Heizung auf Sommerbetrieb umstellen und Energie sparen

Die Heizung auf Sommerbetrieb umzustellen, wird nicht erst im Juni interessant, wenn die Temperaturen die 20 Grad Marke knacken. Bereits wenn sich der Frühling richtig einpendelt, kann sich eine Umstellung der Heizungsanlage lohnen.

Schon allein, um unnötige Heizkosten zu vermeiden, ist dieser Schritt sinnvoll. Wir erklären, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist und wie die Umstellung funktioniert.


Das erwartet dich hier

Warum Heizung auf Sommerbetrieb umstellen?

Heizen bedeutet Arbeit: Brenner und Umwälzpumpe laufen auf Hochtouren, damit die Heizkörper schön warm sind und alle Räume eine angenehme Temperatur haben. Dafür wird Energie benötigt. Bei vielen Heizungen stammt diese Energie hauptsächlich aus fossilen Trägern, aus Erdöl und Erdgas. In den Sommermonaten aber erwärmt die Sonne die Luft von ganz allein. Und das kostenlos. Zudem sparst du Stromkosten ein, weil bestimmte Geräte, etwa die Umwälzpumpe, ebenfalls nicht laufen.

Vor allem zwei Gründe sprechen also dafür, deine Heizung auf Sommerbetrieb umzustellen:

  • Du sparst Geld.
  • Du verringerst CO2-Emissionen.

Wie kann ich meine Heizung auf Sommerbetrieb umstellen?

Manche Heizanlagen verfügen über zwei getrennte Systeme, um das Heizungswasser sowie das Warmwasser zum Duschen und Händewaschen zu erwärmen. Bei denen kannst du die Heizung im Sommer komplett abschalten.

Bei vielen Anlagen geht das aber nicht. Denn Heiz- und Warmwasser werden über einen Brenner erhitzt. Diese Heizanlagen kannst du aber auf Sommerbetrieb umstellen. Dafür bringst du den Schalter in die Position „Wasserhahn“. Das ist das Symbol für den Sommerbetrieb deiner Heizung. Um den Winterbetrieb zu aktivieren, stellst du einfach den Schalter auf die Position „Wasserhahn + Heizkörper“ zurück.

Bei älteren Heizanlagen musst du die Brennregelung oder die Speichertemperatur in der Regel per Hand anpassen, damit die Heizung im Sommer nicht läuft. Um Schäden am Heizkessel zu vermeiden, solltest du dies aber im Zweifelsfall einem Fachmann überlassen.

Sommerbetrieb bedeutet im technischen Sinn, dass die Heizung nicht komplett aus ist. Aber Brenner und Umwälzpumpe springen erst dann wieder an, wenn ein bestimmter Grenzwert unterschritten wird.

Bei welcher Temperatur schaltet die Heizung auf Sommerbetrieb?

Neuere Heizungen schalten häufig automatisch in den Sommerbetrieb um. Einige Modelle verwenden dazu einen Innensensor, der die Temperatur in den Wohnräumen misst. Der Grenzwert liegt meist zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Erst wenn die Innenraumtemperatur unter diesen Wert fällt, springt die Heizung an. In der Betriebsanleitung erfährst du, wie du den Wert manuell anpasst. Übrigens: Wenn du unsicher bist, welche Temperaturen für die verschiedenen Räume deiner Wohnung optimal sind, solltest du einen Blick in unsere Energiespartipps zum Heizen und Lüften werfen.

Die meisten Heizungsanlagen funktionieren mittlerweile mit Außensensoren. Hier liegt der Grenzwert bei 17 Grad Celsius. Bei gut gedämmten Häusern reichen sogar 12 Grad Celsius. Denn die Wärme bleibt lange gespeichert, sodass du ein, zwei kühle Tage zwischendurch gut ohne Heizen überbrücken kannst.

Heizungsanlage

Moderne Heizungsanlagen lassen sich ganz einfach per Schalter auf Sommerbetrieb umstellen.

Ab wann macht es Sinn, die Heizung auf Sommerbetrieb umzustellen?

Wann der beste Zeitpunkt zur Umstellung ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Wer schon Mitte April tagsüber draußen schwitzt, wird die Heizung eher umstellen als jemand, der Ende Mai immer noch bei 9 Grad Celsius fröstelt.

Üblicherweise endet die Heizperiode für Vermieter am 30. April. Allerdings ist die Regelung flexibel. Wenn es die Witterung nicht zulässt, müssen Vermieter die Heizanlage auch über den Termin hinaus weiterlaufen lassen. Doch der 1. Mai ist in der Regel ein guter Stichtag, um zu prüfen, ob du die Heizung auf Sommerbetrieb umstellen kannst. Spätestens zum 1. Juni, dem kalendarischen Sommerbeginn, ist das in der Regel möglich.

Und um die Heizung nach dem Sommer wieder in Betrieb zu nehmen: Die neue Heizperiode beginnt am 1. Oktober.

Darf der Vermieter die Heizung im Sommer abstellen?

Wenn du dein eigenes Haus hast, steht es dir frei, ob du die Heizung lediglich auf Sommerbetrieb umstellst oder die Heizanlage komplett abschaltest.

Vermieter müssen in kühlen Phasen den Wetterbericht im Blick haben. Ist es nur mal einen Tag lang etwas kühler, muss man die Heizung nicht gleich anschalten. Doch betragen die Außentemperaturen drei Tage lang weniger als 12 Grad Celsius, muss die Heizung auch im Sommer laufen. Und zwar so, dass die Räume am Tag auf mindestens 20 Grad Celsius und in der Nacht auf mindestens 18 Grad Celsius erwärmt werden. Darüber informiert der Deutsche Mieterbund.

Heizkörper kann im Sommer ausgemacht werden.

Im Sommer kann die Heizung ausgestellt werden.

Wie hoch sind die Ersparnisse bei Umstellung der Heizung auf Sommerbetrieb?

Wie viel Geld du sparst, hängt davon ab, wie viele kühle Tage (und Nächte) der Sommer hat. Aber generell lässt sich sagen, dass sich durch die Umstellung der Heizung der Jahresverbrauch an Strom oder Gas um 5 bis 15 Prozent senken lässt. Je nach Tarif sind das mehr als 100 Euro.

Nicht nur die die Umstellung der Heizung auf Sommerbetrieb kann man Energie und Geld sparen. Auch im Haushalt steckt enormes Energiesparpotenzial. Wie man mit ein paar einfachen Verhaltensregeln in den eigenen vier Wänden Strom spart, erfährst du in diesem Beitrag zum Thema „Strom sparen: 10 Tipps für zu Hause„.

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