Wie schließe ich eine Waschmaschine an? Im Grunde sind dafür nur wenige Handgriffe nötig: Zuerst sorgen Sie für einen festen und ebenen Standort und entfernen die Transportsicherungen, falls das Gerät über welche verfügt. Danach verbinden Sie Ablauf und Wasserzulauf, schließen das Gerät direkt an eine geeignete Steckdose an und richten es mithilfe einer Wasserwaage über die einstellbaren Füße exakt aus.
Bevor Sie die Waschmaschine anschließen: Das brauchen Sie
Bevor Sie loslegen, lohnt sich ein kurzer Check. Ihre neue Waschmaschine benötigt drei Dinge: Frischwasser, einen Abfluss und Strom. Idealerweise befinden sich die Anschlüsse in unmittelbarer Nähe des Stellplatzes.
Der Abfluss kann über den Siphon eines Waschbeckens, ein geeignetes Abflussrohr oder – je nach Hersteller – direkt in ein Waschbecken erfolgen. Welche Variante für Ihr Modell vorgesehen ist, steht in der Montageanleitung, ausschlaggebend ist hier die maximale Abwasserförderhöhe, die Ihr Gerät leisten kann.
Für das Aufstellen und Anschließen benötigen Sie in der Regel nur wenige Hilfsmittel:
- Wasserwaage
- gegebenenfalls Schraubenschlüssel oder Zange
- eventuell passende Schlauchschelle oder Adapter für den Ablauf
- ein Tuch oder ein kleiner Behälter für austretendes Restwasser
Waschmaschine anschließen: In sieben Schritten zum Erfolg
Sind Wasser, Abfluss und Strom am vorgesehenen Standort vorhanden, können Sie die Waschmaschine meist gut selbst anschließen. Eine Fachkraft sollte immer dann übernehmen, sobald an der bestehenden Installation etwas geändert werden muss – zum Beispiel bei einem fehlenden Anschluss oder wenn eine Steckdose neu gesetzt werden soll. Auch bei beschädigten Leitungen oder stark verkalkten Anschlüssen ist professionelle Hilfe meist sinnvoll.
Wenn Sie die Waschmaschine selbst anschließen (können), gehen Sie einfach Schritt für Schritt vor und nehmen Sie sich besonders beim Verlegen der Schläuche und bei der Ausrichtung Zeit.

Waschmaschinen sind schwer und unhandlich. Bewegen Sie das Gerät deshalb am besten zu zweit – und nutzen Sie bei Bedarf eine geeignete Transporthilfe.
Schritt 1: Standort und Anschlüsse der Waschmaschine prüfen
Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass die Waschmaschine an einem geeigneten Platz stehen kann. Der Untergrund muss eben, fest und tragfähig sein. Auf einem weichen oder schiefen Boden kann die Maschine beim Schleudern stärker vibrieren oder sich bewegen.
Sorgen Sie dafür, dass hinter der Waschmaschine genügend Platz für den Zu- und den Ablaufschlauch vorhanden ist. Auch Wasserhahn, Abfluss und Steckdose sollten gut erreichbar bleiben – das hilft beim Anschließen und später bei der Kontrolle.
Schritt 2: Transportsicherung entfernen und Trommel prüfen
Neue Waschmaschinen sind für den Transport meist mit Sicherungen fixiert, damit die Trommel und andere Bauteile nicht beschädigt werden. Vor der ersten Inbetriebnahme müssen diese Transportsicherungen entfernt werden, da es sonst beim Waschen und Schleudern zu starken Vibrationen und Schäden kommen kann.
Wo die Sicherungen sitzen und wie sie entfernt werden, zeigt die Montageanleitung. Häufig handelt es sich um Schrauben oder Bolzen auf der Rückseite. Bewahren Sie die ausgebauten Teile für einen späteren möglichen Transport auf.
Zum Schluss können Sie die Trommel vorsichtig von Hand drehen. Sie sollte sich gleichmäßig und ohne auffällige Geräusche bewegen lassen.

Beim Anschließen der Waschmaschine sollten Zu- und Ablaufschlauch fest sitzen und so verlegt sein, dass sie weder geknickt noch gequetscht werden.
Schritt 3: Ablaufschlauch richtig anschließen
Ob Siphon, Abflussrohr oder Waschbecken: Wichtig ist, dass der Ablaufschlauch sicher befestigt ist und sich beim Abpumpen nicht lösen kann. Am Siphon wird er deshalb in der Regel mit einer Schlauchschelle fixiert. Achten Sie außerdem darauf, dass der Schlauch nicht geknickt oder gequetscht wird.
