Das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen, erfordert den grundlegenden Umbau unseres Energiesystems. Als eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa leisten wir einen Beitrag zur sicheren Energieversorgung und Transformation des Energiesystems durch Maßnahmen wie den Ausbau erneuerbarer Energien, den Betrieb von Netzinfrastruktur und innovative Energielösungen für Millionen Kund*innen. Mit einer auf emissionsfreie Technologien ausgerichteten Strategie verfolgt die EnBW das Ziel von Netto-Null-Emissionen in allen Geschäftsbereichen innerhalb weniger Jahrzehnte. Details zum Transformationspfad sind hier beschrieben.
Im Jahr 2024 waren wir für knapp 40 Megatonnen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das entspricht rund sechs Prozent der Gesamtemissionen Deutschlands. Der Großteil fällt dabei nicht in unserem eigenen Geschäftsbetrieb, sondern in unserer vor- und nachgelagerten Lieferkette an – insbesondere bei der Gasbeschaffung und -verbrennung bei unseren Endkund*innen.
Die Klimaschutzziele der EnBW orientieren sich an den Zielen des Pariser Klimaabkommens. Die Zwischenziele wurden von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert. Die Net-Zero-Ziele wurden im Moody's Net Zero Assessment bewertet. Die den Bewertungen zugrunde liegenden Kriterien und Ergebnisse sind in den jeweiligen Prüfberichten dargestellt.
Mit der strategischen Entwicklung unseres Erzeugungsportfolios weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien stellen wir die Weichen bei der EnBW auf Net Zero. Von 2018 bis 2024 haben wir unseren CO₂-Ausstoß (exkl. Lieferkette) bereits um rund die Hälfte verringert. Details zu unseren Zielen, Zwischenzielen, Maßnahmen, Annahmen sowie Informationen zur Fortschrittsmessung und externen Prüfung sind hier abrufbar.
Wir verringern die CO₂-Intensität unserer Strom- und Wärmeerzeugung durch den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien. Ihren Anteil an unserer Erzeugungskapazität haben wir in den zehn Jahren von 2014 bis 2024 mehr als verdreifacht: von rund 19 auf über 58 Prozent. Außerdem sorgen wir dafür, dass unsere Redispatch-Emissionen sinken, indem wir unsere Netze modernisieren und flexible Leistungsreserven entwickeln, die eine fortschreitenede Erhöhung des Anteils erneuerbarer Erzeugung im Energiesystem ermöglichen. Dazu gehören zum Beispiel Speicher und für eine spätere Umstellung auf Wasserstoff vorgesehene Gaskraftwerke.
Wir planen, den kommerziellen Betrieb der Kohlekraftwerke spätestens bis 2028 zu beenden. Mehr zum geplanten Kohleausstieg. Details zu unseren Zielen, Zwischenzielen, Maßnahmen, Annahmen sowie Informationen zur Fortschrittsmessung und externen Prüfung sind hier abrufbar. Dies setzt entsprechende Rahmenbedingungen und insbesondere das Erreichen der politischen Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Gas- und Netzinfrastruktur in Deutschland voraus.
Im Zuge des Kohleausstiegs stellen wir unsere Kohlekraftwerke in Heilbronn, Altbach/Deizisau und Stuttgart‑Münster zunächst auf Erdgas um. Im Vergleich zur bisherigen Kohleverstromung verringern wir ihren CO₂‑Ausstoß damit um bis zu 60 Prozent und sichern gleichzeitig die Strom- und Fernwärmeversorgung sowie Arbeitsplätze. Parallel erweitern wir unser Angebot um Lösungen mit geringeren Treibhausgasemissionen als Erdgas – etwa Wärmelösungen auf Basis erneuerbarer Energien – und beteiligen uns am Aufbau der deutschen Wasserstoffinfrastruktur.
Voraussichtlich Mitte der 2030er Jahre wollen wir unsere Gaskraftwerke auf Gase mit deutlich geringeren Lebenszyklus‑Emissionen umstellen, zum Beispiel Biogas und Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien erzeugt wird.
Zur Reduktion unserer Scope-2-Emissionen werden wir unseren von extern bezogenen Strom auf Ökostrom aus 100% erneuerbaren Energien umstellen. Diesen Strom benötigen wir insbesondere zum Ausgleich der physikalisch bedingten Übertragungsverluste in unseren Netzen.
Grundsätzlich gilt bei der EnBW das Prinzip ‚Reduktion vor Kompensation‘ – wir verringern unsere Emissionen also so weit wie möglich, bevor wir verbleibende Emissionen ausgleichen. Ab 2035 wollen wir den CO₂-Fußabdruck unseres Unternehmens (exklusive Lieferkette) erstmals durch Klimaschutzprojekte ergänzend ausgleichen, die nach hohen Standards wie dem Gold Standard zertifiziert sind.
Ab 2040 planen wir, die verbleibenden Restemissionen überwiegend durch technische und natürliche Maßnahmen auszugleichen – etwa CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS), Aufforstung oder Moor-Wiedervernässung. Im Jahr 2050 wollen wir diesen Ansatz auch auf unsere Lieferkette ausweiten und damit unser langfristiges Netto-Null-Ziel für alle Emissionsscopes verfolgen, wie in unserem Climate Transition Plan beschrieben.
Im Detail: unser Climate Transition Plan
Klimaschutz im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens: Der Climate Transition Plan der EnBW zeigt anhand konkreter Kennzahlen und Abläufe im Detail auf, wie wir unser Geschäftsmodell bis spätestens 2050 vollständig dekarbonisieren wollen.