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EnBW will Erzeugung im Fridinger Kraftwerk verdoppeln

Baustart steht bevor - Bürgerinfo am 18. März
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Kraftwerk Fridingen mit Zulauf

Das Fridinger Wasserkraftwerk soll langfristig erhalten und deutlich aufgewertet werden. Mithilfe neuer Turbinen und Generatoren will die EnBW damit ab 2021 doppelt so viel Strom wie bisher umweltfreundlich gewinnen. Am 18. März lädt das Energieunternehmen zu einer detaillierten Bürgerinfo ein. Dieser Tage begannen die Vorbereitungen für die umfassende Modernisierung.

Ende Februar geht es nach den Plänen von Projektleiter Dominik Rauscher „richtig los“: Nachdem Türen und Tore am Kraftwerksgebäude für einen Austausch der Maschinen viel zu klein sind, lässt die EnBW von einer Spezialfirma zunächst einen Teil des Dachs entfernen. Über die Öffnung werden später zunächst die Krananlage für die gebäudeinterne Logistik und später vor allem die Turbinen und Generatoren Zug um Zug ausgetauscht. Zum Schutz vor Regen und Schnee ist eine provisorische Sicherung vorgesehen. Damit bliebe das den Fridingern wohl vertraute, äußere Erscheinungsbild des Kraftwerks erhalten.

Anfang März erfolgt dann die Absenkung des Wasserspiegels im Staubecken, um die erforderlichen Arbeiten im Außenbereich durchzuführen. Zu denen gehört vor allem die Errichtung des neuen Wehrs etwa 50 Meter flussaufwärts, das von je einem Ab- und Aufstieg für Fische flankiert wird. Dafür müssen an einem der beiden Ufer drei Baumgruppen weichen. Die Arbeiten sind vor Beginn der Vegetationsperiode Anfang März abzuschließen und wurden deshalb schon dieser Tage begonnen. Dem Schutz der Tierwelt in der Donau dient eine weitere wichtige Auflage: Der Mindestabfluss ist zu verfünffachen und liegt statt bei bisher 400 zukünftig bei 2100 Litern pro Sekunde.

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Das gewohnte Erscheinungsbild des Kraftwerks bleibt auch nach dem Umbau erhalten

Sechs Millionen Kilowattstunden CO₂-frei

Trotz dieser Einschränkung erwartet die EnBW mithilfe der modernen Technik zukünftig den doppelten Ertrag von bis zu sechs Millionen Kilowattstunden klimafreundlich erzeugten Stroms. Weitere Details des Projekts stellt das Team um Dominik Rauscher am 18. März ab 19 Uhr in der Aula der Gemeinschaftsschule Obere Donau vor und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Bürgermeister Stefan Waizenegger wird die Veranstaltung eröffnen. „Schon mehrfach haben wir den Eindruck gewonnen, dass viele Fridinger unser Vorhaben befürworten und unterstützen“, so Rauscher. Deswegen hofft er auf reges Interesse.

Der Genehmigungsantrag umfasst auch die wasserrechtliche Bewilligung über einen Zeitraum von 60 Jahren sowie die Belange des Naturschutzes. Dominik Rauscher erwartet den Eingang des Bescheids bis Ende Februar. Für die vorbereitenden Maßnahmen hatte es von Seiten des Regierungspräsidiums Freiburg bereits „Grünes Licht“ gegeben. „Wenn alles glatt läuft“ könnte die modernisierte Anlage sogar schon zum Jahresende 2020 im Probebetrieb die erste Kilowattstunde ins Netz einspeisen.

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Ulrich Stark
Pressesprecher Region Süd-West
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