal die Heizung zu Hause aufheizen lassen – ganz einfach per Smartphone-App.

Kann man smarte Thermostate auch in Mietwohnungen nutzen?

Auch Mieter*innen, die keinen Zugriff auf die Heizungsanlage haben, können die smarten Heizkörperthermostate nutzen. Diese lassen sich problemlos an vielen handelsüblichen Heizkörpern anbringen, ohne dauerhafte Veränderungen vorzunehmen. Beim Auszug können Mieter*innen die smarten Thermostate wieder entfernen und die ursprünglichen Thermostatköpfe einsetzen. Diese sollten daher gut aufbewahrt werden.

Allerdings können Mieter*innen Wandthermostate, für die die Unterputz-Verkabelung verändert werden muss, nicht ohne die Zustimmung von Vermieter*in anbringen.

Kann ich auch eine Fußbodenheizung smart steuern?

Auch eine Fußbodenheizung lässt sich grundsätzlich mit einer smarten Steuerung nachrüsten. Wer in den eigenen vier Wänden auf eine Fußbodenheizung setzt, sollte beim smarten Heizen jedoch genau hinschauen. Nicht alle Smart-Home-Systeme stellen die entsprechende Technik zur Verfügung. Denn in diesem Fall werden andere Komponenten benötigt als bei klassischen Heizkörpern. Je nach vorhandener Anlage kommen beispielsweise smarte Raumthermostate, Stellantriebe am Heizkreisverteiler oder eine zentrale Steuerung zum Einsatz.

Eine Besonderheit von Fußbodenheizungen ist ihre vergleichsweise langsame Reaktion auf Temperaturänderungen. Eine Möglichkeit für eine präzisere Steuerung bietet zum Beispiel die Controme Heizungssteuerung. Diese verfügt über zusätzliche Sensoren an den Heizkreis-Rückläufen. Über diese wird die tatsächliche Temperatur an den Rückläufen der einzelnen Heizkreise gemessen, wodurch die Steuerung der Heizung noch genauer wird.

Die Kosten für die Nachrüstung lassen sich dabei nicht pauschal angeben. Sie hängen unter anderem von der Anzahl der Räume und Heizkreise, der vorhandenen Verkabelung sowie den benötigten Sensoren, Stellantrieben und Steuerungskomponenten ab. Bei umfangreicheren Eingriffen in die Heizungs- oder Elektroinstallation sollte die Montage durch eine Fachkraft erfolgen. Ein Fachbetrieb berechnet für die Montage eines smarten Thermostatkopfes etwa 30 bis 60 Euro, wobei die Preise von Region und Aufwand abhängig sind.

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Worauf sollten Sie beim Kauf eines smarten Thermostats achten?

Entscheidende Faktoren beim Kauf eines smarten Thermostats sind vor allem Kompatibilität, Bedienung, Funktionsumfang, Datenschutz und die Kosten des gesamten Systems. Welches Modell sich eignet, ist von Ihrer vorhandenen Heizungsanlage abhängig und davon, welche Funktionen Sie tatsächlich nutzen möchten.

Auf die folgenden Punkte sollten Sie besonders achten:

  • Kompatibilität mit dem Heizkörperventil: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Thermostat auf das vorhandene Ventil passt. Für manche Ventiltypen ist ein zusätzlicher Adapter erforderlich.
  • Smart-Home-Kompatibilität: Wenn Sie bereits ein Smart-Home-System nutzen, sollte sich der Thermostat möglichst darin integrieren lassen. Wichtig sind dabei die unterstützten Funkstandards und Plattformen.
  • Bedienung und Einrichtung: App und Thermostat sollten sich verständlich einrichten und bedienen lassen. Hilfreich sind übersichtliche Heizpläne und eine einfache manuelle Temperaturregelung direkt am Gerät.
  • Gewünschte Funktionen: Überlegen Sie, ob Sie beispielsweise Fernsteuerung, Geofencing, Fenstererkennung, Sprachsteuerung oder die Verknüpfung mit weiteren Sensoren benötigen.
  • Datenschutz und Sicherheit: Informieren Sie sich darüber, welche Daten das System verarbeitet, ob eine Cloud-Verbindung erforderlich ist und wie lange der Hersteller Sicherheits- und Softwareupdates bereitstellt.
  • Gesamtkosten: Neben dem Preis der einzelnen Thermostate können weitere Kosten für ein Gateway, Sensoren, Adapter oder zusätzliche Smart-Home-Komponenten entstehen.

Smarte Heizkörperthermostate gibt es für nahezu jeden Geldbeutel. Überlegen Sie bei der Auswahl des passenden Modells, welche Anforderungen Sie an ein smartes Thermostat haben und wie viel Geld Sie ausgeben möchten.

Sind meine Daten beim smarten Heizen sicher?

