EnBW und Gemeinde Westerheim planen gemeinsam neuen Windpark
Karlsruhe / Westerheim – Die EnBW Windkraftprojekte GmbH kommt mit dem Projekt Hahnenberg im Regionalverband Donau-Iller einen wichtigen Schritt voran. Auf dem Gebiet westlich von Westerheim, nahe der Grenze zum ebenfalls von der EnBW geplanten Windpark Römerstein, hat die EnBW bei der Flächensicherung gegen zwei Mitbewerber bestanden. So konnten alle notwendigen privaten und gemeindeeigenen Standorte für einen weiteren Windpark gesichert und entsprechende Pachtverträge abgeschlossen werden.
Die Gemeinde Westerheim hat sich inzwischen für die Teilnahme an diesem sogenannten Poolmodell entschieden und damit die Einbindung einer vierten Windenergieanlage auf Gemeindeflächen ermöglicht. So sind ca. 80 Prozent private Flächen und 20 Prozent Gemeindeflächen für den Windpark vereint. Beim Poolmodell werden die Flächen für ein Windenergieprojekt nicht von einzelnen Eigentümerinnen und Eigentümern separat, sondern alle Flächen, die innerhalb des Vorranggebietes des Regionalverbandes liegen, gemeinsam gesichert und entwickelt. Dadurch lassen sich die Grundstücke im Projektgebiet bündeln. Damit ist eine effizientere Planung, gerechtere Verteilung der Pachteinnahmen und einheitliche Abstimmung mit allen Beteiligten möglich.
„Mit der Entscheidung der Gemeinde Westerheim schaffen wir eine Win Win Situation für alle Projektbeteiligten und die Windenergie in Baden Württemberg. Wir freuen uns auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit“, sagt Falco Engelfried aus dem Bereich Projektentwicklung Windenergie der EnBW.
„Durch die Beteiligung der Gemeinde am Poolmodell profitiert Westerheim zusätzlich von langfristigen Pachterträgen, die sich positiv auf die kommunalen Finanzen auswirken“, erklärt Bürgermeister Hartmut Walz. „So trägt das Projekt nicht nur zur Energiewende bei, sondern auch zur wirtschaftlichen Stabilität unserer Gemeinde.“
Bereits durchgeführte Windmessungen in unmittelbarer Nähe des geplanten Gebiets prognostizieren sehr gute Ertragsaussichten – auch im Vergleich zu durchschnittlichen Windverhältnissen in Baden Württemberg. Das Projekt ist somit ein wichtiger Baustein für die regionale Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien.
Die EnBW plant, nach Erhalt der Genehmigung Möglichkeiten zur finanziellen Beteiligung am Windpark anzubieten. Dafür kommen verschiedene Modelle in Betracht, die eine Teilhabe am Projekt ermöglichen. Das können eine direkte unternehmerische Beteiligung am Windpark, vergünstigte Stromtarife im Rahmen eines Bürgerstrommodells oder ein qualifiziertes Nachrangdarlehen für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde sein. Die konkrete Ausgestaltung wird in Abstimmung mit der Gemeinde Westerheim entwickelt und an die lokalen Gegebenheiten angepasst. Ziel ist es, dass das Projekt nicht nur zur nachhaltigen Energieversorgung beiträgt, sondern auch der Bürgerschaft in Westerheim zugutekommt. Über die endgültigen Beteiligungsoptionen wird die EnBW rechtzeitig informieren.
Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Mit rund 31.500 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040.