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1627541100000 | Pressemitteilung

EnBW bestätigt Jahresprognose zum Halbjahr 2021

Operatives Ergebnis zum zweiten Quartal temporär unter Vorjahr / Gestiegene Investitionen in Erneuerbare Energien und Elektromobilität
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Karlsruhe. Zum Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 bleibt das operative Ergebnis der EnBW Energie Baden-Württemberg AG aufgrund temporärer Effekte leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Dies wird sich erwartungsgemäß im weiteren Jahresverlauf ausgleichen. Die Investitionen in Wachstumsprojekte, etwa in den Bereichen Erneuerbare Energien und Elektromobilität, stiegen gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent an.

Mit 24.894 Mitarbeiter*innen (+5,1 Prozent) erzielte die EnBW einen Umsatz von 12,65 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,80 Mrd. Euro) und ein operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) von 1,48 Milliarden Euro, dies entspricht einem Rückgang von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1,59 Mrd. Euro). Im ersten Quartal hatte der Ergebnisrückstand noch 13,8 Prozent betragen. Die Ergebnisverringerung ist wesentlich auf verschiedene temporäre Bewertungseffekte sowie auf insgesamt schlechtere Windverhältnisse an Land und auf See als im ersten Halbjahr des Vorjahres zurückzuführen. Die Ergebnisprognose für das laufende Gesamtjahr 2021 bleibt unverändert bestehen: Das Adjusted EBITDA für das Geschäftsjahr 2021 soll in einer Bandbreite von 2,825 bis 2,975 Milliarden Euro liegen und damit um 2 bis 7 Prozent über dem Vorjahr. Die Corona-Pandemie hatte in den ersten sechs Monaten 2021 keine signifikanten Auswirkungen auf das operative Geschäft.

„Nach einem eher schwachen ersten Quartal konnten wir im zweiten Quartal bereits erfreulich aufholen. Wir sind zuversichtlich, unser Ergebnisziel für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Ob wir aber eher am oberen Ende des Ergebniskorridors landen oder aber möglicherweise eher am unteren, das wird die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten zeigen“, so Finanzvorstand Thomas Kusterer. „Klar ist, wir wollen in Richtung 2025 weiter in Wachstumsthemen investieren, in den Ausbau der Netze und der Erneuerbaren Energien, in Elektromobilität und in neue Produkte für unsere Kunden sowie in Breitband und Telekommunikation. Insbesondere in der aktuellen Wachstumsphase werden wir sicherstellen, dass wir im operativen Geschäft in jedem einzelnen Bereich effizient und wettbewerbsfähig aufgestellt sind.“

Das auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Konzernergebnis ging im ersten Halbjahr 2021 von 184,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf aktuell -162,8 Millionen Euro zurück. Dies ist im Wesentlichen auf die am 15. Juli veröffentlichten außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Erzeugungspark zurückzuführen. Diese haben jedoch keinen Einfluss auf das operative Geschäft oder die Höhe der Dividende, deren Ausschüttung auf das bereinigte Ergebnis bezogen wird. Gegenläufig wirkte eine deutliche Verbesserung des Finanzergebnisses durch die gestiegene Marktbewertung von Wertpapieren.

Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder

Im Segment „Intelligente Infrastruktur für Kund*innen“ (Vertriebe) stieg das Adjusted EBITDA in den ersten sechs Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 51,5 Prozent auf 208 Millionen Euro. Wesentlich für den Ergebnisanstieg gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres sind ein besseres Ergebnis aus dem Strom- und Gasgeschäft bei allen Vertriebsgesellschaften. Vor allem beim Gasgeschäft spielten dabei auch witterungsbedingte Effekte eine Rolle. Hinzu kam eine positive Ergebnisentwicklung bei der Leipziger EnBW-Tochtergesellschaft Senec.

Das Geschäftsfeld „Systemkritische Infrastruktur“ (Netze) liegt mit einem Adjusted EBITDA von 661,5 Millionen Euro um 11,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Ergebnisrückgang ist dabei wesentlich auf den für den Netzausbau erforderlichen gestiegenen Personalaufwand zurückzuführen.

Das Adjusted EBITDA des Segments „Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur“ (Erneuerbare Energien sowie Thermische Erzeugung und Handel) ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent zurück. Im Bereich Erneuerbare Energien verringerte sich das Adjusted EBITDA dabei um 10,3 Prozent auf 382,1 Millionen Euro. Vor allem die schlechten Windverhältnisse bei den Offshore- und Onshore-Windparks – sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zum langjährigen Mittelwert – trugen zu diesem Rückgang bei. Im Bereich Thermische Erzeugung und Handel sank das Adjusted EBITDA in den ersten sechs Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,4 Prozent. Hier belastete der Entfall positiver Bewertungseffekte aus dem Vorjahr das Ergebnis temporär.

