Einbruchschutz – so machst du dein Zuhause sicher

Sommerzeit ist Ferienzeit! Auch wenn Corona in diesem Jahr viele Reisepläne durcheinandergebracht hat, fahren dennoch viele weg – zur Freude von Einbrechern. Um dir die Sorge vor einem Einbruch zu nehmen und Dieben das Leben schwer zu machen, haben wir das Thema Einbruchschutz näher beleuchtet.

Wir verraten dir, wie du dein Zuhause schützen kannst.


Das erwartet dich hier

Nicht nur die dunklen Wintermonate werden von Einbrechern für ihre Beutezüge genutzt. Auch die Sommerferien sind eine beliebte Zeit, denn dann sind viele Menschen für mehrere Tage oder Wochen verreist. Zwar ist die Zahl der Einbrüche von 2018 auf 2019 deutschlandweit leicht gesunken – von rund 97.504 um etwa zehn Prozent auf 87.145 Fälle. Trotzdem bleibt bei vielen ein ungutes Gefühl. Das beste Mittel gegen eine unliebsame Überraschung bei der Rückkehr sind angemessene Schutzmaßnahmen.

Dass sowohl klassischer als auch moderner Einbruchschutz etwas bringt, zeigen ebenfalls Statistiken: Allein 2019 scheiterten rund 45 Prozent der Einbruchversuche an technischen Schutzvorkehrungen. Ein Grund mehr, sich mit dem Thema „Smart Home“ zu beschäftigen, also mit der Vernetzung von Haustechnik und Haushaltsgeräten. Viele Sicherheitsgeräte wie Alarmanlagen, Überwachungskameras oder Bewegungsmelder lassen sich damit verbinden.

Einbruchschutz – welche Möglichkeiten gibt es, das Zuhause zu schützen?

Smart-Home-Lösungen sind für einen effektiven Einbruchschutz ideal. Sie ergänzen das klassische „Pflichtprogramm“, die mechanische Sicherung, auf die wir weiter unten ausführlicher eingehen. Baut die Elektronik darauf auf, trägt dies erheblich zum Sicherheitsgefühl der Bewohner bei. Grundlegend lässt sich sagen:

KLASSISCHER Einbruchschutz verhindert, MODERNER meldet.

Modern: Mehr Einbruchschutz durch smarte Gadgets

Smart-Home-Lösungen lassen sich in der Regel unkompliziert auch von Privatpersonen einrichten und über eine App bedienen. Viele der im Folgenden vorgestellten Möglichkeiten sind vor allem für Mieter interessant, die keinen Einfluss auf bauliche Maßnahmen wie Fensterbeschläge oder Türsicherungen haben.

Licht und Kamera: Alles gut im Blick

Da Diebe gerne im Dunkeln bleiben, wirkt Licht präventiv gegen Einbruchversuche. So gibt es zum Beispiel Lampen, die auf Bewegung reagieren (Bewegungsmelder) und den dunklen Hof, Eingangsbereich oder ein Zimmer erhellen, sobald sich jemand nähert bzw. eintritt.

 

Smart-Homekamera meldet Einbrecher

Überwachungskameras, die mit einem Bewegungsmelder gekoppelt sind, können bei der Aufklärung von Einbrüchen helfen.

Nützlich sind auch smarte Leuchten, die sich per Timer-Funktion oder über eine App auf dem Smartphone anschalten lassen. So entsteht abends der Eindruck, dass jemand zu Hause ist. Empfehlenswert sind beispielsweise die Philips Hue Leuchten, die per Smartphone gesteuert werden. Wenn sie mit dem WLAN verbunden sind, lassen sich bis zu 50 Leuchten per iPhone oder iPad auch von unterwegs an- und ausschalten. Starter-Kits gibt es ab 80 Euro.