Auch die Höhe des Ablaufs muss stimmen. Je nach Gerät gelten dafür unterschiedliche Mindest- oder Maximalwerte; bei manchen Modellen sind beispielsweise bis zu 100 Zentimeter möglich. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers. Wird der Schlauch in ein Waschbecken geführt, darf sein Ende nicht im abgepumpten Wasser liegen, damit kein Wasser zurück in die Maschine gesaugt wird.
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Schritt 4: Wasserschlauch der Waschmaschine anschließen
Über den Zulaufschlauch gelangt Frischwasser in die Waschmaschine. Prüfen Sie vor dem Anschließen, ob Schlauch und Dichtung unbeschädigt sind. Befestigt wird der Schlauch meist an einem sogenannten Geräteschrägsitzventil (“Wasserhahn mit Geräteanschluss”) oder einem Geräteanschluss an einem Eckventil; häufig kommt dabei eine ¾-Zoll-Verschraubung zum Einsatz. Welche Ausführung Ihr Gerät benötigt, steht in der Montageanleitung.
Setzen Sie die Verschraubung gerade auf das Gewinde, prüfen Sie, dass eine Dichtung vorhanden ist und ziehen Sie sie nach Herstellerangabe fest, d.h. in der Regel handfest und ohne eine Zange oder einen Maulschlüssel. Öffnen Sie anschließend den Wasserhahn langsam und prüfen Sie, ob die Verbindung dicht bleibt. Tropft es, sitzt möglicherweise die Dichtung nicht richtig oder die Verschraubung ist zu locker. Der Schlauch selbst darf hinter der Maschine weder geknickt noch gequetscht werden.
Moderne Waschmaschinen ab einer gewissen Preisklasse besitzen zusätzlich immer einen AquaStop. Von einer Verwendung von Waschmaschinen ohne Aquastopp insbesondere bei Aufstellorten innerhalb von Wohnungen im mehrgeschossigen Wohnungsbau ist dringend abzuraten. Ein Aquastopp ist meist an einem etwas größeren Kunststoffgehäuse am Ende des Zulaufschlauchs zu erkennen und kann bei einer Störung die Wasserzufuhr unterbrechen. Die genaue Funktionsweise unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell.
Schritt 5: Waschmaschine mit Strom versorgen
Sind Zu- und Ablaufschlauch angeschlossen, fehlt noch der Strom. Schließen Sie die Waschmaschine direkt an eine vorschriftsmäßig installierte Schutzkontaktsteckdose an. Diese sollte gut erreichbar sein, damit Sie den Stecker bei Bedarf schnell ziehen können.
Auf Verlängerungskabel oder Steckdosenleisten sollten Sie verzichten: Sie können bei hoher Belastung überhitzen. Achten Sie außerdem darauf, dass das Netzkabel nicht eingeklemmt oder geknickt wird. Sind Kabel oder Stecker beschädigt, ist eine Elektrofachkraft beziehungsweise der Kundendienst gefragt.
Steht die Waschmaschine im Badezimmer, gelten zusätzliche Schutzvorgaben. Um alle Zapfstellen (also Wasserhähne und Armaturen an Waschbecken, Dusche und Badewanne) gibt es festgelegte Bereiche, in denen Steckdosen nicht zulässig sind. Außerdem muss der betreffende Stromkreis über einen FI-Schalter (RCD) mit höchstens 30 Milliampere abgesichert sein.
Ob die Steckdose passend abgesichert ist, lässt sich häufig in den Unterlagen zur Elektroinstallation nachvollziehen. In einer Mietwohnung können Sie Vermieter*in oder Hausverwaltung fragen. Soll eine Steckdose neu installiert oder versetzt werden oder sind Sie sich bei der vorhandenen Elektroinstallation nicht sicher, sollte eine Fachkraft übernehmen.
Schritt 6: Waschmaschine gerade ausrichten
Bevor der erste Waschgang startet, sollten Sie die Waschmaschine gerade und stabil ausrichten. Steht sie schief, kann sie beim Schleudern stärker vibrieren oder über den Boden wandern.
Legen Sie dafür eine Wasserwaage auf das Gerät und justieren Sie die höhenverstellbaren Füße, bis die Maschine waagerecht steht. Prüfen Sie anschließend, ob sie beim leichten Drücken gegen die oberen Ecken wackelt. Ist alles stabil, ziehen Sie die Kontermuttern der Füße nach Herstellerangabe fest.
