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Abschluss der Messungen für geplanten Windpark Weingarten

Messdaten bestätigen Windatlas und eine sehr gute Windhöffigkeit
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Am Standort wurde eine Windmessung mit dem Fernmessgerättyp LIDAR durchgeführt. Vorteil ist der geringe Aufwand zur Vorbereitung und zur Durchführung der Messung im Vergleich zu einer Windmessung mit einem Messmast. Hier ist der Messaufbau am Standort Weingarten zu sehen. (Foto: EnBW)

Weingarten. Die EnBW Energie Baden-Württemberg hat über ein Jahr lang Windmessungen für den geplanten Windpark Weingarten durchgeführt. Nun liegen die Ergebnisse vor. „Seit Dezember 2020 haben wir die Windverhältnisse vor Ort gemessen und nun belastbare Messdaten. Die Ergebnisse bestätigen die Angaben des Windatlas Baden-Württemberg.“, sagt Dr. Carolin Schmitt aus dem meteorologischen Fachbereich der EnBW und ergänzt: „Die Werte stimmen uns sehr optimistisch.“ Im Mittel über alle verfügbaren Daten ab Messbeginn lag die Windgeschwindigkeit bei 6,4 m/s in 166 m über Grund. Die Hauptwindrichtung war im Messzeitraum Westsüdwest. Diese Windrichtung ist typisch für Standorte in Deutschland.

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Fernmessgerättyp LIDAR (Foto: EnBW)

Die Windmessungen erfolgten dabei mittels eines speziellen Messwagens, der mit der sogenannten LiDAR-Technologie ausgestattet ist. Bei diesem Fernerkundungsverfahren mittels LiDAR (die Abkürzung steht für Light detection and ranging) werden Laserstrahlen innerhalb kürzester Zeit nacheinander in verschiedene Himmelsrichtungen gesendet. Durch Rückstreuung an den Partikeln in der Atmosphäre (Dopplereffekt) können somit sehr genaue Rückschlüsse auf die aktuelle Windgeschwindigkeit und Windrichtung in verschiedenen Höhen bis zu 200 Meter über Grund gezogen werden. Zusätzlich zeichnen Sensoren die Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie den Luftdruck auf. Die Messdaten werden kontinuierlich aufgezeichnet und täglich über ein GSM-Modem übertragen.

Die Windmessung trägt wesentlich zur Klärung der wichtigsten Frage bei, nämlich ob ein Standort für den wirtschaftlichen Betrieb von Windenergieanlagen überhaupt geeignet ist. Der Windatlas gibt wichtige Anhaltspunkte, die aber stets durch genauere Untersuchungen verifiziert werden müssen. Die gesammelten Rohdaten werden von unabhängigen und zertifizierten Gutachtern überprüft, ausgewertet und mit langfristigen Wetterdaten der vergangenen 20 bis 30 Jahre abgeglichen. Im langjährigen Mittel über den gesamten geplanten Betriebszeitraum des Windparks wird ein Ertrag von 78.000 MWh/a jedes Jahr erwartet. Abschläge aufgrund von Wartung oder Eisansatz sind in diesen Berechnungen bereits enthalten. Je nach Genehmigungsauflagen zum Schutz von Mensch und Natur unterliegt dieser Energieertrag Abschlägen. Beispielsweise werden in der Regel Auflagen zum Schutz der Fledermäuse durch die Genehmigungsbehörde formuliert, so dass die Windenergieanlagen bei bestimmten Bedingungen außer Betrieb gehen müssen.

„Der Standort eignet sich sehr gut zur Nutzung der Windenergie. Zudem ist der Standort im Flächennutzungsplan raumplanerisch als Konzentrationszone ausgewiesen. Mit dem Projekt in Weingarten sind wir noch in einer sehr frühen Phase. Wir werden nun dank dieser Ergebnisse artenschutzfachliche Gutachten erstellen lassen“, so Matthias Trenkel, Projektleiter bei EnBW. Da der Start dieser Gutachten an gewisse zeitliche Vorgaben gebunden ist, können diese frühestens im Jahr 2023 starten. Bevor ein Windpark genehmigt und gebaut werden kann, sind zahlreiche Fachgutachten notwendig. Über die Gutachten wird geprüft, ob der Windpark im Einklang mit den öffentlichen Belangen, der Bevölkerung sowie Umwelt und Natur steht. Welche und wie viele Untersuchungen durchgeführt und Gutachten eingeholt werden, wird mit dem zuständigen Landratsamt im Rahmen einer Vorantragskonferenz abgestimmt und festgelegt. Neben den immissionsschutzfachlichen Gutachten sind naturschutzfachliche Erhebungen und Gutachten erforderlich, wie z.B. Fledermaus-, Schall- und Schattenwurfgutachten.

Für den Windpark sind fünf Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 7,2 Megawatt vorgesehen. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 166 Metern, eine Gesamthöhe von 247 Metern und einen Rotordurchmesser von 162 Metern. Die Stromproduktion je Anlage beträgt rund 18.200 Megawattstunden pro Jahr. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von rund 26.000 Haushalten für den gesamten Windpark – bei angenommenem Durchschnittsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr und Haushalt.

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Über die EnBW

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ist mit rund 26.000 Mitarbeiter*innen eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa und versorgt etwa 5,5 Millionen Kund*innen mit Strom, Gas und Wasser sowie mit Energielösungen und energiewirtschaftlichen Dienstleistungen. Im Bereich E-Mobilität hat sich die EnBW in den vergangenen Jahren zu einem der Marktführer entwickelt und deckt als Full-Service-Anbieter mit ihren Tochterunternehmen die komplette Bandbreite ab: von der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen über den Auf- und Ausbau sowie den Betrieb von Ladeinfrastruktur bis zu digitalen Lösungen für Verbraucher*innen. Die Netze BW als unabhängiges EnBW-Tochterunternehmen sorgt darüber hinaus für den sicheren Betrieb von Verteilnetzen. Als einer der deutschen Marktführer für Heimspeicher und Photovoltaik-Anlagen verknüpft die EnBW zudem Solar-, Speicher- und Stromcloud-Lösungen mit Elektromobilitätsangeboten zu einem kompletten Energie-Ökosystem für ihre Kund*innen.

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Messaufbau am Standort Weingarten
Windmessung mittels dem Fernmessgerättyp LIDAR
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