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„Klimaschutz und Energieeffizienz in einem“

Offizieller Baubeginn für das neue Heizkraftwerk in Stuttgart-Gaisburg – CO2-Ausstoß deutlich geringer – EnBW reduziert die Energieerzeugung aus Kohle weiter
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Es kann losgehen – der erste Spatenstich für das neue EnBW-Heizkraftwerk in Gaisburg ist erfolgt. Dafür legen Umweltbürgermeister Peter Pätzold, EnBW-Vorstand Hans-Josef Zimmer, Umweltminister Franz Untersteller sowie die beiden Vertreter der EnBW-Anteilseigner, OEW-Geschäftsführerin Barbara Endriss und Bernhard Jeggle für das Land, (v.r.n.l.) selbst Hand an.

Stuttgart. Gas statt Kohle, neu statt alt, kleiner statt groß – in Stuttgart-Gaisburg fiel heute der Startschuss für das neue Heizkraftwerk der EnBW. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller, der Stuttgarter Baubürgermeister Peter Pätzold und EnBW-Technik¬vorstand Dr. Hans-Josef Zimmer vollzogen den traditionellen ersten Spatenstich.

Knapp zwei Jahre nach Vorstellung der ersten Pläne im Mai 2015 geht das Projekt damit in die Realisierung. Ab Ende 2018 soll der Neubau die Rolle des heutigen, kohlebefeuerten Heizkraft¬werks übernehmen. Die alten Anlagen können anschließend außer Betrieb genommen und die frei werdenden Grundstücke neu überplant werden. Der Umstieg von Kohle auf Gas folgt einem klaren Bekenntnis zu einer klimafreundlicheren Energieerzeugung: Gegenüber 2013 hat die EnBW ihr Erzeugungs¬portfolio aus Steinkohle inzwischen schon um 40 Prozent reduziert.

Umweltminister Franz Untersteller betonte: „Die Modernisierung des Kraftwerks in Stuttgart bedeutet Klimaschutz und Energieeffizienz in einem. Durch den Verzicht auf Kohle als Brennstoff wird der CO2-Ausstoß der Anlage drastisch verringert. Und durch Kraft-Wärme-Kopplung wird die Energie wirkungsvoller genutzt. Energie- wie umweltpolitisch haben solche Anlagen für uns eine große Bedeutung.“

Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt der Landeshauptstadt Stuttgart, sagte: „Mit dem Neubau des Kraftwerks Gaisburg trägt die EnBW zur Effizienzsteigerung der Energie-versorgung bei. Damit leistet die EnBW einen wichtigen Beitrag zur urbanen Energiewende in Stuttgart. Dies kann allerdings nur ein erster Schritt sein, denn um unsere Ziele für 2050 zu erreichen, muss die Fernwärme langfristig ohne den Einsatz fossiler Energieträger erzeugt werden."

EnBW-Technikvorstand Hans-Josef Zimmer erklärte: „Der Standort Gaisburg wird auch in Zukunft ein verlässlicher Baustein im Fernwärmeverbund Mittlerer Neckar sein. Darüber versorgen wir über 25.000 Wohnungen, 1.300 Firmen und 300 öffentliche Einrichtungen in Stuttgart und der Region mit umweltfreundlicher Wärme. Durch den Umstieg von Kohle auf Gas und den hohen Nutzungsgrad ist der Neubau ein echtes Energiewendeprojekt.“

Insgesamt soll das Projekt rund 75 Millionen Euro kosten und besteht aus vier Bausteinen:

- Herzstück ist ein emissionsarmes und effizientes Gasheizwerk mit einer Wärmeleistung von bis zu 210 Megawatt. Im Gesamtsystem der Standorte Altbach, Münster, Marienstraße und Gaisburg ist auch die neue Anlage wieder für Spitzen¬zeiten und als Reserve eingeplant. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fernwärme¬versorgung für Stuttgart und das Neckartal. Gegenüber der bisherigen Planung wird ein zusätzlicher Heizkessel realisiert. Dieser war bereits vorsorglich mitgeplant und genehmigt worden

- Hinzu kommt eine Anlage zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung, KWK) mit drei Gasmotoren. Sie verfügt über eine Leistung von insge¬samt 30 Megawatt Wärme und 30 Megawatt Strom.

- Weitere Bausteine sind ein 39 Meter hoher Wärmespeicher und eine neue Fernwärmestation.

Das Gesamtkonzept bietet gute Voraus¬setzungen, um künftig auch erneuer¬bare Energien (zum Beispiel Solarthermie oder Abwärme) in das System zu inte¬grieren und eine Verknüpfung von Nah- und Fernwärme herzustellen.

Insgesamt führt der Neubau zu einer deutlichen Ent¬lastung für die Umwelt: So verringert sich der Ausstoß von Kohlen¬dioxid um rund 60.000 Tonnen pro Jahr. Für die gleiche CO2-Einsparung müssten zusätzlich 60.000 Stuttgarter Bürger vom Auto auf Bahn oder Fahrrad umsteigen. Auch der Ausstoß von Fein¬staub, Schwer¬¬metallen und Schwefeldioxid entfällt zum größten Teil.

Eine Besonderheit ergibt sich lediglich bei den Stickoxiden (NOx): Die neue Anlage soll öfter in Betrieb sein als die bisherige. Je nach konkreter Laufzeit können deshalb am Standort Gaisburg die NOx-Emissionen gegenüber dem heutigen Zustand steigen. Da sich aber der Energiebedarf in Stuttgart insgesamt nicht erhöht, werden diese zusätzlichen Emissionen andernorts (zum Beispiel am Standort Stuttgart-Münster) wieder eingespart. Zudem setzt die EnBW im Neubau neueste Technologien zur NOx-Reduzierung ein. So werden bei den BHKW-Gasmotoren die zulässigen Grenzwerte um mehr als die Hälfte unter¬schritten. Damit setzt das Unternehmen gerade mit Blick auf die besondere Vorbelastung in Stuttgart einen hohen Standard im Vergleich zu ähnlichen Projekten in Deutschland.

In den nächsten Wochen werden auf der Baustelle die Erd- und Entwässerungarbeiten beginnen, bevor anschließend die Fundamente und Gebäude an der Reihe sind. Parallel beginnen die beauftragten Hersteller mit der Fertigung der Maschinentechnik.

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Spatenstich für das EnBW-Heizkraftwerk in Stuttgart-Gaisburg
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Hans-Jörg Groscurth
Konzernpressesprecher
Stellv. Leiter Unternehmens- und Ressortkommunikation
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Weitere Informationen: www.enbw.com/gaisburg

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