Eine Anti-Vibrationsmatte ist in der Regel nicht nötig aber je nach Bodenaufbau sinnvoll. Sie kann Schwingungen und Geräusche dämpfen und so auch die Übertragung in angrenzende oder darunterliegende Wohnungen reduzieren. Einen schiefen oder instabilen Stand kann sie jedoch nicht ausgleichen.
Schritt 7: Ersten Waschgang starten und Anschlüsse prüfen
Sind Wasser, Abfluss und Strom angeschlossen und steht die Maschine gerade, folgt der erste Testlauf. Welche Vorgehensweise dafür vorgesehen ist, hängt vom Modell ab. Manche Hersteller empfehlen bei einer neuen Maschine einen Waschgang ohne Wäsche, teils mit höherer Temperatur. Halten Sie sich deshalb an die Hinweise zur ersten Inbetriebnahme in der Bedienungsanleitung.
Etwas Feuchtigkeit in einer neuen Waschmaschine ist übrigens kein Grund zur Sorge: Viele Geräte werden im Werk mit Wasser geprüft, sodass geringe Restmengen zurückbleiben können.
Beobachten Sie die Maschine während des ersten Programms und prüfen Sie vor allem:
- Bleiben Wasserzulauf und Ablauf dicht?
- Wird das Wasser ohne Rückstau abgepumpt?
- Steht die Maschine auch beim Schleudern stabil?
- Fallen ungewöhnliche Geräusche oder starke Vibrationen auf?
Tritt an einer Verschraubung Wasser aus, unterbrechen Sie das Programm und prüfen Sie die Verbindung. Vor Arbeiten am Zulaufschlauch drehen Sie den Wasserhahn zu. Sitzt beispielsweise die Dichtung nicht richtig, hilft stärkeres Anziehen allein meist nicht weiter.
Verläuft der Testlauf ohne Auffälligkeiten, ist die Waschmaschine einsatzbereit.

Smarte Waschmaschinen lassen sich je nach Modell per App ins Heimnetz einbinden – etwa um den Programmstatus zu prüfen oder Benachrichtigungen zum Waschgang zu erhalten.
Schritt 8: Smarte Waschmaschine ins WLAN einbinden
Viele aktuelle Waschmaschinen lassen sich zusätzlich mit dem heimischen WLAN verbinden und per Smartphone steuern. Die Einrichtung erfolgt in der Regel über die App des Herstellers: Dort wählen Sie das Gerät aus und folgen den angezeigten Schritten zur Verbindung mit Ihrem Heimnetz. Häufig hilft dabei ein QR-Code am Gerät oder in der Bedienungsanleitung.
Ist die Verbindung eingerichtet, können Sie je nach Modell beispielsweise den Programmstatus auf dem Smartphone verfolgen oder eine Benachrichtigung erhalten, sobald die Wäsche fertig ist. Manche Geräte bieten darüber hinaus Hinweise zum Stromverbrauch oder unterstützen bei der Wahl eines passenden Waschprogramms.
Wichtig: Die WLAN-Verbindung ist für den normalen Betrieb nicht zwingend erforderlich. Möchten Sie die smarten Funktionen nutzen, sollten Sie die Hersteller-App regelmäßig aktualisieren und auch Software-Updates der Waschmaschine installieren.
Auch nach dem Anschließen: Schläuche regelmäßig kontrollieren
Mit dem erfolgreichen ersten Waschgang haben Sie den Löwenanteil der Arbeit geschafft. Dennoch sollten Sie Zulauf- und Ablaufschlauch regelmäßig auf Knicke, Risse, poröse Stellen und Feuchtigkeit überprüfen. Auch die Verbindungen am Wasserhahn und am Abfluss sollten trocken bleiben.
Achten Sie außerdem darauf, dass die Maschine weiterhin stabil steht. Hat sich ein Standfuß gelockert, kann sich das besonders beim Schleudern durch stärkere Vibrationen bemerkbar machen.
Bei längerer Nichtbenutzung – zum Beispiel während eines Urlaubs – wird empfohlen, den Wasserzufluss zur Waschmaschine zu schließen. Das gilt grundsätzlich auch für Geräte mit AquaStop.
Und um unangenehme Gerüche und Ablagerungen zu vermeiden und damit Maschine hygienisch sauber bleibt, sollten Sie regelmäßig die Waschmaschine reinigen.
