Smart-Home-Kamera: 5 Geräte für ein sicheres Zuhause

Du möchtest unterwegs sichergehen, dass zu Hause alles in Ordnung ist? Oder das Kinderzimmer im Blick behalten, während du im Nebenzimmer arbeitest? Nichts leichter als das. Wenn du dein Smart Home um eine Kamera erweiterst, kannst du jederzeit nach dem Rechten sehen.

Was die smarten Kameras sonst noch können, worauf du beim Kauf einer Smart-Home-Kamera achten solltest und welche aktuellen Geräte sich empfehlen, erfährst du hier.


Das erwartet dich hier

Die Smart-Home-Technologie hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Inzwischen lassen sich fast alle Bereiche eines Privathaushalts mit der smarten Technik steuern – vom Home Entertainment über intelligente Haushaltsgeräte bis zur automatisierten Beleuchtung. Da liegt es nahe, die Vorteile von Smart Home auch für mehr Sicherheit zu Hause zu nutzen.

Alles, was du dazu brauchst, ist eine Smart-Home-Kamera, auf die du mit einer App von all deinen Mobilgeräten aus zugreifen kannst. Solche Kameras werden auch WLAN-Kameras genannt, weil du sie kabellos in dein Netzwerk einbindest und ihre Funktionen sowie ihr Zusammenspiel mit anderen Smart-Home-Geräten zentral von deinen Mobilgeräten aus steuerst.

Worauf solltest du beim Kauf einer Smart-Home-Kamera achten?

Sobald du dich auf die Suche nach einer Smart-Home-Kamera machst, wirst du feststellen, dass das Angebot riesig ist. Umso sorgfältiger solltest du die technischen Details der einzelnen Geräte prüfen, denn selbst kleine Unterschiede können im täglichen Gebrauch große Auswirkungen haben. Je nachdem, wo und wofür du eine Überwachungskamera einsetzen willst, sind einige Eigenschaften wichtiger als andere.

Von unterwegs sehen was zu Hause passiert, dank der Smart-Home-Kamera

Mit einer Smart-Home-Kamera kannst du unterwegs jederzeit nachschauen, ob zu Hause alles in Ordnung ist.

Generell unterscheiden sich die smarten Überwachungskameras in folgenden Details:

Bildqualität:

Die Bildqualität hängt hauptsächlich davon ab, wie hoch die Auflösung und wie gut die Nachtsicht des Geräts ist. Full HD ist inzwischen Standard und völlig ausreichend. Doch jede noch so hohe Bildauflösung bringt nicht viel, wenn bei Dunkelheit nichts zu erkennen ist. Dieses Problem wird entweder durch eingebaute Infrarotleuchten oder die Kopplung mit externen Scheinwerfern gelöst. Bei einigen Modellen (z. B. des Herstellers Netatmo) ist die Kameratechnik unauffällig in einer Außenleuchte integriert.

Einsatzort:

Es gibt Smart-Home-Kameras sowohl für den Außen- als auch für den Innenbereich. Achte darauf, dass der Aufnahmewinkel groß genug ist, damit du den zu überwachenden Bereich vollständig im Blick hast. Für die Außenüberwachung deines Hauseingangs oder der Terrasse reichen die üblichen 90 bis 120 Grad meist aus. Bei größeren Winkeln besteht die Gefahr, dass sich Gehweg und Straße und damit auch Autos und Passanten im Bild befinden. Das Filmen von öffentlichen Bereichen ist allerdings verboten und unrechtmäßig gefilmte Personen könnten dich wegen Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte verklagen. Willst du einen Innenraum vollständig im Blick haben, empfiehlt sich hingegen eine 360-Grad-Kamera, die mittig an der Zimmerdecke angebracht ist, sodass es keine toten Winkel gibt.

Bewegungsmelder:

Für die Objektüberwachung sollte der Bewegungsmelder so präzise wie möglich arbeiten. Bei den neuesten Modellen verhindert moderne Infrarot-Technik, dass die streunende Nachbarskatze oder ein im Wind schwingender Ast einen Fehlalarm auslöst, indem nicht nur das Bild, sondern auch die Wärmeabgabe überwacht wird. Du kannst die Smart-Home-Kamera so konfigurieren, dass ungewöhnliche Bewegungen per Push-Mitteilung direkt an dein Smartphone oder deine E-Mail-Adresse gemeldet werden. Mit dem Zugriff auf die Kamerabilder kannst du dann sofort prüfen, was oder wer den Alarm ausgelöst hat.

Alarmsignal:

Bei einigen Smart-Home-Kameras kannst du einen Alarm aktivieren, der potenzielle Einbrecher im Zweifelsfall in die Flucht schlägt. Einige Modelle sind zusätzlich mit einem Lautsprecher ausgestattet, der die Kommunikation mit den Personen vor Ort ermöglicht.

