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„Eine neue Qualität der Partnerschaft“

Das Modell ‚EnBW vernetzt‘ bietet Kommunen im Land erstmals Beteiligung an der Netze BW an – Chance zur Mitgestaltung der Infrastruktur der Zukunft und auf Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg
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Karlsruhe. „Wir öffnen eines der Herzstücke des Konzerns für eine Beteiligung von Kommunen – damit streben wir eine neue Qualität der Partnerschaft an“, unterstrich EnBW-Vorstandschef Frank Mastiaux zum Start von „EnBW vernetzt“. Unter diesem Namen hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG erstmals ein Beteiligungsmodell für Städte und Gemeinden im Land gestartet: Die rund 550 berechtigten Kommunen können Anteile an der EnBW-Verteilnetztochter Netze BW GmbH erwerben. Das Modell bietet den Kommunen eine einfache und attraktive Möglichkeit, die Zukunft der Strom- und Gasnetze mitzugestalten und am stabilen wirtschaftlichen Erfolg der Netze BW teilzuhaben. Damit baut die EnBW ihre Rolle als Partner der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg weiter aus.

„In den vergangenen Jahren haben wir uns nicht nur konsequent der Energiewende verschrieben, sondern uns genauso konsequent um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden im Land bemüht“, so Frank Mastiaux weiter: „Mit unseren historischen Wurzeln in den Kommunen des Landes und als Unternehmen, das fast vollständig im öffentlichen Besitz ist, sehen wir uns dafür als prädestiniert. Nur gemeinsam können wir unseren Lebens- und Wirtschaftsraum mit moderner Infrastruktur zukunftsfähig und lebenswert gestalten.“

Dass mit „EnBW vernetzt“ eine Beteiligung an der Netze BW angeboten wird, ist kein Zufall: „Die Energiewende findet letztlich in den Verteilnetzen statt“, betonte Christoph Müller, Geschäftsführer der EnBW-Tochter: „Schon heute sind rund 162.000 Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an unser Netz angeschlossen, von der Solaranlage auf dem Reihenhaus bis zum Biogas-Blockheizkraftwerk. Und auch darüber hinaus ergeben sich in den Verteilnetzen die meisten Berührungspunkte mit den Kommunen und die meisten Herausforderungen, die wir am besten gemeinsam angehen.“

„Ein Maximum an Flexibilität“: So funktioniert das Beteiligungsmodell

Voraussetzung für die Teilnahme an „EnBW vernetzt“ ist, dass die Netze BW in einer Kommune zum 1. Juli 2019 Eigentümerin und Netzbetreiberin des örtlichen Strom- oder Gasnetzes ist. Ist dies der Fall, kann die Kommune in zwei Runden zum 1. Juli 2020 oder zum 1. Juli 2021 nach einem festgelegten Schlüssel Anteile an einer kommunalen Beteiligungsgesellschaft erwerben. Der Höchstbetrag hängt von der abgesetzten Energiemenge sowie von der Einwohnerzahl ab. In Summe können maximal 24,9 Prozent an der Netze BW von der Beteiligungsgesellschaft gehalten werden. Diese erhält eine jährliche, bis Ende 2024 festgeschriebene Ausgleichszahlung in Höhe von 3,6 Prozent bezogen auf den Ankaufspreis der erworbenen Anteile – eine stabile Rendite in reguliertem Umfeld. „Das Modell bietet den Städten und Gemeinden ein Maximum an Flexibilität“, hob Steffen Ringwald, Leiter Kommunale Beziehungen, hervor: „Jede Kommune kann alle fünf Jahre die Entscheidung treffen, ihre Beteiligung fortzusetzen, aufzustocken oder zu beenden.“

Beteiligte Kommunen sprechen mit

Vorgesehen ist, dass ein kommunaler Vertreter einer der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft wird; außerdem schlägt die kommunale Gesellschaft zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der Netze BW vor. Zusätzlich wird ein Gremium aus allen kommunalen Anteilseignern über Angelegenheiten von überregionaler Bedeutung diskutieren und die Netze BW beraten. So sollen sich zum Beispiel regional unterschiedliche Bedürfnisse, aber auch Gemeinsamkeiten und übergreifende Trends leichter identifizieren, aufgreifen und koordinieren lassen.

„Für uns wird der Dialog mit den beteiligten Kommunen wertvolle Impulse bringen“, erklärte Christoph Müller. Die Zusammenarbeit in der Beteiligungsgesellschaft stärke darüber hinaus das Verständnis zwischen unterschiedlich strukturierten Kommunen, zwischen Stadt und Land und verschiedenen geografischen Regionen, ergänzte Steffen Ringwald: „Die Städte und Gemeinden gestalten die Infrastruktur der Zukunft aktiv mit.“

Beratungen vor Ort stehen an

In diesen Tagen erhalten alle berechtigten Kommunen ausführliche Informationsunterlagen. Die Kommunalberater der EnBW werden das Modell außerdem auf Wunsch vor Ort im Detail vorstellen und Fragen beantworten. „Wir sind überzeugt, dass unser Angebot beiden Seiten viele Vorteile bringt und deshalb auf Interesse bei Bürgermeistern und Gemeinderäten stoßen wird“, so Steffen Ringwald.

Info: Über die Netze BW

Als größtes Netzunternehmen für Strom, Gas und Wasser in Baden-Württemberg steht die Netze BW GmbH für eine sichere, zuverlässige, effiziente und kostengünstige Versorgung sowie kundennahen Netzservice. Unter anderem betreibt die Netze BW ein fast 100.000 Kilometer langes Stromnetz in der Hoch-, Mittel- und Niederspannung und baut es kontinuierlich aus. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Netzanbindung von erneuerbaren Energien. Hinzu kommt eine umfangreiche Palette an Produkten und Dienstleistungen rund um die Netze.

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Hans-Jörg Groscurth
Konzernpressesprecher
Stellv. Leiter Unternehmens- und Ressortkommunikation
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