EnBW liefert grünen Offshore-Windstrom an Google Deutschland
Karlsruhe. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und Google haben in einem langfristigen Stromabnahmevertrag (PPA) vereinbart, dass die EnBW Google über einen Zeitraum von 15 Jahren mit 100 Megawatt sauberem Strom aus dem Offshore-Windpark He Dreiht beliefern wird.
Google beabsichtigt seine weltweiten Standorte bis 2030 rund um die Uhr mit CO₂-freier Energie zu betreiben. Konkret bedeutet dies, dass jede Stunde des Energieverbrauchs des Unternehmens durch die gleiche Menge CO₂-freier Energie aus demselben Netz ausgeglichen wird. Durch die Lieferung von Grünstrom aus dem Offshore-Windportfolio unterstützt die EnBW Google unmittelbar bei der Umsetzung des Ziels, rund um die Uhr CO₂-freie Energie zu nutzen, und stärkt gleichzeitig die eigene Position als Anbieter von maßgeschneiderten, langfristigen Energielösungen.
Peter Heydecker, EnBW-Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur, betont: „Diese Vereinbarung mit Google ist ein starkes Signal für den Umbau des Energiemarktes. Wir sind stolz darauf, eines der weltweit führenden Technologieunternehmen auf seinem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen. Mit dem maßgeschneiderten PPA leistet die EnBW einen unmittelbaren Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie und der Digitalbranche.“ Heydecker ergänzt: „Mit He Dreiht und dem PPA mit Google beweisen wir, dass der Bezug großer Mengen sauberer Energie bereits heute möglich ist. Gemeinsam leisten wir einen wichtigen Beitrag für Innovationen sowie die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien – zuverlässig und rund um die Uhr.“
Google betreibt weltweit Rechenzentren, die Menschen und Unternehmen nutzen und die die Grundlage für die KI-Lösungen und digitalen Dienste des Unternehmens bilden. Eine zuverlässige, leistungsstarke und saubere Stromversorgung ist unerlässlich, um den Betrieb der digitalen Infrastruktur zu gewährleisten und das kontinuierliche Wachstum bei datengetriebenen Technologien wie künstlicher Intelligenz zu unterstützen.
„Um die für KI erforderliche Infrastruktur zu ermöglichen, sind direkte Investitionen in die zugrunde liegenden Energiesysteme unerlässlich“, so Adam Elman, Director of Sustainability EMEA bei Google. „Durch den Vertrag mit der EnBW über neue Windstromlieferungen stärken wir die Versorgung unserer deutschen Standorte mit sauberer Energie und treiben gleichzeitig den Übergang zu einer nachhaltigeren Stromversorgung voran.“
Der Offshore-Windpark He Dreiht, der derzeit in der deutschen Nordsee gebaut wird, ist eines der größten Offshore-Windprojekte in Europa. Mit einer installierten Leistung von 960 Megawatt wird er einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung Deutschlands mit erneuerbaren Energien leisten. Der Großteil des von He Dreiht erzeugten Stroms ist bereits über langfristige Stromabnahmeverträge abgesichert. Über die verbleibenden Strommengen führt die EnBW Gespräche mit weiteren potenziellen Abnehmern.
PPAs bieten Industrie- und Gewerbekunden langfristige Preisstabilität und Planungssicherheit und ermöglichen ihnen gleichzeitig, aktiv zum Umbau des Energiesystems beizutragen. Insbesondere für den Technologiesektor, in dem der Energiebedarf aufgrund von Digitalisierung und KI-Anwendungen stetig steigt, sind langfristige grüne Stromverträge ein wichtiges Instrument zur Erreichung ambitionierter Klimaziele.
Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Mit rund 30.000 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040. Unsere Energie Bewegt Was