Waschmaschine richtig reinigen: So geht’s

Wenn Sie Ihre Klamotten aus der Trommel holen und feststellen, dass das eine oder andere Teil nicht mehr richtig sauber geworden ist, empfiehlt sich eine gründliche Reinigung Ihrer Waschmaschine. Das ist nicht nur gut für Ihre Wäsche, sondern auch für Ihren Geldbeutel. Denn eine saubere Waschmaschine läuft effizienter und verbraucht weniger Energie.

Das hört sich zunächst einmal nach einer zeitraubenden Herkulesaufgabe an, geht jedoch in der Regel recht fix. Und das Beste ist: Alles, was Sie brauchen, um Ihre Waschmaschine zu reinigen, haben Sie vermutlich schon im Haus.


Das erwartet Sie hier


Waschen bei niedrigen Temperaturen ist gut für die Umwelt und senkt die Stromkosten. Allerdings sind viele Waschmaschinen nicht in der Lage, Dreck und Fette bei 30 Grad richtig abzutransportieren. Daher sollten Sie Ihre Waschmaschine regelmäßig reinigen.

So häufig sollten Sie Ihre Waschmaschine reinigen

Ihre Waschmaschine regelmäßig zu reinigen, ist vor allem aus hygienischen Gründen wichtig. Wenn sich nämlich an den verschiedenen Teilen der Maschine Verschmutzungen oder Waschmittelrückstände festsetzen, fängt das Gerät irgendwann an zu stinken – und die Gerüche gehen letztlich auch auf Ihre Wäsche über. Zudem werden Ihre Kleider unter Umständen nicht mehr richtig sauber. Darüber hinaus müssen Sie oftmals mit höheren Temperaturen waschen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu bekommen. Das strapaziert auf Dauer nicht nur Ihre Klamotten, sondern auch die Stromrechnung. Daher sollten Sie die Waschmaschine alle ein bis zwei Monate reinigen.

Frau riecht an frischer Wäsche

Damit Ihre Wäsche auch weiterhin wie eine frische Frühlingsbrise duftet, sollten Sie Ihre Waschmaschine regelmäßig pflegen.

Waschmaschine reinigen: Schritt für Schritt erklärt

1. Flusensieb reinigen

Im ersten Schritt gilt es, das Flusensieb Ihrer Waschmaschine zu reinigen. Dazu brauchen Sie einen Lappen und ein Küchentuch. Bevor es an die Reinigung geht, sollten Sie allerdings noch das Wasser aus dem Ablaufschlauch ablaufen lassen und mit einem Behältnis auffangen. Anschließend können Sie die Klappe betätigen, die sich rechts oder links unten an der Vorderseite der Waschmaschine befindet. Entfernen Sie das Flusensieb und reinigen Sie es unter fließendem lauwarmem Wasser. Zum Schluss sollten Sie noch den Einsteckkanal mit einem Küchentuch sauber wischen.

2. Gummidichtungen reinigen

Das im Inneren Ihrer Waschmaschine angebrachte Gummi sollten Sie ebenfalls reinigen, denn an den Dichtungen siedeln sich häufig Bakterien an, was zu schlechten Gerüchen führen kann. Um die Dichtungen zu säubern, verdünnen Sie Zitronensäure oder etwas Essigessenz (nicht zu viel!) mit Wasser. Anschließend befeuchten Sie damit ein Tuch und reiben die Dichtungen ab.

Gummidichtung an Waschmaschine wird gereinigt

An den Gummidichtungen Ihrer Waschmaschine können sich Waschmittelrückstände und Verschmutzungen festsetzen.

3. Waschmittelfach reinigen

Als nächstes ist das Waschmittelfach an der Reihe. Um dieses zu reinigen, füllen Sie ein ausreichend großes Gefäß mit einem Gemisch aus Essigessenz und Wasser und legen das Fach dort hinein. Nach etwa 10 Minuten schrubben Sie sämtliche Schmutz- und Waschmittelrückstände mit einer alten Zahnbürste ab. Danach spülen Sie das Fach unter dem Wasserhahn ab, trocknen es und setzen es wieder in die Waschmaschine ein.