Nutzen Sie smarte Thermostate, werden je nach System Daten zwischen Thermostat, App, Gateway und teilweise auch den Servern des Herstellers übertragen. Wie gut diese Daten geschützt sind, hängt vom jeweiligen Anbieter und dessen Sicherheitskonzept ab. Die bei der Datenübertragung geltenden Sicherheitsstandards ähneln denen des Online-Bankings. Eine verschlüsselte Datenübertragung erschwert unbefugten Dritten den Zugriff auf Ihre Daten.

Smarte Thermostate im Vergleich: Fünf Modelle im Überblick

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, die entweder smarte Thermostate separat oder als Teillösung eines Smart-Home-Pakets verkaufen.

Die folgende Auswahl gibt einen Überblick über fünf Modelle und ihre wichtigsten Eigenschaften. Preise, Funktionsumfang und Kompatibilität können sich ändern und sollten vor dem Kauf beim jeweiligen Hersteller geprüft werden.

  • tado° Smartes Heizkörperthermostat X: Der deutsche Hersteller punktet im Test mit einem tollen Design und einfacher Bedienung. Steuerbar ist der Thermostat über Alexa, Google Assistant und Siri. Der Haken: Sie müssen für die volle Funktionalität der App ein kostenpflichtiges Abo abschließen (vier Euro pro Monat). Zudem ist die X-Serie nicht mit älteren Tado-Systemen kompatibel. Preis: ab 60 Euro.
  • eQ-3 Homematic IP Flex: Wärmeregulierung und Bedienung sind top, zudem ist der Thermostat steuerbar über Alexa und Google Assistant. Heizprofile, Fenster-auf-Erkennung sowie die Steuerung per App gehören ebenfalls zum Funktionsumfang. Für erweiterte Smart-Home-Funktionen wird ein Homematic IP Access Point oder eine andere kompatible Zentrale benötigt. Preis: ab 70 Euro.
  • Aqara Radiator Thermostat W600: Das W600 bietet besonders viele Möglichkeiten zur Einbindung in unterschiedliche Smart-Home-Systeme. Es unterstützt sowohl Zigbee als auch Thread und kann über Matter unter anderem mit Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und SmartThings zusammenarbeiten. Heizpläne, Geofencing und die Verknüpfung mit Fenster- oder Temperatursensoren erweitern die Automatisierungsmöglichkeiten. Für einige Funktionen ist allerdings ein kompatibler Aqara-Hub erforderlich. Preis: ab 50 Euro.
  • Bosch Smart Home Heizkörper-Thermostat II [+M]: Das Modell eignet sich besonders, wenn Sie bereits Bosch Smart Home nutzen oder ein Matter-kompatibles System aufbauen möchten. Der Thermostat kann sowohl in das Bosch-System als auch über Matter in andere Smart-Home-Umgebungen integriert werden. Zeitprogramme, App- und Sprachsteuerung sowie die gemeinsame Regelung mehrerer Heizkörper in einem Raum gehören zum Funktionsumfang. Für sämtliche Bosch-Smart-Home-Funktionen wird der Smart Home Controller II benötigt. Preis: ab 85 Euro.
  • Eve Thermo (5. Gen.): Die fünfte Generation von Eve Thermo setzt auf Matter und Thread und lässt sich dadurch unter anderem in Apple Home, Google Home, Amazon Alexa, Samsung SmartThings und Home Assistant integrieren. Heizpläne werden direkt auf dem Thermostat gespeichert und funktionieren dadurch auch ohne Internetverbindung. Zudem verzichtet der Hersteller auf ein kostenpflichtiges Abo und eine eigene Eve-Cloud. Für die Einbindung ins Smart Home wird allerdings eine kompatible Steuerzentrale mit Matter-Controller- und Thread-Border-Router-Funktion benötigt. Preis: ab 77 Euro.

Welches smarte Heizkörperthermostat am besten für Sie geeignet ist, hängt jedoch nicht allein vom Testergebnis ab. Entscheidend sind auch die vorhandene Smart-Home-Infrastruktur, benötigte Zusatzgeräte, gewünschte Automatisierungsfunktionen und mögliche laufende Kosten.

Fazit: Wann sind smarte Heizkörperthermostate sinnvoll?

Smarte Heizkörperthermostate sind vor allem dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Raumtemperatur gezielt automatisieren möchten, etwa um nur dann zu heizen, wenn Wärme tatsächlich benötigt wird. Zeitpläne, App-Steuerung, Geofencing oder eine automatische Fenstererkennung helfen dabei, den Heizkomfort zu erhöhen und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Wie groß die mögliche Ersparnis ausfällt, hängt jedoch vom Gebäude, der Heizungsanlage und Ihrem persönlichen Heizverhalten ab.

Wer ohnehin bewusst heizt oder viel zu Hause ist, profitiert unter Umständen weniger von smarten Heizkörperthermostaten. Vor dem Kauf sollten Sie deshalb neben dem Preis auch auf Kompatibilität, Funktionsumfang, Bedienbarkeit und mögliche Zusatzkosten achten.

Richtig eingesetzt können sie allerdings eine unkomplizierte Möglichkeit sein, die Heizung effizienter zu steuern – ohne auf ein angenehmes Raumklima verzichten zu müssen.