Der neue Fiat 500e fährt elektrisch

Eine italienische Stil-Ikone erfindet sich neu: Der Fiat 500 wird elektrisch! Die bei vielen beliebte Knutschkugel bleibt auch in der neuen E-Version ihrem Image treu und ist unverkennbar ein Fiat 500. Und das, obwohl es sich um ein von Grund auf neu gestaltetes Fahrzeug handelt. Wir stellen den neuen Fiat 500e vor.

Beim Namen des elektrischen Fiat 500 könnte es noch zu etwas Verwirrung kommen. Offiziell nennt er sich Fiat 500 „la prima“ oder schlicht „der neue Fiat 500“. Auch Fiat 500e oder Fiat 500 electric liest man häufiger. Wobei der Name Fiat 500e eigentlich bereits vergeben ist – für einen Ableger aus den USA . Dort gab es ab 2014 eine zum E-Auto umgebaute Version des 500. Die war jedoch teuer in der Produktion und ein Minusgeschäft für den Konzern. So gesehen ist eine Neubelegung des Namens Fiat 500e mit dem 2020er Modell sehr sinnvoll.


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Das Design: Erwachsen, aber immer noch niedlich

Bei einem erfolgreichen Modell wie dem Fiat 500 ist klar, dass sich das Design der Neuauflage stets am Vorgänger orientiert. Dennoch ist der Fiat 500e gereift und erwachsener geworden.

Vor allem die steiler gestaltete Frontpartie sowie das abgewandelte Design der Front-Scheinwerfer bestimmen den neuen Look. Die typischen runden Scheinwerfer, die sich bisher bis in die Motorhaube zogen, werden nun von dieser durchschnitten. Halbrunde Tagfahr-LEDs auf der Motorhaube deuten die runde Form weiterhin an. Das Ergebnis ist ein etwas strengerer Blick.

Eindeutigstes Erkennungsmerkmal des neuen Fiat 500 ist der Schriftzug „500“ vorne am Kühlergrill, wo sich sonst das Fiat-Logo befand. Abgesehen davon sind die Unterschiede jedoch eher auf den zweiten Blick sichtbar. Insgesamt dominieren den „la prima“ runde Formen und glatte Flächen – lediglich das Heck hat etwas mehr Struktur bekommen.

Nahaufnahme Front-Scheinwerfer des Fiat 500e

Das Gesicht des Fiat 500e bestimmen die neu designten Front-Scheinwerfer. (© Fiat Chrysler Automobiles)

Ein witziges Detail: E-Autos geben bei unter 20 km/h Geschwindigkeit ein Warngeräusch von sich, damit Fußgänger sie auch bei niedrigen Geschwindigkeiten hören. Während dies bei anderen Modellen meist ein elektrisches Summen ist, spielt der neue Fiat 500e Musik.

Die Eckdaten des neuen Fiat 500e

Neben der Optik, dem Komfort und dem Fahrgefühl spielen bei der Fahrzeugwahl die inneren Werte eine große Rolle.

Darum hier zunächst die wichtigsten technischen Daten zum Fiat 500e auf einen Blick:

  • Motor: Der 87 kW starke Motor bringt es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Beim Tritt auf das Gaspedal beschleunigt er in 3,1 Sekunden auf 50 km/h. Von 0 auf 100 geht’s in 9 Sekunden.
  • Akku: Der Akku im Fiat 500e hat eine Kapazität von 42 kWh. Der Lithium-Ionen-Akku hat dadurch eine Reichweite von bis zu 320 km. Zum Vergleich: Damit kommt der 500e ein paar Kilometer weiter als der Renault ZOE.
  • Laden: Der Fiat 500e bietet eine Schnellladefunktion mit 85 kW über einen CCS2-Anschluss. Innerhalb von 35 Minuten füllt sich der Akku so wieder auf 80 Prozent. Eine Wallbox für das Laden zu Hause will Fiat zum Marktstart direkt mitliefern.
  • Assistenzsysteme: Ein Abstandhalter bei eingeschaltetem Tempomat, Spurhalteassistent, Schildererkennung und Müdigkeitswarnung sind nur einige der intelligenten Funktionen des Fiat 500e.

Dadurch, dass der Fiat 500 „la prima“ eine komplett neue Plattform erhalten hat, haben sich auch die Maße der dritten Generation des 500 leicht verändert: Der Kleinwagen ist in alle Richtung ein paar Zentimeter gewachsen. Was sonst noch neu ist, fasst das folgende Video zusammen:

 

Von spritzig bis energiesparend: 3 Fahr-Modi im 500e

Typisch E-Auto, hat auch der neue Fiat 500e verschiedene Fahr-Modi. Sie wirken sich vor allem auf den Energieverbrauch aus:

  • Normal: Starke Beschleunigung und ein Fahrgefühl wie im Verbrenner.
  • Range: Aktiviert die One-Pedal-Funktion, bei der du mit dem Gaspedal beschleunigst und die starke Rekuperation direkt selbstständig abbremst, sobald du den Fuß vom Gas nimmst.
  • Sherpa: Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 80 km/h gedrosselt und Klimaanlage, Sitzheizung sowie weitere Komforts deaktiviert – die maximal mögliche Reichweite ist hier das Ziel.
Fiat 500e mit heruntergelassenem Faltdach

Der Fiat 500e ist wie bisher auch mit Faltdach erhältlich. (© Fiat Chrysler Automobiles)

Der Innenraum: Von Touchdisplay bis Recycling-Material

Wer sich in den Fiat 500e setzt, nimmt auf Bezügen aus Recycling-Material Platz und wird von unaufgeregter Eleganz begrüßt. Zum Teil sind diese Bezüge aus recyceltem Plastik aus dem Meer hergestellt. Ein großes Touchdisplay bestimmt das Armaturenbrett und aufgrund des fehlenden Schalthebels gibt es mehr Platz zwischen Fahrer und Beifahrer. Dank der integrierten Sprachsteuerung und dem Touchdisplay sind Knöpfe und Armaturen reduziert, das Design ist ruhig und aufgeräumt.

Innenraum und Armaturenbrett des Fiat 500e

Schlichte Eleganz bestimmt den Innenraum des Fiat 500e. (© Fiat Chrysler Automobiles)

Ausblick: Wann rollt der Fiat 500 „la prima“ über die Straßen?

Sein erstes Elektroauto will Fiat ab Oktober 2020 ausliefern, jährlich sollen 80.000 Exemplare gebaut werden. Der 500 „la prima“ kostet zum Verkaufsstart 37.900 Euro, inklusive der Wallbox zum heimischen Laden. Es ist zu erwarten, dass der Preis der Basisversion später etwas sinkt. Zusätzlich gibt es zum Marktstart drei Sonder-Editionen, die mit berühmten Partnern kreiert wurden: Bulgari, Giorgio Armani und Kartell : Allesamt italienische Modedesigner . Das Konzept, Autos in verschiedenen Sondereditionen mit namhaften Partnern an den Start zu bringen, hat bei Fiat Traidition. Und natürlich macht der italienische Hersteller auch bei seinem Kultauto, dem Fiat 500 keine Ausname!

Wer sich die ausführliche Vorstellung des Fiat 500e ansehen möchte, hat jederzeit Gelegenheit dazu: Fiat hat sein neues Elektro-Aushängeschild offiziell per Video enthüllt.

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Übrigens: Neben dem Fiat 500e erscheinen 2020 weitere spannende E-Autos. Die interessantesten Modelle haben wir dir in einem weiteren Beitrag zusammengestellt.