Etwas günstiger ist die intelligente Steckdose Belkin WeMo Switch – sie kostet rund 50 Euro. Das Gerät wird in eine Lampe oder den Fernseher eingesteckt und kann von unterwegs ein- oder ausgeschaltet werden. Nach der Installation lässt sich die Belkin WeMo Switch per Smartphone steuern und du kannst sogar Zeitpläne für die Schaltung erstellen. Der Vorteil gegenüber ein Zeitschaltuhr: Licht oder Fernseher können zu unterschiedlichen Zeiten automatisch eingeschaltet werden. Dadurch wirkt die Illusion, dass du zu Hause bist wesentlich realistischer als wenn etwa die Beleuchtung über eine Zeitschaltuhr immer zur gleichen Zeit aktiviert wird.

Sicherheitskameras verschaffen dir einen Überblick darüber, was in dem überwachten Bereich passiert – egal, wo du dich aufhältst. Du kannst sie zusätzlich mit einem Bewegungsmelder kombinieren. Die Kamera zeichnet dann auf, wenn der Bewegungsmelder eine Bewegung wahrnimmt. Zur Auswahl stehen kabellose (wiederaufladbare Akkus mit langer Lebensdauer) und kabelgebundene Modelle. So informiert dich beispielsweise das Netgear Arlo Pro Sicherheitssystem mit einer oder mehreren Kameras (ab ca. 320 Euro) mittels Push-Benachrichtigungen über Bewegungen. Außerdem lässt sich ein Alarm auslösen. Per Smartphone kannst du überdies Geräusche überwachen und über Sprachanweisungen Einstellungen vornehmen.

Die Schotten dicht: Lösungen für Fenster und Türen

Die Sicherung von Fenstern und Türen solltest du ebenfalls in dein Smart-Home-Schutzkonzept einbeziehen. In die Rahmen von Fenstern und Türen setzt du Kontaktpunkte ein, die sich mit der App überwachen lassen. Wird ein Kontakt in deiner Abwesenheit unterbrochen – also ein Fenster oder eine Tür geöffnet – informiert dich die App und/oder ein Alarm wird ausgelöst.

Einbrecher hebelt Fenster auf - vergeblich dank Einbruchschutz

Sicherungen an Türen und Fenstern lassen Einbrecher oft schnell aufgeben.

Apropos Alarm: Smarte Alarmanlagen sind mittlerweile auch mit einer App bedien- und steuerbar. Im Ernstfall kannst du direkt über die App Hilfe anfordern oder bei einem harmlosen Zwischenfall den Alarm abschalten. Die ABUS Funkalarmanlage Secvest zum Beispiel lässt sich um zusätzliche Komponenten erweitern und bei einem Umzug einfach mitnehmen. Das Basis-Set mit Funk-Alarmzentrale, Bewegungsmelder (Flächen- und Raumsicherung), Öffnungsmelder (Überwachung von Fenster und Tür), Fernbedienung, Steckernetzteil und Warnaufklebern kostet rund 760 Euro.

Smarte Rollläden für einen bewohnten Eindruck

Eine weitere Ergänzung deines Sicherheitskonzepts für dein Zuhause sind Rollläden mit Funksteuerung. Diese kannst du so einstellen, dass sie regelmäßig hoch- und runterfahren – so gewinnen Außenstehende den Eindruck, dass immer jemand zu Hause ist. Bei älteren Modellen kannst du die Funksteuerung auch nachrüsten. Von Schellenberg gibt es zum Beispiel zwei passende Produkte: Schellenberg Funk-Rolladenschalter für rund 60 Euro und das Schellenberg Funk-Empfangsmodul für Rollladenmotoren und Markisenmotoren für rund 38 Euro. Die Produkte können über die Schellenberg Smart App gesteuert werden. Dafür wird die Schellenberg Funk-Steuerzentrale SH1 (rund 230 Euro) benötigt, die noch für viele weitere Bereiche im Haus (Heizkörper regulieren, Fenster überwachen, Licht, Steckdosen, Markisen und Garagentore steuern) einsetzbar ist.

