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EnBW weiht 300 Megawatt Solarenergie in Brandenburg ein

„Ein Stück weit energieunabhängiger“: Offizielle Einweihung der Solarparks „Alttrebbin“ und „Gottesgabe“ / Zusammen mit dem Solarpark „Weesow-Willmersdorf“ ist das Solarcluster nahe Berlin damit komplett
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Gruppenfoto von der offiziellen Einweihung der EnBW-Solarpark Alttrebbin und Gottesgabe in Neuhardenberg (Foto EnBW/Fotograf Paul Langrock) v.l.n.r. Dr. Georg Stamatelopoulos, Vorstand Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur EnBW Werner Mielenz, Bürgermeister der Gemeinde Neutrebbin Gernot Schmidt, Landrat des Landkreises Märkisch-Oderland Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik, EnBW AG Parl. Staatssekretär Michael Kellner, MdB, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Mario Eska, Bürgermeister der Gemeinde Neuhardenberg

Neuhardenberg/Brandenburg. „Jede Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien macht Deutschland ein Stück weit unabhängiger von Importen an fossilen Energieträgern“, sagte EnBW-Vorstandsmitglied Georg Stamatelopoulos am Freitagnachmittag bei der Einweihung der beiden zusammen rund 300 Megawatt (MW) großen Solarparks in Brandenburg.

Knapp ein Jahr ist es her, dass die EnBW die bisher größte Solar-Freiflächenanlage Deutschlands, den Solarpark Weesow-Willmersdorf in Brandenburg in Betrieb genommen hat. Mit der Einweihung der beiden förderfreien XXL-Solarparks in Alttrebbin und Gottesgabe mit jeweils rund 150 Megawatt ist das EnBW-Solarcluster östlich von Berlin komplett. Damit leistet die Solarenergie einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Energieversorgung in Deutschland.

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Solarpark Alttrebbin (Bildquelle EnBW/Fotograf Paul Langrock)

Sonne nutzen für den Klimaschutz

Durch die umweltfreundliche Energieerzeugung aus diesen drei großen Solarparks lassen sich jährlich rund 325.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermeiden. „Als EnBW möchten wir so einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Stromerzeugung und damit für die Energiewende leisten“, ergänzte Stamatelopoulos. Zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Michael Kellner, dem Landrat des Märkisch-Oderlandes, Gernot Schmidt, und den Bürgermeistern Werner Mielenz und Mario Eska weihte er die beiden neuen Projekte offiziell ein.

Staatssekretär Kellner beglückwünschte alle Beteiligten: „Zu sehen was hier geleistet wurde, macht gute Laune und ist ein Signal, dass es mit der Energiewende voran geht. Der Ausbau durch förderfreie Solarparks wie hier, ist eine riesige Chance und ein Standortvorteil für Brandenburg.“

Seit Ende März sind beide Anlagen vollständig in Betrieb. Die rund 700.000 Solarmodule erzeugen umweltfreundlichen Strom für den Jahresbedarf von rund 90.000 Haushalten. Batteriespeicher mit jeweils 3,9 Megawattstunden Kapazität decken den Eigenbedarf der Umspannwerke und Wechselrichter und speisen darüber hinaus erzeugte Energie ins Stromnetz ein. So trägt die Kombination aus Erneuerbaren-Anlagen und dezentralen Speichersystemen dazu bei, Solarstrom stetiger verfügbar zu machen. „Wo immer sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar, planen wir solche Speichersysteme in unsere Solarparks ein“, erläuterte Thorsten Jörß, Leiter der Projektentwicklung Photovoltaik bei EnBW, der die Gäste bei der Einweihung begrüßte.

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Solarpark Gottesgabe (Bildquelle EnBW/Fotograf Paul Langrock)

Geschichte erleben – Von der Bronzezeit zum zweiten Weltkrieg

Neben den alltäglichen Überraschungen auf einer Baustelle boten die Solarparks Alttrebbin und Gottesgabe dem mittlerweile erprobten Bau-Team der EnBW weitere interessante Einblicke in die Geschichte. Beide Flächen lagen in einer Kampfmittelverdachtszone, die umfangreiche Räumungsarbeiten erforderlich machen. „Alleine diese Arbeiten schlugen mit einem hohen sechsstelligen Betrag zu Buche“, informierte Jörß. „Wobei die Fläche jetzt von Altlasten aus Kriegszeiten, etlichen Schrottresten und über 100 Hufeisen befreit ist.“

Bei den Erdarbeiten für die Netzanbindung an das Umspannwerk bei Metzdorf fanden Archäologen einen Brunnen mit vielen Keramikscherben, die Experten nach erster Schätzung auf die Eisenzeit vor etwa 2.500 Jahren datieren. Dabei stießen sie auch auf die Grabstätte eines Kindes. Ein Steinbeil darin lässt vermuten, dass es sich um eine Grabstätte aus der späten Bronzezeit handelt – also vor etwa 3.000 Jahren.

„Das sind spannende Ereignisse, die jeden Bau eines Solarparks abwechslungsreich und einzigartig machen“, so Jörß, der stolz auf die Leistung des Teams ist, das innerhalb eines Jahres gleich zwei große Solarparks gleichzeitig gebaut und in Betrieb genommen hat. Insgesamt mussten während der Bauphase rund 30 Haupt- und Nebengewerke sowie über 100 Lieferanten gesteuert werden – plus die Überraschungen vor Ort.

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Im Herbst folgen noch über 3.000 Sträucher zur Grünfläche

Technisch sind die Anlagen fertig. Damit sie sich über die Jahre hinweg richtig ins Landschaftsbild fügen, legt die EnBW im Herbst noch mal Hand an. Sowohl in Alttrebbin als auch in Gottesgabe pflanzt die EnBW noch über 3.000 Sträucher an, darunter Hartriegel, Weißdorn, Wildapfel, Wildbirne und weitere heimische Arten. Mit der Zeit entsteht so innerhalb und um die Solaranlagen attraktiver Lebensraum und Nahrungshabitat für Kleintiere, Insekten und Vögel.

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Über EnBW
Mit über 26.000 Mitarbeitern ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wasser sowie mit Energielösungen und energiewirtschaftlichen Dienstleistungen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein Eckpfeiler der Wachstumsstrategie und ein Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2025 wird EnBW rund 4 Milliarden Euro in den weiteren Ausbau der Wind- und Solarenergie investieren. Ende 2025 soll über die Hälfte des Erzeugungsportfolios aus Erneuerbaren Energien bestehen. Das wirkt sich heute schon spürbar auf die Reduzierung der CO₂-Emissionen aus, die EnBW bis 2030 halbieren will. Bis 2035 strebt die EnBW Klimaneutralität an. www.enbw.com

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Ramona Sallein
Pressesprecherin Photovoltaik
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