Photovoltaik-Förderung: Diese Zuschüsse gibt es

Bei der Installation einer Photovoltaik-Anlage profitierst du nicht nur von einer langfristig günstigeren Stromversorgung, sondern auch von staatlichen Fördermodellen wie der Einspeisevergütung, deren Verlängerung im Juni 2020 beschlossen wurde. Wir stellen dir diese und andere wichtige Programme zur Photovoltaik-Förderung im Jahr 2020 vor.

Photovoltaik ist als umweltfreundliche und günstige Alternative zum öffentlichen Stromnetz bekannt. Dennoch sind sich viele Verbraucher nicht sicher, ob sich eine private Photovoltaik-Anlage wirklich lohnt. Entsprechende Fördermittel sind daher häufig ausschlaggebend. Wir haben für dich alles wissenswerte zur Photovoltaik-Förderung zusammengestellt.


Das erwartet dich hier

Die zwei Kategorien der Photovoltaik-Förderung

Die Förderprogramme von Bund und Ländern sollen die Entscheidung für eine PV-Anlage erleichtern und die Energiewende vorantreiben. Die verschiedenen Möglichkeiten zur Photovoltaik-Förderung lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  1. Förderung der Installation und Erweiterung einer Photovoltaik-Anlage
  2. Förderung des Betriebs einer Photovoltaik-Anlage

Während die erste Kategorie durch günstige Finanzierungsoptionen und Kreditmodalitäten realisiert wird, ist der wichtigste Baustein der zweiten Kategorie die Einspeisevergütung, deren Fortbestehen über das Jahr 2020 hinaus erst kürzlich von der Bundesregierung beschlossen wurde. Allerdings hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Einspeisevergütung ist weniger lukrativ als noch vor 20 Jahren und weitere Fördermodelle sind hinzugekommen. Nachfolgend findest du die wichtigsten Informationen zur Photovoltaik-Förderung 2020.

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Die Einspeisevergütung: Staatliche Förderung für Photovoltaik

Im Jahr 2000 verabschiedete die Bundesregierung das „Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien“ (EEG) mit dem Ziel die Entwicklung nachhaltiger Technologien zu fördern. Außerdem sollte der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien erhöht und die Abhängigkeit von Energieimporten gesenkt werden. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist die sogenannte Einspeisevergütung. Damit wird der von deiner Privatanlage erzeugte Strom vergütet, wenn du ihn nicht im eigenen Haushalt nutzt, sondern ins öffentliche Stromnetz einspeist.

Der Betrag der Einspeisevergütung wird bei Antragstellung festgelegt und ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme für eine Dauer von 20 Jahren garantiert. Sie führte nicht nur zu positiven Auswirkungen für die Umwelt und zu einer Senkung der privaten Stromkosten, sondern schuf für Verbraucher auch einen attraktiven finanziellen Anreiz. Schließlich ermöglichte sie es, mit der privaten Photovoltaik-Anlage eine Rendite zu erwirtschaften.

Infografik zur Photovoltaik-Förderung

In diesem Beispiel siehst du, wie du von der staatlichen Förderung von Photovoltaik durch die Einspeisevergütung profitieren kannst

Ursprünglich sollte die EEG-Förderung auslaufen, sobald bundesweit eine gemeinsame Förderleistung von 52 Gigawatt erreicht ist („Solardeckel“). Berechnungen zufolge wäre das im Spätsommer 2020 der Fall gewesen. Im Juni 2020 hat der Bundestag diesen Solardeckel aufgehoben, damit das im Klimaschutzprogramm festgelegte Ziel von 65 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 erreicht werden kann. Aufgrund dessen kannst du die Einspeisevergütung auch weiterhin für jede neue oder erweiterte PV-Anlage beantragen.

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So hoch ist die Einspeisevergütung

Mit dem fortschreitenden Ausbau von Solarstromanlagen sinkt die Einspeisevergütung seit Jahren deutlich. Während 2012 noch bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde gezahlt wurden, waren es im April 2020 nur noch 9,44 Cent und die Tendenz ist weiter fallend. Je nach Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist es deshalb für viele Privathaushalte inzwischen lohnenswerter, den erzeugten Solarstrom selbst zu verbrauchen, da die Kosten für den Strom aus dem öffentlichen Stromnetz deutlich höher sind als die Einspeisevergütung. Die EnBW bietet in Zusammenarbeit mit Ihrer Tochtergesellschaft SENEC praktische Home-Speicherlösungen an, mit deren Hilfe du den selbst generierten Strom jederzeit nutzen kannst.</div>

KfW-Förderung für Photovoltaik durch günstige Kredite

Unabhängig davon, ob du eine neue Photovoltaik-Anlage installieren oder deine bestehende Anlage um einen Batteriespeicher erweitern willst, kannst du in beiden Fällen Kredite zu günstigen Bedingungen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Die KfW unterstützt die Förderung von Photovoltaik mit dem Programm für Erneuerbare Energien, das folgende Anträge ermöglicht:

  • Installation einer PV-Anlage
  • Installation von PV-Anlage und Batteriespeicher
  • Nachrüstung eines Batteriespeichers

Die KfW-Kredite bieten flexible Laufzeiten von 5, 10 oder 20 Jahren und gegebenenfalls eine erste tilgungsfreie Anlaufzeit. Sowohl das Kreditvolumen als auch der Jahreszins und die Tilgungsraten lassen sich abhängig von Bonität und Sicherheiten individuell vereinbaren. Damit du die Förderung in Anspruch nehmen kannst, muss lediglich gewährleistet sein, dass ein Teil des Stroms in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird und das Gebäude nicht hauptsächlich für die Stromerzeugung gebaut wurde. So kommt für die Förderung zum Beispiel auch ein Solar-Carport mit Ladestation für dein E-Auto infrage, wenn der Anschluss an das öffentliche Stromnetz gegeben ist. Willst du ausschließlich deinen eigenen Haushalt mit Solarstrom versorgen, ist eine Förderung durch die KfW hingegen nicht möglich. Bedenke vor einer Erweiterung deiner PV-Anlage oder der Nachrüstung eines Batteriespeichers, dass die Höhe der Einspeisevergütung mit jedem Umbau neu berechnet wird.

Dank der Photovoltaik-Förderung kann die Solaranlage montiert werden

Programme zur Photovoltaik-Förderung von Ländern und Kommunen helfen dir bei der schnellen Umsetzung deiner Pläne.

 

Photovoltaik-Förderung durch Bundesländer und Kommunen

Falls dein Vorhaben die Bedingungen für die staatliche Förderung von Photovoltaik durch Einspeisevergütung und/oder KfW-Kredit nicht erfüllt, lohnt sich ein Blick auf die Förderprogramme von Ländern und Kommunen. In fast jeder Gegend Deutschlands gibt es länderspezifische und regionale Angebote, die die Einrichtung und den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen unterstützen, zum Beispiel durch Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen oder Übernahme von Planungskosten.

Eine Auflistung aller Möglichkeiten wäre an dieser Stelle sehr unübersichtlich, zudem kommen immer wieder neue Programme und Fördermöglichkeiten hinzu. Aus diesem Grund empfehlen wir dir die Suche in der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, sobald du mit der Planung eines konkreten Bauvorhabens beginnen willst. Dort hast du die Möglichkeit, dir alle für deinen Wohnort verfügbaren Förderprogramme zu einem bestimmten Thema anzeigen zu lassen. Sicher findest du auf diese Weise eine individuelle Förderlösung, die dir den Photovoltaik-Einstieg erleichtert.

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