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1562144458000 | Pressemitteilung

Attraktiver Lebensraum für Amphibien

Im Osterburker Stadtwald fühlen sich Molche und Frösche bald wieder wohl
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Bürgermeister Jürgen Galm, Revierleiter Dietmar Heid, Forstbetriebsleiter Martin Hochstein, Annalena Schotthöfer von der LUBW und EnBW-Kommunalberater Bernhard Ries freuen sich über die Kammmolchfunde am reaktivierten Laichgewässer. (Foto: EnBW, Ricardo Plagemann)

Osterburken. Die Kleingewässer in den Walddistrikten Klosterwald und Rechberg im Osterburker Stadtwald sind die Heimstätten von ganz besonderen Bewohnern – so besonders, dass sie streng geschützt sind. Die Rede ist von bedrohten Amphibien. Insbesondere Spring- und Laubfrosch sowie der Kammmolch sind hier zuhause. Damit sie sich hier auch in Zukunft wohlfühlen beziehungsweise zurückkehren, muss deren Lebensraum gepflegt werden. Finanzielle Unterstützung für die dafür notwendigen Maßnahmen bietet das EnBW-Förderprogramm „Impulse für die Vielfalt“. Vertreter der Kommune, der Forstbehörde, der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg und der EnBW machten sich nun vor Ort ein Bild von den Weihern und Dolinen.

Zum Teil stark zugewachsen und verlandet, drohten die Gewässer ihre Funktion als Amphibienlaichgewässer zu verlieren. Die verschattenden Gehölze wurden zum Teil bereits in den Jahren zuvor ausgelichtet, damit wieder ausreichend Sonnenlicht zu den Wasserflächen durchdringt. So zeigt sich heute ein ganz anderes Bild, nachdem im vergangenen Herbst zusätzlich etliche Kubikmeter Schlamm ausgebaggert worden sind. „Die Maßnahme war dringend notwendig zur Erhaltung des Lebensraumes der hier lebenden Populationen“, erklärt Revierförster Dietmar Heid. Auch dort, wo zuletzt gar kein Amphibienbestand mehr vorhanden war, werden die Tiere bald schon zurückgekehrt sein, ist sich Forstbetriebsleiter Martin Hochstein sicher. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit stimmt ihn zuversichtlich: „Im Walddistrikt Eichwald hatten wir vor fünf Jahren einen Weiher völlig neu angelegt. In kürzester Zeit war dieser von Grasfrosch, Erdkröte und verschiedenen Molcharten besiedelt.“ Voraussetzung dafür seien andere Laichgewässer in erreichbarer Entfernung – wie es im Stadtwald der Fall ist. Fünf Kleingewässer bilden hier einen Biotopverbund.

„Eine intakte Natur sorgt für ein lebenswertes Umfeld und trägt wesentlich zur Steigerung des Erholungswertes in unserer Kommune bei“, ergänzt Bürgermeister Jürgen Galm und dankt der EnBW für die Unterstützung.

Seit 2011 unterstützt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit ihrem Förderprogramm, das der Energieversorger gemeinsam mit der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg ins Leben gerufen hat, verschiedene Amphibien- und Reptilienschutzprojekte im Land. Im Rahmen der Landesinitiative „Aktiv für die Biologische Vielfalt“ ist das Förderprogramm bislang sowohl in Baden-Württemberg als auch bundesweit das erste Schutzprogramm, das von einem Unternehmen ins Leben gerufen wurde und landesweit Artenschutzmaßnahmen für zwei Artengruppen fördert. „In den vergangenen acht Jahren konnten so 110 Amphibien- und Reptilienschutzprojekte in ganz Baden-Württemberg erfolgreich umgesetzt werden – das bedeutet konkrete Hilfe vor Ort für gefährdete Frösche, Unken, Schlangen und Co., die dringend notwendig ist. Denn der Rückgang der Amphibien und Reptilien ist dramatisch. Trotz umfangreicher Schutzbemühungen stehen 12 von 19 Amphibienarten und 8 von 11 im Land vorkommende Reptilienarten auf der Roten Liste Baden-Württembergs“, erklärt Annalena Schotthöfer von der LUBW. „Das EnBW-Förderprogramm zeigt eindrücklich, wie durch das gemeinsame Engagement verschiedenster Partner attraktive Lebensräume geschaffen werden können, die einen nachhaltigen Beitrag zum Artenschutz liefern“, erklärt EnBW-Kommunalberater Bernhard Ries und ergänzt: „Der große Erfolg der durchgeführten Maßnahmen und Projekte spornt uns an weiterzumachen.“

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Bürgermeister Jürgen Galm, Revierleiter Dietmar Heid, Forstbetriebsleiter Martin Hochstein, Annalena Schotthöfer von der LUBW und EnBW-Kommunalberater Bernhard Ries freuen sich über die Kammmolchfunde am reaktivierten Laichgewässer. (Foto: EnBW, Ricardo Plagemann)
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