Stromversorgung:

Falls es am gewünschten Einsatzort keinen Stromanschluss gibt und das Verlegen eines neuen Kabels nicht ohne Weiteres möglich ist, kannst du auf eine kabellose, akkubetriebene Smart-Home-Kamera zurückgreifen. Um Strom zu sparen, zeichnen diese Kameras allerdings erst Bilder auf, wenn der Bewegungsmelder eine Aktivität meldet. Zur 24-Stunden-Überwachung sind sie somit nicht geeignet, zur Verbesserung der Einbruchsicherung bei längerer Abwesenheit hingegen schon. Der Akku muss durchschnittlich alle zwei bis drei Monate aufgeladen werden, bei einigen Modellen von Außenkameras wird diese Zeit durch integrierte Solarzellen deutlich verlängert.

Speicherort:

Einer der wichtigsten Aspekte im Hinblick auf die Sicherheit deines Smart Homes ist der Speicherort der aufgezeichneten Daten. Du kannst zwischen externer Speicherung auf einem Cloud-Server des Herstellers und lokaler Speicherung auf einer internen SD-Karte oder deinem eigenen Server wählen. Generell ist die lokale Speicherung deutlich sicherer und deshalb vorzuziehen. Falls du den Unternehmens-Server nutzen willst, solltest du unbedingt die Hinweise zur Cloud-Nutzung des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) beachten.

Smart-Home-Anbindung:

Falls du schon Smart-Home-Geräte nutzt und diese zentral über eine App steuerst, solltest du unbedingt prüfen, ob die Kamera mit der entsprechenden App kompatibel ist und gegebenenfalls mit dem Sprachassistenten deiner Wahl gesteuert werden kann. Auf diese Weise kannst du sämtliche Sicherheitseinrichtungen optimal aufeinander abstimmen.

Smart-Home-Kamera als Babyphone

Dank Überwachungskamera im Kinderzimmer hast du dein Baby immer im Blick.

Mögliche Einsatzzwecke von Smart-Home-Kameras

  • Zuhause und Ferienwohnung: Habe immer im Blick, ob zu Hause oder in deiner Ferienwohnung alles in Ordnung ist.
  • Einbruchschutz: Eine Smart-Home-Kamera mit Bewegungssensor und eventuell zusätzlich eingebautem Licht sowie einem Alarm kann Einbrecher in die Flucht schlagen.
  • Babyphone: Eine Kamera im Kinderzimmer erlaubt dir, deinen Nachwuchs im Blick zu haben, auch wenn du beispielsweise in der Küche kochst.
  • Haustiere beobachten: Finde heraus, ob dein Hund entspannt ist, wenn du auf Arbeit bist oder sich vor Langeweile unterwünschte Beschäftigungen sucht.
  • Pflegebedürftige Personen: Habe deine Großeltern im Blick und schaue ob es ihnen gut geht.
  • Geschäftsräume überwachen: Halte beispielsweise fest, was im Kassenbereich deines Geschäfts passiert.

So haben die bekanntesten Smart-Home-Kameras im Test abgeschnitten

Bei technischen Geräten ist die praktische Anwendung natürlich weitaus aussagekräftiger als die Funktionsbeschreibung des Herstellers. Deshalb ist es sinnvoll, wenn du dich vor dem Kauf informierst, ob es zu der von dir bevorzugten Smart-Home-Kamera einen Test gibt, der die wichtigsten Funktionen geprüft hat und Vor- und Nachteile gegenüberstellt. Für einen ersten Überblick stellen wir hier einige der bekanntesten Geräte vor.

Netatmo

Die kabelgebundene Außenkamera Netatmo Presence versteckt sich in einer Leuchte, die du unauffällig über dem Hauseingang anbringen kannst. Sie überzeugt vor allem mit einem großen Überwachungsradius und dem intelligenten Bewegungsmelder, der sehr zuverlässig Menschen, Tiere und andere bewegliche Objekte voneinander unterscheidet. Die Kamera wird über eine eigene App bedient, ist aber auch mit den gängigen Sprachassistenten von Google, Amazon und Apple kompatibel. Die Daten werden lokal auf einer SD-Karte gespeichert und können über den kostenlosen und benutzerfreundlichen Cloud-Dienst von Netatmo abgerufen werden. Auch die automatische externe Speicherung der Daten ist einstellbar.

Bosch

Bosch hat sowohl eine Smart-Home-Kamera für den Außenbereich als auch ein Modell für die Innenüberwachung im Angebot. Die Outdoor-Kamera Bosch Eyes überzeugt mit einfacher Installation und Bedienung und liefert auch nachts gut erkennbare Bilder. Die Indoor-Lösung Bosch 360° ist ebenso schnell installiert; sie zeichnet auf, sobald im Raum eine Bewegung registriert wird. Ein Pluspunkt der Smart-Home-Kameras von Bosch ist, dass einzelne Bereiche geschwärzt werden können, um die Privatsphäre zu wahren. Allerdings unterscheidet der Bewegungsmelder nicht zwischen Menschen, Tieren und Objekten, sodass es häufiger zu einem Fehlalarm kommen kann, wenn die Sensibilität des Sensors nicht optimal angepasst wurde. Beide Kameras lassen sich über die Bosch Smart-Home-App oder Amazons Sprachassistenten Alexa steuern. Sie speichern die Daten für einen festgelegten Zeitraum in der kostenlosen Bosch-Cloud, die den Vorgaben der deutschen Datenschutzverordnung entspricht.

