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Spatenstich für Solarpark bei Hervetsweiler

Stromertrag soll rechnerisch für alle Ingoldinger Haushalte reichen
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Spatenstich mit Vertretern der Anlieger-Kommunen, von lokalen Bürgerenergiegenossenschaften und der EnBW (Bild: Michael Mader)

Ingoldingen. Auch in Hervetsweiler wird die Kraft der Sonne bald für grünen Strom sorgen. Entlang der Bahngleise soll bis zum Spätsommer ein knapp fünf Hektar großer Solarpark entstehen. Am Donnerstagnachmittag hatte die EnBW zum Spatenstich geladen.

Mit bis zu fünf Millionen Kilowattstunden Ertrag pro Jahr rechnet Ilona Fürst, die die Bauleitplanung für den Solarpark verantwortet hat. Den sollen ab Ende August 15.576 kristalline Solarzellen erbringen, die zusammen maximal 4,28 Megawatt (MW, 1 MW = 1.000 Kilowatt) leisten. In den nächsten Wochen wird dafür zunächst die Unterkonstruktion errichtet. Diese ist so konzipiert, dass später Schafe problemlos auf der gesamten eingezäunten Fläche weiden und damit gleichzeitig die Arbeit des Rasenmähens übernehmen können. Nach der Installation der Module gilt es, die Freiflächenanlage zu verkabeln. 59 Wechselrichter sorgen dafür, dass sich der Strom ins Verteilnetz einspeisen lässt. „Wir hatten das Glück, ganz in der Nähe einen geeigneten Anschluss ans Mittelspannungsnetz zu bekommen“, sagt der bei EnBW für die Errichtung des Parks zuständige Projektleiter, Jens Darocha. Auf dem Solarparkgelände werden zwei Trafostationen errichtet, in denen die Spannung auf die erforderlichen 20.000 Volt hochtransformiert wird.

Mit dem daraus erzeugten Strom können wir rechnerisch etwa 1.400 Haushalte „und damit ganz Ingoldingen“ versorgen, freute sich Thomas Stäbler, Leiter des EnBW Regionalzentrums Oberschwaben. Er dankte der Gemeinde für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, „ohne die man so ein Vorhaben kaum verwirklichen könnte“.

Bürgermeister Jürgen Schell zeigte sich mehr als zufrieden darüber, dass ein solches Projekt in Ingoldingen zustande komme. Über die Teilnahme am European Energie Award und der Beteiligung an der Bürgerenergiegenossenschaft Bad Schussenried-Ingoldingen sowie am neuen Stromlabel „Biber-Energie“ hinaus leiste die Gemeinde so einen weiteren Beitrag zum Gelingen der Energiewende.

Die Planungen für das Projekt hatten bereits im Jahr 2016 begonnen. Zunächst konnte sich die EnBW mit den Eigentümern des gut 550 Meter langen und 100 Meter breiten Randstreifens an der Bahnlinie einigen. Im Juli 2016 stimmte der Ortschaftsrat Winterstettendorf dem Vorhaben zu, der Aufstellungsbeschluss im Gemeinderat folgte im September. Auf dieser Basis bewarb sich die EnBW dann bei der bundesweiten Ausschreibung im Februar 2017 und erhielt prompt den Zuschlag.

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Ulrich Stark
Pressesprecher Region Süd-West
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