Die Investitionen des EnBW-Konzerns lagen in den ersten sechs Monaten 2021 mit 1.078,6 Millionen Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (801,7 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die erfolgreiche Ersteigerung von Flächenrechten zum Bau von Offshore-Windparks in Großbritannien zurückzuführen. Von den Gesamtinvestitionen entfielen 72,9 Prozent auf Wachstumsprojekte, wie etwa den Ausbau der Erneuerbaren Energien oder den Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität.

Kennzahlen des EnBW-Konzerns

Finanzielle und strategische Kennzahlen
in Mio. €
1.1.-
30.6.2021
1.1.-
30.6.2020
Veränderung in %
1.1.-
31.12.2020
Außenumsatz ¹
12.654,7
9.802,5
29,1
19.694,3
Adjusted EBITDA
1.479,4
1.586,6
-6,8
2.781,2
Anteil Intelligente Infrastruktur für Kund*innen am Adjusted EBITDA in Mio. €/in % ¹
208,0 / 14,1
137,3 / 8,7
51,5 / –
335,0 / 12,0
Anteil Systemkritische Infrastruktur am Adjusted EBITDA in Mio. €/in %
661,5 / 44,7
744,9 / 46,9
-11,2 / –
1.346,6 / 48,4
Anteil Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur am Adjusted EBITDA in Mio. €/in % ¹
726,8 / 49,1
819,3 / 51,6
-11,3 / –
1.277,8 / 45,9
Anteil Sonstiges/Konsolidierung am Adjusted EBITDA in Mio. €/in %
-116,9 / -7,9
-114,9 / -7,2
-1,7 / –
-178,2 / -6,3
EBITDA
1.167,2
1.359,1
-14,1
2.663,3
Adjusted EBIT
731,7
943,8
-22,5
1.391,5
EBIT
-523,9
627,2
-
1.102,7
Adjusted Konzernüberschuss ²
594,3
370,2
60,5
682,8
Konzernüberschuss/-fehlbetrag ²
-162,8
184,2
-
596,1
Ergebnis je Aktie aus Konzernüberschuss/-fehlbetrag (€) ²
-0,60
0,68
-
2,20
Retained Cashflow
835,7
1.090,8
-23,4
1.638,5
Zahlungswirksame Nettoinvestitionen
860,6
590,3
45,8
1.826,9
in Mio. €
30.6.2021
31.12.2020
Veränderung
in %
Nettoschulden
11.847,7
14.406,5
-17,8
Nichtfinanzielle Leistungskennzahlen ³
1.1.-
30.6.2021
1.1.-
30.6.2020
Veränderung
in %
1.1.-
31.12.2020
Zieldimension Kund*innen und Gesellschaft
Kundenzufriedenheitsindex EnBW/Yello
127 / 161
120 / 159
5,8 / 1,3
132 / 159
SAIDI (Strom) in min/a
8
7
14,3
15
Zieldimension Mitarbeiter*innen
LTIF steuerungsrelevante Gesellschaften⁴ / LTIF gesamt ⁵
1,7 / 2,5
1,9 / 3,1
-10,5 / -19,4
2,1 / 3,6
Mitarbeiter*innen⁶, ⁷
30.6.2021
30.6.2020
Veränderung
in %
31.12.2020
Mitarbeiter*innen
24.894
23.685
5,1
24.655
In Mitarbeiteräquivalenten ⁸
23.369
22.184
5,3
23.078

¹ Vorjahreszahlen angepasst.

² Bezogen auf das auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Ergebnis.

³ Die Werte der Top-Leistungskennzahlen Reputationsindex, People Engagement Index (PEI), „Installierte Leistung erneuerbare Energien (EE) in GW und Anteil EE an der Erzeugungskapazität in %“ sowie CO2-Intensität werden ausschließlich zum Jahresende erhoben.

⁴ Abweichender Konsolidierungskreis (grundsätzliche Betrachtung aller Gesellschaften mit mehr als 100 Mitarbeiter*innen ohne Unternehmen im Bereich Abfallwirtschaft sowie externe Leiharbeiter*innen und Kontraktoren [ohne ITOs]).

⁵ Abweichender Konsolidierungskreis (grundsätzliche Betrachtung aller Gesellschaften mit mehr als 100 Mitarbeiter*innen ohne externe Leiharbeiter*innen und Kontraktoren [ohne ITOs]).

⁶ Anzahl der Mitarbeiter*innen ohne Auszubildende und ohne ruhende Arbeitsverhältnisse.

⁷ Die Personalstände für die ITOs (ONTRAS Gastransport GmbH, terranets bw GmbH und TransnetBW GmbH) werden nur zum Jahresende aktualisiert; unterjährig wird der Personalstand vom 31.12.2020 fortgeschrieben.

⁸ Umgerechnet in Vollzeitbeschäftigungen.

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Martina Evers
Konzernpressesprecherin
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