NetgearArlo

Die Arlo Pro 2 ist eine kabellose Smart-Home-Kamera für die Außenüberwachung und kann in das bekannte Arlo-Überwachungssystem eingebunden werden. Das erlaubt es, über eine Basisstation bis zu 15 Kameras zu steuern und miteinander zu verbinden – eine besonders interessante Lösung für größere Objekte. Dank Features wie Zwei-Wege-Kommunikation, individuell einstellbarer Überwachungsbereiche und verschiedener Montageoptionen kannst du die Arlo Pro 2 optimal an dein Sicherheitskonzept anpassen. Die Bildqualität überzeugt und der Bewegungsmelder funktioniert zuverlässig. Es gibt sogar eine optionale Geofencing-Funktion, die die Kamera einschaltet, sobald du das Haus verlässt, und sie ausschaltet, wenn du zurückkommst. Der Nachteil liegt in der kostenpflichtigen Cloud-Nutzung, die zwingend notwendig ist, damit du alle Funktionen nutzen kannst.

Somfy

Mit der kabelgebundenen Innenkamera Somfy One bzw. Somfy One+ hast du ein zuverlässiges Überwachungssystem, das nicht nur ungewöhnliche Bewegungen aufzeichnet und meldet, sondern dank Lautsprecher und Mikrofon auch als Gegensprechanlage genutzt werden kann sowie potenzielle Einbrecher mit einem lauten Alarmton in die Flucht schlägt. Die überwachten Bereiche lassen sich in der App individuell definieren und die Daten werden verschlüsselt in einer Cloud gespeichert. Interessant ist die Zusammenarbeit mit dem Versicherungsservice Axa Assistance. Für einen monatlichen Beitrag von derzeit 9,99 Euro steht dir im Falle eines Einbruchs professionelles Sicherheitspersonal zur Seite. Außerdem kannst du mit weiteren Smart-Home-Geräten von Somfy ein komplettes Sicherheitskonzept für dein Haus erstellen.

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Smart-Home-Kameras für den Außenbereich im Überblick

In der nachfolgenden Tabelle haben wir dir die Kameras nochmal zusammengestellt .

Kamera Netatmo Presence Bosch Eyes Arlo Pro 2 Somfy One+
Aufnahmewinkel 100 Grad 120 Grad 130 Grad 130 Grad
Bewegungsmelder Ja, unterscheidet zwischen Mensch, Tier und beweglichem Objekt Ja, kann Körperwärme erkennen, um Fehlalarme zu vermeiden Ja Ja, mit Tiererkennung
Datenspeicherung SD-Karte und Cloud Speicherung in Cloud für begrenzten Zeitraum Kostenpflichtige Cloud; optional USB-Laufwerk anschließen SD-Karte und Cloud
Besonderheit Integriert in Lampe
Nachtsicht
Einzelne Bereiche können geschwärzt werden
Sprechanlage
Zwei-Wege-Kommunikation
Bei Auslösung werden auch 3 Sekunden davor aufgenommen
Integrierte Sirene
Kamerablende öffnet sich bei Verlassen der Wohnung, schließt sich bei Rückkehr
Preis ca. 280 € ca. 250 € ca. 370 € für zwei Kameras ca. 300 €

Stand August 2020

Vor dem Kauf: Kompatibilität prüfen

Falls du bereits Smart-Home-Lösungen über deinen Telekommunikationsanbieter nutzt, solltest du vor dem Kauf sicherstellen, dass die Kamera mit dem jeweiligen System kompatibel ist. Sowohl Fritz als auch die Telekom haben Smart-Home-Kameras verschiedener Hersteller im Angebot, bei denen du dich auf das reibungslose Zusammenspiel mit anderen Smart-Home-Geräten verlassen kannst.

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Smart-Home-Kamera im Abo

Du bist noch unentschlossen, ob eine Smart-Home-Kamera überhaupt das Richtige für dich ist? Dann probiere es doch einfach unverbindlich aus. Beim Anbieter Smartfrog kannst du eine Smart-Home-Kamera ganz einfach zum Testen, aber natürlich auch langfristig mieten. Im jederzeit kündbaren monatlichen Abo werden dir Kamera, App und Speicherplatz ab 5,99 Euro zur Verfügung gestellt.

Direkt Weiterlesen: Im folgenden Artikel haben wir weitere Tipps für dich versammelt, wie du für Sicherheit in deinem Smart Home sorgen kannst.

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