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Hauptversammlung: EnBW investiert bis 2030 Rekordsumme von 40 Milliarden in die Energiewende

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• Neuer EnBW-Chef Georg Stamatelopoulos blickt auf sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück und bekräftigt Prognose für 2024
• Dividendenvorschlag von 1,50 Euro um 36 Prozent über Vorjahr
• EnBW-Chef betont Wichtigkeit von stabilen Rahmenbedingungen und energiepolitischer Klarheit
• Energiewende sorgt für Beschäftigung: EnBW will bis 2026 rund 10.000 Fachkräfte einstellen
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Stuttgart. Die EnBW wird bis 2030 rund 40 Milliarden Euro in die Energiewende investieren. Schwerpunkte werden wie bisher der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Strom- und Gasnetze sein. Für eine sichere Energieversorgung sind zudem wasserstofffähige Gaskraftwerke geplant, die jederzeit einspringen können, wenn Wind und Sonne ausbleiben. Für die EnBW-Kund*innen werden Produkte und Lösungen entwickelt, die auf intelligente und innovative Weise den Weg in die Klimaneutralität absichern. „Das ist das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte. Als mittlerweile einziges integriertes Energieunternehmen Deutschlands sehen wir uns in einer besonderen Rolle und Verantwortung, zum Gelingen der Energiewende entscheidend beizutragen”, betonte der neue EnBW-Vorstandsvorsitzende Georg Stamatelopoulos auf der heutigen Hauptversammlung des Unternehmens, die virtuell aus dem Unternehmenssitz in Stuttgart übertragen wurde. Dabei dankte er im Namen des gesamten EnBW-Vorstands seinem Vorgänger Andreas Schell für dessen Engagement und begrüßte Peter Heydecker als neues Vorstandsmitglied für den Bereich Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur.

Mit Blick auf die jetzige und künftige strategische Ausrichtung des Unternehmens erläuterte der EnBW-Chef: „Wir sind auf allen Stufen der Wertschöpfungskette vertreten und verstehen jeden Schritt – von der Erzeugung über die Netze bis zu den Kunden. Vor allem verstehen wir das Zusammenspiel der verschiedenen Bereiche. Wir können dadurch Chancen besser nutzen und Risiken besser ausgleichen. Durch diese Breite an Wissen und Kompetenz spielt die EnBW eine besondere Rolle bei der Umsetzung der Energiewende. Dies spiegelt sich in der Strategie EnBW 2025 wider, mit der wir eine sehr gute Basis haben und die wir im Grundsatz bis ins Jahr 2030 fortschreiben wollen. Natürlich werden wir unsere strategischen Ziele und Vorhaben an aktuelle und kommende Umfeldveränderungen anpassen und weiterentwickeln. Hierfür werden wir uns in den nächsten Monaten Zeit nehmen”, erklärte Georg Stamatelopoulos.

Er machte weiterhin deutlich, dass die für die Umsetzung der Strategie geplanten umfangreichen Investitionen einen erheblichen finanziellen Kraftakt für das Unternehmen darstellen werden. „Deshalb müssen wir wirtschaftlich erfolgreich sein, denn unsere Gewinne ermöglichen unsere Investitionen und diese dienen der Energiewende. Und das Gelingen der Energiewende ist in unser aller Interesse.” Daher sei es sowohl für das Unternehmen als auch für die Energiewende positiv, dass die EnBW im Geschäftsjahr 2023 ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt habe.

Außergewöhnlich hohes Geschäftsergebnis: Dividendenvorschlag von 1,50 Euro je Aktie

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die EnBW ein außergewöhnlich hohes Konzernergebnis. Das Adjusted EBITDA lag mit 6,4 Milliarden Euro um 60 Prozent über dem Vorjahr. Es ist die siebte Ergebnissteigerung der EnBW in Folge. „Diese erfreuliche Tatsache verdanken wir in erster Linie den herausragenden Leistungen und der starken Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unsere Belegschaft ist die wichtigste Quelle der bisherigen und der zukünftigen Erfolge der EnBW, die eins zu eins auch die Erfolge der Energiewende sind,“ so Stamatelopoulos.

