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EnBW nimmt die nächsten zwei XXL-Solarparks in Betrieb

Brandenburgische Solarparks „Alttrebbin“ und „Gottesgabe“ können rund 90.000 Haushalte mit regenerativer Energie versorgen / Schrittweise Inbetriebnahme bis Ende März
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Bild Solarpark Alttrebbin - Jährlich lassen sich rund 99.000 Tonnen CO2 durch den Solarparks Alttrebbin einsparen. (EnBW/Fotograf Paul Langrock)

Karlsruhe/Alttrebbin/Gottesgabe. Knapp ein Jahr ist es her, dass die EnBW die bisher größte Solar-Freiflächenanlage Deutschlands, den Solarpark „Weesow-Willmersdorf“ in Brandenburg in Betrieb genommen hat. Nun nimmt sie bereits die nächsten beiden förderfreien XXL-Solarparks in „Alttrebbin“ und „Gottesgabe“ mit jeweils rund 150 Megawatt (MW) schrittweise in Betrieb. Zusammen bilden die drei Projekte ein rund 500 MW starkes Solarcluster östlich von Berlin und sind ein spürbarer Beitrag zur regenerativen Energieversorgung in Deutschland.

„Mit den beiden Solarparks verwirklichen wir auf einen Schlag einen Zubau von über fünf Prozent der Leistung aller im letzten Jahr realisierten Photovoltaik-Projekte in Deutschland“, erklärt Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik bei EnBW. „Freiflächenanlagen wie diese tragen wesentlich zu einem schnelleren Ausbau der Sonnenenergie bei. Und das ist angesichts der ambitionierten Ziele der Bundesregierung umso wichtiger. Denn die angekündigten Maßnahmen zur Beschleunigung des Erneuerbaren-Ausbaus, wie etwa schnellere Genehmigungsverfahren, werden nicht von heute auf morgen eine spürbare Wirkung entfalten können.“

Erstmals Einsatz von Batteriespeichern im Solarpark

Bei den Projekten „Alttrebbin“ und „Gottesgabe“ setzt die EnBW erstmals Batteriespeicher ein. Mit jeweils 3,9 Megawattstunden Kapazität sind sie auf tageslichtarme Wintertage ausgelegt, d.h. sie speichern die Sonnenenergie und decken dann in den Nachtstunden den Eigenbedarf der Umspannwerke und Wechselrichter. Somit erzeugen die Solarparks die für ihren Betrieb benötigte Energie vollständig selbst. In sonnenstarken Zeiten kann darüber hinaus durch den Speicher Solarenergie ins Stromnetz eingespeist und der Strom am Markt zur Verfügung gestellt werden. So leistet die Kombination aus Erneuerbaren-Anlagen und dezentralen Speichersystemen einen wertvollen Beitrag zur Energiewende und trägt dazu bei, Solarstrom stetiger verfügbar zu machen. „Wo immer sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar, planen wir solche Speichersysteme in unsere Solarparks ein“, so Jörß.

Rund 700.000 Solarmodule erzeugen Strom für 90.000 Haushalte

Bereits seit Mitte Februar fließen die ersten Kilowattstunden aus dem Solarpark „Gottesgabe“. In „Alttrebbin“ erfolgte die erste Einspeisung gestern. Bis Ende März sollen beide Solarparks vollständig in Betrieb sein und können umgerechnet jährlich etwa 90.000 Haushalte mit regenerativer Energie versorgen. Rund 700.000 sogenannte bifaziale Solarmodule hat die EnBW insgesamt montiert. Das bedeutet, dass die Rückseite der Solarmodule auch indirekte Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umwandelt.

Die Solarparks speisen die erzeugte Energie in das 110.000 Volt Hochspannungsnetz des Netzbetreibers e.dis bei Metzdorf ein. Dazu hat die EnBW rund acht Kilometer Hochspannungskabel bis zum Netzverknüpfungspunkt verlegt.

Lieferengpässe

Im März 2021 starteten die Bauarbeiten für beide Projekte. Geplant war eine Inbetriebnahme bis Ende 2021. Jedoch musste das Projektteam während der Bauzeit das Timing der einzelnen Gewerke auf der Baustelle anpassen. Der Grund: Als Folge der weltweiten Lieferschwierigkeiten, der Auswirkungen der Corona-Pandemie und dem Hochwasser in Europa kam es zu Verzögerungen. „Wir haben uns aber nicht mit der Situation abgefunden. Durch Umplanung einzelner Gewerke ist es uns gelungen, den Bau dennoch zügig voranzutreiben“, erklärt der für „Gottesgabe“ zuständige Projektleiter Jens Darocha.

Noch bis vor wenigen Tagen verlegten rund 100 Personen starke Teams in beiden Solarparks unter Hochdruck die letzten Module. „Das Team musste mehrfach kreativ handeln. Deswegen sind wir mehr als zufrieden, beide Solarparks in rund einem Jahr Bauzeit ans Netz zu bringen“, fasst Philipp Herrmann, Projektleiter von „Alttrebbin“ zusammen. „Nicht zuletzt verdanken wir das jeder und jedem Einzelnen im Team, unseren kompetenten Partnern sowie den Gemeinden und Behörden vor Ort“.

Über die EnBW

Die EnBW ist mit über 24.000 Mitarbeiter*innen eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Strom, Gas, Wasser sowie Dienstleistungen und Produkten in den Bereichen Infrastruktur und Energie. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein Eckpfeiler der Wachstumsstrategie und ein Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2025 wird EnBW rund 4 Milliarden Euro in den weiteren Ausbau der Wind- und Solarenergie investieren. Ende 2025 soll über die Hälfte des Erzeugungsportfolios aus Erneuerbaren Energien bestehen. Das wirkt sich heute schon spürbar auf die Reduzierung der CO2-Emissionen aus, die EnBW bis 2030 halbieren will. Bis 2035 strebt die EnBW Klimaneutralität an.

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Solarpark Alttrebbin
Umspannwerk und Speicher
Solarpark Gottesgabe – Der Jahresbedarf von über 45.000 Haushalte kann umgerechnet durch den Solarpark Gottesgabe gedeckt werden. (EnBW/Fotograf Paul Langrock)
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Ramona Sallein
Pressesprecherin Photovoltaik
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