Eine App für alles: Magenta SmartHome

Herzstück eines guten Einbruchschutzes ist immer die Smart Home-App. Darin werden sämtliche Geräte verwaltet und überwacht – egal, wo du gerade bist. Ein Beispiel für ein gelungenes Rundum-Sorglos-Paket ist Magenta SmartHome. Zunächst werden die Räume in unterschiedliche Alarmzonen (Warnung oder Alarm) unterteilt. Welche Tür- bzw. Fensterkontakte und Bewegungsmelder sollen einen Alarm auslösen und welche nicht?

Per App sind Rollläden, Lampen, Kameras und Lautsprecher auch von unterwegs steuerbar, damit die Wohnung bzw. das Haus bewohnt wirkt. Die von der Kamera aufgezeichneten Bilder lassen sich in der App aufrufen und Bewegungsmelder erkennen ungebetene Gäste auf dem Grundstück. Wird ein Alarm ausgelöst, erhält der Besitzer eine Push-Nachricht auf sein Smartphone.

Mann entspannt sich im Urlaub - und steuert mit Smart-Home seine Rolläden und Lampen zu Hause

Dank Smart Home App hast du auch im Urlaub das Geschehen im eigenen Haushalt im Blick.

Mechanische Einbruchsicherungen nachrüsten

Als Ergänzung zum Smart Home-Einbruchschutz gibt es einige mechanische Sicherungen, die sich bewährt haben. Einbrecher geben meist schnell auf, wenn sie auf Hindernisse wie Türsicherungen und einbruchshemmende Fenster treffen. Gut geeignet sind zum Beispiel folgende Sicherungen:

  • Panzerriegel (auch: Querriegel, Sicherheitsriegel): Dieser stellt eine zusätzliche Sperre über die gesamte Türbreite dar und kostet den Einbrecher bei seinem Versuch, die Tür zu öffnen, Kraft und Zeit. Die Verbindung mit einem Stahlriegel hat den Vorteil, dass die Tür einen Spalt geöffnet werden kann.
  • Vertikal-Stangenschloss: Ist ein Panzerriegel nicht installierbar, etwa bei Altbautüren, empfiehlt sich ein Stangenschloss. Bei dieser zusätzlichen Sicherung wird durch das Schließen des Schlosses eine Stange ausgefahren, die beim Abschließen von seitlichen Halterungen am Türrahmen gehalten werden. Dadurch wird das Aufhebeln einer Tür deutlich erschwert.
  • Pilzkopfverriegelung (auch: Pilzkopfzapfenverriegelung, Pilzzapfenverriegelung): Sie sichert Fenster und Terrassentüren mechanisch und erschwert somit ein Aufhebeln. Schließlich spielt der Zeitfaktor bei einem Einbruch eine große Rolle. Wichtig ist, dass Fenster und Verriegelung zueinander passen. Um einen guten Einbruchschutz zu gewährleisten, ist es sinnvoll, einen Fachmann mit der Montage zu beauftragen. Eine gute Pilzkopfverriegelung kostet etwa 25 Prozent des Fensterpreises.
  • Schutzgitter: Vor allem kleine Fenster im Erdgeschoss oder im Tiefparterre sollten durch Gitter geschützt werden. Mit gängigem Einbruchwerkzeug sind diese nahezu unüberwindbar.

Tipp: KfW-Förderung für Einbruchschutz

Die Bankengruppe KfW fördert Maßnahmen zum Einbruchschutz. Über das Zuschuss-Programm KfW 455-E beteiligt sich die KfW anteilig an verschiedenen Maßnahmen. So werden 20 Prozent der ersten 1.000 Euro für den Einbruchschutz übernommen, alles darüber hinaus wird mit 10 Prozent bezuschusst. Vorhaben, deren Kosten 15.000 Euro übersteigen, können noch umfangreicher gefördert werden. Förderfähig ist beispielsweise der Einbau von Sicherheitstüren und -fenstern, die Nachrüstung einbruchhemmender Türen sowie die Installation von Alarmanlagen. Der Förderantrag kann online über das KfW-Zuschussportal beantragt werden. Du bekommst sofort Bescheid, ob der Antrag bewilligt bzw. geprüft wird.

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