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| Pressemitteilung

EnBW und EWE stellen Konzept für flexible Netzanschlüsse als Alternative zum Redispatchvorbehalt vor

Modell berücksichtigt sowohl Interessen von Netzbetreibern als auch von Erzeugern und schafft bessere Planbarkeit für EE-Investoren
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Karlsruhe/Oldenburg. Die Energieunternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG und EWE AG haben ein gemeinsames Konzept für flexible Netzanschlussverträge erarbeitet. Ziel ist es, den Ausbau der Erneuerbaren Energien trotz begrenzter Netzkapazitäten fortzuführen und gleichzeitig die Netzstabilität zu sichern.

Flexible Netzanschlussverträge als temporäre Lösung bei überlasteten Betriebsmitteln

Mit den sogenannten Flexible Connection Agreements (FCA) schlagen EnBW und EWE eine standardisierte, flexible Lösung für Einspeiser vor, die insbesondere bei überlasteten Betriebsmitteln als temporäre Maßnahme dienen soll. Bislang werden solche Verträge kaum genutzt. Das neue Modell soll sowohl die Interessen von Netzbetreibern als auch von Erzeugern berücksichtigen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben. Hintergrund ist die laufende Diskussion um das von der Bundesregierung geplante Netzanschlusspaket, das Maßnahmen für mehr Steuerung und Transparenz bei Netzanschlüssen vorsieht.

Redispatchvorbehalt könnte den Ausbau Erneuerbarer Energien ausbremsen

EnBW und EWE begrüßen grundsätzlich die Synchronisierung von Netzausbau und Erneuerbaren-Ausbau, bewerten jedoch den im Paket enthaltenen Redispatchvorbehalt kritisch. Dieser sieht vor, dass Netzbetreiber bei Engpässen den Anschluss von Erneuerbare-Energien-Anlagen einschränken können und Anlagenbetreiber zeitweise auf finanzielle Ausgleiche bei Abregelungen verzichten müssen. Aus Sicht beider Unternehmen würde diese Regelung den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausbremsen. „Mit unserem Vorschlag für flexible Netzanschlussverträge schaffen wir eine ausgewogene Lösung, die sowohl den Ausbau der Erneuerbaren Energien als auch die Anforderungen an eine sichere Netzinfrastruktur berücksichtigt“, betont Georg Stamatelopoulos, Vorstandsvorsitzender der EnBW.

Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, ergänzt: „Wir müssen Netze und Erneuerbare als Einheit denken und innovative Lösungen schaffen. Unser gemeinsames FCA-Konzept bietet einen pragmatischen Weg, um bestehende Engpässe zu überwinden und gleichzeitig Investitionssicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten.“

EnBW und EWE möchten die Debatte versachlichen

Das gemeinsame Konzept sieht unter anderem vor, auf die Ausweisung kapazitätslimitierter Netzgebiete zu verzichten und stattdessen Transparenz über limitierte Netzbetriebsmittel zu schaffen. Zudem soll der Anschlussvorrang für Erneuerbare-Energien-Anlagen erhalten bleiben. Ein vollumfänglicher Entfall von Redispatch-Entschädigungen ist nicht vorgesehen, jedoch sollen Stromkunden durch eine Senkung der Systemkosten entlastet werden. Um günstige Finanzierungskonditionen zu erhalten, sind EE-Projekte in besonderem Maße darauf angewiesen, dass Kosten und Risiken ex-ante bekannt sind. Die Einführung eines Anspruchs auf Abschluss eines standardisierten FCA ist nur für Neuanschlüsse geplant.EnBW und EWE wollen mit ihrem Vorschlag die Debatte um Netzanschlüsse versachlichen und einen konstruktiven Beitrag zur anstehenden Gesetzgebung leisten.

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Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Mit rund 31.500 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin sollen rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040. Unsere Energie Bewegt Was

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Silke Walter
Leiterin Konzernkommunikation
Konzernpressesprecherin
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