Aufgrund des guten Ergebnisses schlug der EnBW-Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,50 Euro je Aktie vor. Im vergangenen Jahr hatte die Dividende 1,10 Euro je Aktie betragen. Dies entspricht einem Anstieg um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer moderaten Ausschüttungsquote von 15 Prozent. Dadurch können mehr Mittel in Wachstumsprojekte zur Umsetzung der Energiewende bei der EnBW fließen, erklärte Stamatelopoulos.

Prognose 2024: Ergebnis unter Vorjahr, aber trotzdem auf hohem Niveau

Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte der EnBW-Chef die bisherige Prognose. So erwarte die EnBW ein Adjusted EBITDA auf Konzernebene von 4,6 bis 5,2 Milliarden Euro. „Dieses liegt zwar deutlich unter dem letztjährigen Ergebnis, welches zum Teil auf außergewöhnliche Marktbedingungen zurückzuführen war, die sich im laufenden Jahr so nicht wiederholen werden. Mit dem für 2024 prognostizierten Ergebnis liegen wir jedoch auf hohem Niveau und über dem Ergebnis von 2022. Darin drückt sich die nachhaltige wirtschaftliche Stärke des Unternehmens aus”, erklärte Stamatelopoulos.

Die Ergebnisprognose 2024 bedeute im Einzelnen: Für das Segment Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur wird mit einem rückläufigen Adjusted EBITDA zwischen 2,6 und 3,1 Milliarden Euro gerechnet. Hintergrund ist, dass die Volatilität an den Märkten sinkt und die EnBW erwartet, dass sie die erzeugten Strommengen zu geringeren Preisen vermarkten wird, als dies noch 2023 der Fall war. Die Erneuerbaren Energien werden dabei voraussichtlich rund 1,3 Milliarden Euro zum Adjusted EBITDA beitragen. Das Adjusted EBITDA des Segments Systemkritische Infrastruktur wird bei 1,9 bis 2,2 Milliarden Euro erwartet. Das Geschäftsfeld Intelligente Infrastruktur für Kundinnen und Kunden soll im laufenden Geschäftsjahr mit einem Adjusted EBITDA zwischen 250 und 350 Millionen Euro zum Konzernergebnis beitragen.

Investitionsprogramm der EnBW braucht stabile Rahmenbedingungen und Fachkräfte

Mit Blick auf den Beitrag, den die EnBW mit ihren geplanten Investitionen von rund 40 Milliarden Euro leisten wolle, betonte Georg Stamatelopoulos: „Mit diesem Investitionsprogramm tun wir das, was gesellschaftlich eingefordert und politisch dringend gewünscht wird: Wir gehen als privatwirtschaftliches Unternehmen mit voran, um unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Energiewelt zu leisten.“ In diesem Zusammenhang unterstrich er die Bedeutung eines möglichst stabilen energiepolitischen Rahmens, klarer Investitionsbedingungen und Aussichten auf dauerhafte Refinanzierung der Investitionsmittel. Daher schaue man aufmerksam auf die entsprechenden politischen Diskussionen und Prozesse. Vieles sei schon vorangebracht worden, aber dennoch seien wichtige Themen noch nicht ausreichend geklärt. Mit Blick auf die Kraftwerksstrategie forderte er beispielsweise: „Wenn die Kraftwerke schnell kommen sollen, dann brauchen wir noch schneller Klarheit über das künftige Investitionsumfeld. Vor allem müssen erste Ausschreibungen noch in diesem Jahr kommen.“

Der EnBW-Chef beendete seine Rede mit einem Thema, das für die Energiewende und ihre erfolgreiche Umsetzung immer wichtiger werde: dem Bedarf an Fachkräften. Bis 2026 wolle die EnBW rund 10.000 weitere Mitarbeitende einstellen. Darin seien 2.500 neue Stellen enthalten. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der mit uns die Energiewende voranbringt.“

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