4. Trommel reinigen

Die Trommel Ihrer Waschmaschine lässt sich reinigen, indem Sie bei 90 Grad einen normalen Waschgang im Leerlauf durchführen. Um das Innere Ihrer Waschmaschine makellos sauber zu bekommen, können Sie einen chemischen Waschmaschinenreiniger oder auch Spülmaschinentabs nutzen. Bei letzterer Variante legen Sie einfach ein oder zwei Tabs in die Trommel, bevor Sie den Waschgang starten. Sie können aber auch auf ein Hausmittel zurückgreifen – siehe unten.

Waschmaschinentrommel mit Spülmaschinentabs reinigen

Die Waschmaschinentrommel können Sie auch mithilfe eines Spülmaschinentabs reinigen.

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Waschmaschine reinigen: Diese 3 Hausmittel wirken Wunder

Gute Nachricht für Sparfüchse: Wenn Sie Ihre Waschmaschine reinigen möchten, brauchen Sie sich nicht in Unkosten zu stürzen. Stattdessen können Sie auf Produkte zurückgreifen, die Sie vermutlich schon zu Hause haben.

  • Essig: Die Waschmaschine mit Essig zu reinigen ist nicht nur eine günstige Lösung, sondern auch höchst effektiv. Die enthaltene Säure löst Kalkablagerungen und sorgt für makellose Sauberkeit. Allerdings sollten Sie zwei Dinge beachten: Zum einen ist es wichtig, den Essig vor der Anwendung stets mit Wasser zu verdünnen. Zum anderen sollten Sie aufpassen, dass das Essiggemisch nicht mit den Gummidichtungen in Berührung kommt. Denn diese können durch die aggressive Säure beschädigt werden.
  • Zitronensäure: Wenn Sie Ihre Waschmaschine reinigen wollen, ist Zitronensäure ebenfalls eine wirksame Option, denn ebenso wie Essig hat auch Zitronensäure eine entkalkende Wirkung. Gleichzeitig ist das Mittel im Hinblick auf Gummidichtungen etwas weniger aggressiv. Geben Sie einfach sieben bis acht Esslöffel Zitronensäure-Pulver in die Trommel und lassen die Maschine einmal ohne Wäsche durchlaufen.
  • Natron: Natron ist perfekt geeignet, um Pilze und Keime zu entfernen, und somit das ideale Mittel zum Reinigen Ihrer Waschmaschine. Geben Sie einfach rund 50 Gramm Natron ins Waschmittelfach und führen Sie einen Waschgang im Leerlauf durch, möglichst bei maximaler Temperatur.
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Strom sparen beim Wäschewaschen: Diese 3 Tipps sollten Sie sich merken!

Viele Waschmaschinen entpuppen sich als regelrechte Energiefresser. Um nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel zu schonen, sollten Sie daher auf Modelle mit der Energieeffizienzklasse A setzen. Zudem können Ihnen die folgenden 3 Tipps dabei helfen, bei der Nutzung Ihrer Waschmaschine Strom zu sparen:

  1. Packen Sie möglichst viele Wäscheteile in die Maschine, damit sich der Waschgang lohnt.
  2. Nutzen Sie ein Eco-Waschprogramm, sofern Ihre Maschine ein solches an Bord hat.
  3. Trocknen Sie Ihre Wäsche an der frischen Luft, statt sie in den Trockner zu geben.

Waschmaschine stinkt trotz Reinigung? Das kann dahinterstecken

Sie haben all unsere Life-Hacks ausprobiert, und Ihre Waschmaschine verströmt immer noch einen unangenehmen Geruch? In diesem Fall ist es recht wahrscheinlich, dass ein Defekt an der Ablaufpumpe vorliegt. Bereits ein kleines Leck kann dazu führen, dass sich im Inneren der Waschmaschine eine Pfütze bildet. Und Feuchtigkeit ist bekanntlich eine Brutstätte für Bakterien.

Doch wie lässt sich das Problem lösen? Leider werden Sie nicht drumherum kommen, die Ablaufpumpe von einer Fachfirma ersetzen zu lassen. Falls das nicht möglich ist, bleibt nur noch der Kauf einer neuen Waschmaschine.

Tipp: Aus hygienischen Gründen sollten Sie ebenso Ihren Kühlschrank regelmäßig abtauen und reinigen. Denn auch hier können sich schnell Bakterien und Schimmel bilden, was wiederum zu schlechten Gerüchten führen kann. Auch in Sachen Energieeffizienz hat ein gut gepflegter Kühlschrank die Nase vorn.