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Meßkirch bietet kostenloses Surfvergnügen

EnBW-Tochter hat WLAN-Netz in der Innenstadt installiert
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„Fällt kaum auf: die Straßenlaterne vor dem Rathaus wurde für WLAN nachgerüstet“ (Foto: Timo Janzer)

Meßkirch. Bei einem Cappuccino oder Eis bequem und kostenlos im Internet surfen: Das geht jetzt auch in der Meßkircher Innenstadt. Möglich machen es fünf sogenannte ‚Hotspots‘ von SM!GHT zwischen Saumarkt und Hofgarten. Am 10. Mai nahmen Bürgermeister Arne Zwick und EnBW Kommunalberater Rico Goede das öffentliche WLAN symbolisch in Betrieb.

In den Zentren vieler Metropolen rufen Einwohner und Gäste längst wie selbstverständlich ihre elektronische Post ab oder informieren sich über die aktuellen Wetteraussichten. Deutlich weniger verbreitet ist der freie Zugang zum Internet bisher in den eher kleineren Städten Deutschlands im ländlichen Raum. Schon seit längerem hatte Arne Zwick deshalb der Wunsch umgetrieben, auch den Meßkirchern diesen Service zu bieten. Damit setze man einen weiteren Impuls für die Belebung und Aufwertung der Innenstadt, von der sowohl die Gastronomen und Einzelhändler, als auch die Einwohner profitierten. Zudem habe man im Rathaus und im Tourismusbüro längst erkannt, dass auch Besucher bei der Auswahl ihrer Ziele immer mehr Wert auf kostenloses WLAN legten. „Es steht uns im ‚badischen Geniewinkel‘ auch gut an, auf diese Weise einen ersten kleinen Schritt in die große Welt der ‚Smart Cities‘ zu gehen.“

Der Gemeinderat hatte bereits im letzten Jahr das Vorhaben grundsätzlich unterstützt. Bei den Haushaltsberatungen für 2017 gab das Gremium am 17. Januar schließlich endgültig grünes Licht. Zwischenzeitlich war der Bürgermeister auf die Variante mit den wetterfesten und batteriegepufferten Routern der EnBW-Tochter SM!GHT aufmerksam geworden. Nach intensiven Beratungen mit deren Experten schlug die Verwaltung schließlich fünf Standorte für die ‚Hotspots‘ vor: „Die Zugangspunkte beim Marktbrückle, am Saumarkt, beim Adlerplatz, zwischen der Kirche und Schloss Meßkirch sowie am Eingang zum Hofgarten decken im Umkreis von je mindestens 50 Metern die markantesten Stellen im Zentrum ab“, freut sich Arne Zwick. Letzterer wurde sogar so stark ausgelegt, dass der Empfang überall im Park gegeben ist.

Damit der Auftrag in kürzester Zeit erfüllt werden konnte „haben wir die Ärmel hochgekrempelt“, so Rico Goede. Schon Ende April wurden die ersten beiden Antennen und Rotuer installiert. Seit dem 3. Mai funktionieren alle fünf Hotspots mit LTE-Verbindungen. Dreimal konnten dafür Straßenlaternen genutzt werden, am Adlermarkt und am Eingang zum Hofgarten dienen Verteilerkästen als Basis. Das ersparte den Einbau von Pufferspeichern, die sonst tagsüber die Stromversorgung gewährleisten. In den nächsten Wochen will die Stadt Hinweisschilder aufstellen, die für das Angebot werben. Um an das „kostenlose Surfvergnügen im badischen Geniewinkel“ zu kommen, genügt die Bestätigung der AGB beim Einwählen.

Hintergrund zu SM!GHT:

‚SM!GHT‘ (SMART.CITY.LIGHT.) steht für neuartige, ‚intelligente‘ Laternenmasten, die nach dem Baukastenprinzip vielerlei Möglichkeiten bieten: Über den Zugang zum Internet oder die effiziente Straßenbeleuchtung hinaus lassen sich je nach Ausstattung auch Elektrofahrzeuge aufladen oder verschiedene Luft- und Umweltdaten aus der Umgebung erheben. Komponenten wie die WLAN-Router können, wie in Meßkirch, flexibel auch auf anderen Trägersystemen angebracht werden.

An einem der fünf Hotspots können sich gleichzeitig bis zu 250 Personen mit maximal 72 Mbit/Sekunden im Internet bewegen. Einmal angemeldet erhält man automatisch Zugang an allen anderen von der EnBW eingerichteten Hotspots – das sind im Moment über 500 in Deutschland sowie rund 200 in Skandinavien, den USA und sogar Australien. Nach 30 Tagen ist die Neuanmeldung erforderlich.

Einen Meilenstein für öffentliches WLAN in Kommunen bedeutete die Abschaffung der sogenannten „Störerhaftung“ durch den Bundestag im vergangenen Jahr. Beim Modell in Meßkirch bleiben mögliche Risiken für Städte und Gemeinden allerdings generell bei SM!GHT als dessen Betreiberin. Die EnBW weist daraufhin, dass auch in Meßkirch bestimmte Inhalte - zum Beispiel volksverhetzende - geblockt würden. Ausdrücklich ermöglicht habe man die Nutzung diverser Dienste wie What’s App, Facebook oder gar gesicherte VPN-Verbindungen.

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„Fällt kaum auf: die Straßenlaterne vor dem Schloss wurde für WLAN nachgerüstet“ (Foto: Timo Janzer)
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„Fällt kaum auf: die Straßenlaterne vor dem Rathaus wurde für WLAN nachgerüstet“ (Foto: Timo Janzer)
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Schloss Meßkirch (Foto: Timo Janzer)
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Rathaus Meßkirch (Foto: Timo Janzer)
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Ulrich Stark
Pressesprecher Region Süd-West
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