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| Pressemitteilung

EnBW Contracting und Gemeinde Dettingen unter Teck stellen Wärmenetz auf erneuerbare Basis

Neue Energiepartnerschaft für Nachhaltigkeit und Klimaschutz macht Dettingen zur Vorreiterkommune im Landkreis / Vertragsabschluss über 20 Jahre Laufzeit / Beginn der Wärmelieferung für Sommer 2027 geplant
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Vertragsunterzeichnung im Rathaus (v.l.n.r.): Hans-Peter Birkenmaier (Hausverwaltung Birkenmaier), Viviane Rein (Pflegeinsel), Marcel Musolf (Landrat), Rainer Haußmann (Bürgermeister), Daniel Dietrich (EnBW), Daniel Klöpf (EnBW), Kai Weissinger (Hausverwaltung Weissinger) (Quelle: Gemeinde Dettingen unter Teck).

Karlsruhe. Die Gemeinde Dettingen unter Teck und die EnBW Contracting GmbH setzen gemeinsam ein umfassendes Ausbau- und Modernisierungsprojekt für die lokale Wärmeversorgung um. Knapp fünf Millionen Euro werden in eine neue, klimafreundliche Infrastruktur investiert, davon rund eine Million Euro aus Förderprogrammen. Ziel ist es, die bestehende Versorgung zu erneuern, das angeschlossene Wärmeversorgungsgebiet deutlich zu erweitern und die Wärmebereitstellung langfristig auf erneuerbare Energien auszurichten. Künftig sollen mehr als zehn Prozent der Bevölkerung klimaschonend erzeugte Wärme beziehen.

Mehr erneuerbare Energien – spürbare CO₂-Verringerung

Die neue Wärmeversorgung erreicht nach der umfassenden Sanierung einen Anteil von rund 92 Prozent erneuerbarer Energien. Innerhalb der Vertragslaufzeit wird sich dieser Anteil auf 100 Prozent erhöhen. Gleichzeitig reduziert sich der CO₂-Ausstoß der verbundenen Gebäude mit 742 Tonnen CO₂-Emissionen um etwa 82 Prozent jährlich. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur lokalen Klimastrategie und zur Umsetzung bundesweiter Vorgaben für klimafreundliche Wärmenetze. Besonders hervorzuheben ist, dass die erneuerbare Wärme aus regionalen Holzhackschnitzeln bereitgestellt werden kann. Dadurch können künftig selbst Bestandsgebäude mit höherem Temperaturbedarf zuverlässig und ohne größere energetische Sanierungen über das erweiterte Nahwärmenetz versorgt werden. Die Contracting-Vereinbarung beschränkt sich nicht auf die Wärmeversorgung, sondern beinhaltet auch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.

„Für Kommunen ist entscheidend, Lösungen zu finden, die effizient, wirtschaftlich tragfähig und langfristig betreibbar sind. Dieses Projekt überzeugt genau hier – mit einem hohen erneuerbaren Anteil und klaren Effizienzgewinnen“, sagt Daniel Klöpf, Projektentwickler der EnBW Einheit Contracting.

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Die erneuerbare Energie für das Dettinger Wärmenetz stammt aus lokalen Biomasse-Heizanlagen (Quelle: Gemeinde Dettingen unter Teck).
Ausbau und Modernisierung des Netzes

Mit rund 1.000 Metern neuer Nahwärmeleitung verbindet die EnBW künftig zentrale Dettinger Einrichtungen – darunter Sporthalle und Teckschule, das Hallenbad „aquaFit“, die Pflegeeinrichtung „Pflegeinsel“ sowie das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) des Landkreises Esslingen. Außerdem werden mehrere Wohnquartiere im Bereich der Limburgstraße an das Wärmenetz angeschlossen. Auch die spätere Anbindung des Neubaugebiets Guckenrain-Ost ist vorgesehen. Planung, Bau, Betrieb und Wartung übernimmt die EnBW – die Gemeinde wird damit deutlich entlastet und ein zuverlässiger, effizienter Wärmebetrieb langfristig gesichert.

Landrat Marcel Musolf freut sich über die Vertragserneuerung: „Der Landkreis Esslingen beteiligt sich an einem vorbildlichen Projekt der Gemeinde Dettingen in Sachen effizienter und klimafreundlicher Wärmeversorgung. Aus einer Vision Anfang der 2000er Jahre wird mit der Vertragserneuerung eine erfolgreiche Zusammenarbeit von dann fast einem halben Jahrhundert fortgeführt. Solche Projekte zeigen, wie die Wärmewende im Schulterschluss funktionieren kann.“

Relevanz über den Projektstandort hinaus

Bürgermeister Rainer Haußmann betont den gesellschaftlichen Nutzen: „Viele öffentliche Einrichtungen, Vereine und Haushalte hängen an dieser Infrastruktur. Mit der Modernisierung schaffen wir Verlässlichkeit und können unsere Klimaziele konkret umsetzen, ohne die Gemeinde personell oder finanziell zu überfordern.“

Das Projekt ermöglicht die klimaschonende Wärmeversorgung von Bestands- und Neubauten sowie Erschließungsgebieten. Dettingen unter Teck steht damit exemplarisch für Kommunen, die vor der Aufgabe stehen, bestehende Wärmesysteme zu modernisieren und zugleich erneuerbare Energien auszubauen. Das Vorhaben zeigt, wie kommunale Wärmeplanung praktikabel funktionieren kann.

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Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Mit rund 30.000 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040. Unsere Energie Bewegt Was

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