Sonnenenergie für die Region: Feierliche Einweihung des Solarparks Görlsdorf
Karlsruhe / Vierlinden - Der neue Solarpark Görlsdorf in Vierlinden im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg ist erfolgreich ans Netz gegangen und versorgt ab sofort tausende Haushalte in der Region mit klimafreundlichem Strom. Eingeweiht wird er am heutigen Mittwoch, 27. Mai 2026.
Brandenburgs Energieministerin Martina Klement erklärt dazu: „Von Projekten wie dem neuen Solarpark Görlsdorf profitiert das Land Brandenburg gleich in mehrfacher Hinsicht: der Ausbau der Solarenergie wird im Einklang mit den Zielen unserer Energiestrategie 2040 und des Klimaplans Brandenburg weiter vorangetrieben. Ich freue mich sehr über die Inbetriebnahme des Solarparks Görlsdorf und würde gerne mehr von solchen Vorhaben sehen.“
Mit einer Leistung von 87 Megawatt plus einem Batteriespeicher mit 14 MWh markiert das Projekt einen Meilenstein für Unternehmen und Gemeinde. Auf einer Fläche von 92 Hektar entsteht hier jährlich genug Energie, um rund 33.500 Haushalte CO₂-frei zu versorgen – und das dauerhaft. Der Batteriespeicher sorgt für eine Anpassung der solaren Stromproduktion an die Verbrauchsspitzen in den Morgen- und Abendstunden.
„Es ist jedes Mal ein besonderer Moment, wenn ein Projekt nach mehreren Jahren Entwicklungszeit und Bauphase ans Netz geht“, sagt Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung PV bei EnBW. „Der Solarpark Görlsdorf zeigt, wie Energiewende ganz konkret gelingt – im Zusammenspiel von Kommune, Flächeneigentümern, Bürgerinnen und Bürgern und unseren Expertenteams.“
Ein Teil der Anlage wurde mit sogenannten Modultrackern ausgestattet, die es ermöglichen, die Solarmodule über den Tagesverlauf hinweg von Ost nach West zu neigen und somit dem Sonnengang über den Tag hinweg zu folgen. In den Zwischenbereichen sollen zukünftig mit wissenschaftlicher Begleitung die Nutzungsmöglichkeiten von Agri-PV untersucht werden, also Solaranlagen, die Landwirtschaft und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche miteinander kombinieren. Zudem schafft ein breiter, über die gesamte Fläche angelegter Wildkorridor und angrenzende Heckenpflanzungen neue Lebensräume für zahlreiche Tierarten. „Die Integration eines Speichers und von Modultrackern sind zudem netzdienlich und damit wichtige Komponenten bei zukunftsorientierten Erneuerbaren-Energie-Projekten. Die Kommune vor Ort profitiert über den Solareuro und durch die gleichzeitige Erprobung der landwirtschaftlichen Nutzung wird eine Reduktion von Flächenkonkurrenzen erwirkt“, betonte die brandenburgische Energieministerin Klement.
Als einer der Flächeneigentümer hebt Henrik Wendorff, Geschäftsführer der AGW Agrarwirtschaftsgesellschaft Worin, zudem die Bedeutung von Solaranlagen für Landwirte hervor: „Der Solarpark Görlsdorf ist das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit von einer Idee über die Planung bis hin zur Realisierung. Die Suche nach Kompromissen und gleichzeitig Lösungen prägten das Zusammenwirken von Eigentümern, Landwirten, der Gemeinde Vierlinden und dem Investor. Dafür gilt heute mein Dank.“
Auch die Gemeinde Vierlinden steht hinter dem Projekt. Bürgermeister Constantin Schütze betont: “Mit dem Solarpark schaffen wir Wertschöpfung vor Ort und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Energiewende. Das Projekt zeigt, welches Potenzial auch im ländlichen Raum steckt.“
Der Bau verlief planmäßig – trotz teils herausfordernder Witterung und umfassender Kampfmittelräumung. Seit dem Spatenstich im September 2024 arbeitete ein interdisziplinäres Team aus Ingenieur/innen, Landschaftsplaner/innen und lokalen Dienstleistern daran, das Projekt in kurzer Zeit zu realisieren. Mit der Inbetriebnahme spart die Anlage jedes Jahr rund 67.000 Tonnen CO₂ ein.
Der Solarpark Görlsdorf ist Teil der Ausbauoffensive der EnBW für erneuerbare Energien. EnBW hatte zum Ende des Jahres 2025 rund 1,6 Gigawatt (GW) installierte Photovoltaik Leistung in eigenem oder von der EnBW betriebenem Portfolio.
„Deutschland braucht entschlossenen Ausbau von Erneuerbaren, Batteriespeichern und Stromnetzen, wenn wir klimaneutral und unabhängiger werden wollen. Projekte wie hier in Görlsdorf zeigen, dass Fortschritt und Verantwortung Hand in Hand gehen können“, so Thorsten Jörß weiter.
Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Mit rund 31.500 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBWWachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040.