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EnBW, VNG und JERA planen Machbarkeitsstudie für Demonstrationsanlage eines Ammoniak-Crackers

EnBW, VNG und JERA haben eine Absichtserklärung mit dem Ziel unterzeichnet, gemeinsam eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Demonstrationsanlage für einen Ammoniak-Cracker im Hafengebiet Rostock durchzuführen.
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Für die EnBW unterzeichnet Peter Heydecker … (Bild: JERA)

Karlsruhe. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, VNG AG sowie das japanische Energieunternehmen JERA haben eine Absichtserklärung mit dem Ziel unterzeichnet, gemeinsam eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Demonstrationsanlage für einen Ammoniak-Cracker durchzuführen. Die Projektpartner wollen prüfen, ob die Errichtung einer Demonstrationsanlage für die Erzeugung von Wasserstoff aus Ammoniak im Hafengebiet Rostock realisierbar ist. Aus dem Betrieb der Demonstrationsanlage sollen Erkenntnisse hinsichtlich der Prozessoptimierung, der Organisation von Angebot und Nachfrage sowie der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gewonnen werden.

Ammoniak gilt als idealer Trägerstoff für den Langstreckentransport von Wasserstoff. Ammoniak (NH₃) kann durch das Kombinieren von erneuerbarem Wasserstoff (H₂) mit Stickstoff (N₂) – dem Hauptbestandteil der Luft – hergestellt werden. Als Ammoniak könnten große Mengen Wasserstoff aus Überseeregionen nach Rostock transportiert und dort vor Ort in Wasserstoff umgewandelt und dann zu deutschen Verbrauchern und Kunden weitergeleitet werden. Für die Anlandung des Ammoniaks soll ein bereits existierendes Ammoniak-Terminal im Rostocker Hafengebiet genutzt werden.

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„Bei der EnBW arbeiten wir mit Hochdruck an der Transformation unserer Erzeugungskapazitäten von fossilen Energieträgern wie Kohle zu nichtfossilen Energieträgern wie Wasserstoff. Das gemeinsame Projekt von EnBW, VNG und JERA fügt sich sehr gut in unsere Bestrebungen ein, bis 2035 klimaneutral zu werden“, erklärt Georg Stamatelopoulos, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungs-Infrastruktur bei der EnBW. „Ammoniak eignet sich zur Speicherung und zum Transport von Wasserstoff. Mit Hilfe des Ammoniak-Crackers an der Küste kann Wasserstoff aus Ammoniak zurückgewonnen und anschließend zu deutschen Kunden transportiert werden. In diesem Zusammenhang gilt: Für die schnellstmögliche Dekarbonisierung des Gasgeschäfts und den Markthochlauf für Wasserstoff müssen jetzt die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden – insbesondere durch Planungssicherheit für Investoren und internationale Kooperationen.“

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… für die VNG Technikvorstand Hans-Joachim Polk. (Bild: JERA)

Der Leipziger Gaskonzern VNG richtet in seiner Strategie „VNG 2030+“ seinen Fokus auf den Hochlauf dekarbonisierter und grüner Gase, insbesondere Biogas und Wasserstoff. „Der Bau einer Demonstrationsanlage eines Ammoniak Crackers in Rostock, gemeinsam mit JERA und EnBW, ist ein weiterer wichtiger Schritt, den Wasserstoffhochlauf in Deutschland zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Dekarbonisierung in Ostdeutschland zu leisten. Der aus dem Ammoniak gewonnene Wasserstoff wird zukünftig eine bedeutende Rolle in der Energieversorgung spielen, deshalb ist es wichtig, frühzeitig Informationen und Erfahrungen zum Funktionieren von Wertschöpfungsketten zu sammeln und diese zu etablieren und damit die Weichen für eine sichere Versorgung mit Wasserstoff zu stellen“, erläutert Hans-Joachim Polk, Technikvorstand der VNG AG.

JERA, ein globales Energieunternehmen mit großer Kompetenz und Erfahrung in der gesamten Energieversorgungskette, strebt das herausfordernde Ziel an, dass seine Unternehmen im In- und Ausland bis 2050 kein CO₂ mehr ausstoßen. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit führenden europäischen Energieunternehmen wie EnBW und VNG, deren strategische Ausrichtung und Ziele stark mit unseren übereinstimmen. Um unsere Dekarbonisierungsziele zu erreichen, müssen wir bereits in den kommenden Jahren neue Energieversorgungssysteme erforschen und entwickeln. Vor dem Hintergrund des weltweiten Klimawandels ist es für uns von großer Bedeutung, diese Optionen auch mit anderen Branchenführern weltweit teilen zu können. Ammoniak-Cracking ist ein wichtiger Baustein bei der Einrichtung einer stabilen Ammoniak-Wertschöpfungskette und unser gemeinsames Projekt bildet einen hervorragenden Ausgangspunkt für eine verstärkte Zusammenarbeit mit weiteren Branchenplayern, die ähnliche strategische Ziele verfolgen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dieses Projekt ein Riesenschritt in Richtung einer sauberen Zukunft ist“, so Vorstandsvorsitzender, Global CEO bei JERA, Yukio Kani.

Über EnBW

Mit rund 27.000 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Strom, Gas, Wasser sowie Dienstleistungen und Produkten in den Bereichen Infrastruktur und Energie. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom und Gas Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Von 2023 bis 2025 wird die EnBW rund 14 Milliarden Euro brutto investieren, größtenteils in die beschleunigte Umsetzung der Energiewende. Bereits Ende 2025 soll über die Hälfte des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, bis Ende 2028 wird der Ausstieg aus der Kohle angestrebt. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zur Klimaneutralität des Unternehmens in 2035. Mehr unter: www.enbw.com

Über VNG

VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und ca. 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Konzern mit Hauptsitz in Leipzig gehört mehrheitlich zu EnBW und steht als Gasimporteur und Großhändler sowie als Betreiber von kritischer Gasinfrastruktur für eine sichere Versorgung mit Gas in Deutschland. Mit der Strategie „VNG 2030+“ verfolgt VNG darüber hinaus einen ambitionierten Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff und bereitet damit den Weg in ein nachhaltiges, versorgungssicheres und perspektivisch klimaneutrales Energiesystem der Zukunft. Die Investitionen von VNG in Infrastruktur und Grüngasprojekte erfolgen dabei vorrangig in Mittel- und Ostdeutschland, verbunden mit dem Ziel, als regional verankertes Unternehmen einen wesentlichen Beitrag für den Strukturwandel zu leisten. Mehr unter: www.vng.de.

Über JERA

JERA wurde 2015 gegründet und ist ein Joint-Venture der beiden großen japanischen Stromerzeuger TEPCO Fuel & Power Incorporated und Chubu Electric Power Company, das rund 30 % des gesamten Stroms in Japan produziert. JERA ist ein Energieunternehmen mit globaler Reichweite, das über Stärken in der gesamten Energieversorgungskette verfügt, von der Beteiligung an LNG-Projekten und der Brennstoffbeschaffung über den Brennstofftransport bis hin zur Stromerzeugung. JERA steht für "Japan's Energy for a New Era" (Japans Energie für ein neues Zeitalter) und stellt sich der Herausforderung, bis zum Jahr 2050 bei seinen Geschäften im In- und Ausland Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen, und unterstützt die Energiewende auf umwelt- und sozialverträgliche Weise. Für weitere Informationen: www.jera.co.jp/english/

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Durlacher Allee 93
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