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1545063762000 | Pressemitteilung

Auch in Tuningen lässt sich jetzt Strom „tanken“

Gemeinde schließt mit EnBW-Ladesäule große Lücke in der Region
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Bei der Inbetriebnahme v.l.n.r.: Karsten Lüdke, Thomas Sauter (beide EnBW), Kämmerer Thomas Berninger, Bürgermeister Jürgen Roth (Quelle: SchwaBo/Stefanie Böhm)

Tuningen. Das Netz öffentlicher Stromtankstellen in der Region wird etwas dichter. Am Montagvormittag nahm Bürgermeister Jürgen Roth eine Ladesäule der EnBW beim Lebenshaus „Ochsen“ symbolisch in Betrieb. Sie trägt zur Schließung einer großen Lücke zwischen Tuttlingen und Villingen-Schwennigen bei.

Auf den beiden reservierten Parkplätzen vor dem Bürgerzentrum mit der Navi-Adresse „Auf dem Platz 16“ stehen Fahrern von Elektroautos jetzt je zwei Wechselstrom-Anschlüsse vom Typ 2 mit bis zu 22 Kilowatt (kW) Leistung zur Verfügung. Ältere Fahrzeuge oder auch Zweiräder lassen sich an beiden Standorten zudem an zwei Schuco-Steckern mit je 3,7 kW aufladen. „Bei den neueren E-Mobilen reicht eine halbe Stunde Laden schon für gut 50 Kilometer Reichweite“, erläuterte dazu Karsten Lüdke von der EnBW, die die Station geliefert hat. Der Zugang ist auch Dritten möglich und erfolgt mithilfe handelsüblicher RFID-Karten oder der „mobility+ App“ des Energieversorgers auf dem Smart-Phone. Die App weise außerdem den Weg zur nächsten freien Elektro-Zapfsäule und biete Nutzern von Verbrennungsfahrzeugen eine Simulation, ob die Nutzung eines E-Mobils sinnvoll wäre.

„Wenn die Elektromobilität richtig in Fahrt kommen soll, brauchen wir ein flächendeckendes Netz leistungsfähiger Ladesäulen“ ist Jürgen Roth überzeugt. „In unserer Region haben wir aktuell noch viel Luft nach oben“. Ganz bewusst sehe sich die Gemeinde Tuningen deshalb als innovativer Vorreiter. “Entlang der B 523 zwischen Tuttlingen und Villingen-Schwenningen tragen wir zum Lückenschluss auf dem Gebiet des Schwarzwald-Baar-Kreises bei“. Der Gemeinderat hatte im Herbst 2017 für die Investition grünes Licht gegeben und den Vergabebeschluss gefasst. Auf Anraten von Karsten Lüdke waren beantragte die Verwaltung danach zunächst Fördermittel der Bundesregierung, die schließlich bewilligt wurden.

„Nach gründlicher Abwägung haben wir uns bewusst für das Lebenshaus als Standort entschieden“, so der Bürgermeister. Die Zeit während des Tankvorgangs ließe sich so für eine Reihe von Einkäufen oder Erledigungen nutzen. Aber auch der Besuch einer Veranstaltung im ‚Ochsen‘ oder eine kleine Einkehr böten sich an. Bis zum Jahresende bleibt das Laden kostenfrei, im Anschluss wirbt die EnBW mit maximal einem Euro pro Tankvorgang als Einführungsangebot für ihre App. Möglichst bald soll die reine Ladezeit mit einem verbrauchsabhängigen Tarif abgerechnet werden

Info/Hintergrund

In der Region ist das Netz an Ladestationen noch sehr weitmaschig geknüpft. Tuningen trägt zur Schließung einer riesigen Lücke auf der B 523 zwischen Tuttlingen und VS bei. Ansonsten bietet die EnBW an der A 81 auf beiden Seiten der Raststätten Hegau sowie Neckarburg relativ rasch erreichbare Lademöglichkeiten. Weitere öffentlich zugängliche Ladesäulen gibt es in Trossingen und Gunningen. Für Teslafahrer steht in Tuningen noch eine private 13,5 kW-Säule zur Verfügung.

Öffentliche Ladestationen, die mit handelsüblichen Karten bzw. Apps zugänglich sind, lassen sich z.B. hier auffinden:

https://zuhause.enbw.com/elektromobilitaet/produkte/mobilityplus-app/ladestation-finden

Auch die Bundesnetzagentur bietet eine Webseite dazu an und veröffentlicht bewusst nur die Ladepunkte, die den Anforderungen der Ladesäulenverordnung genügen:

www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/HandelundVertrieb/Ladesaeulenkarte/Ladesaeulenkarte_node.html

Vermutlich am umfassendsten (Infos aus dem Schwarm / der „Crowd“, die auch private, aber grundsätzlich zugängliche Säulen beinhalten): www.goingelectric.de/stromtankstellen/

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