Mann wäscht Gesicht

Energiespartipps: Sparen Sie Wasser und Strom im Badezimmer

Mit kleinen technischen Helfern optimieren Sie Ihren Verbrauch – einfach und effizient.

Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich etwa 120 Liter Wasser am Tag. Dabei wird rund ein Drittel des Gesamtverbrauchs für die tägliche Körperpflege benötigt. Im heimischen Badezimmer entstehen außerdem über 10 % der Stromkosten, die für die Bereitung von Warmwasser genutzt werden. Der hohe Wasser- und Energieverbrauch lässt sich aber gerade beim Duschen und Baden recht schnell optimieren.

5 Tipps zum Wassersparen im Alltag – sparen Sie mit!

  • Mann putzt Zähne, das verbraucht Wasser

    Wasser abstellen
    Drehen Sie den Wasserhahn beim Zähneputzen, Händeeinseifen oder Rasieren zu. Denn schon innerhalb von einer Minute fließen bis zu fünf Liter Wasser ungenutzt ab.

  • Tropfender Wasserhahn

    Wasserhähne reparieren
    Ihr Wasserhahn tropft? Dann lassen Sie ihn schnell reparieren. So verhindern Sie, dass monatlich bis zu 170 Liter Wasser (bei zehn Tropfen pro Minute) ungenutzt im Abfluss verschwinden.

  • Badewanne läuft mit Wasser voll.

    Duschen statt Baden
    Hätten Sie’s gewusst? Wenn Sie drei Minuten duschen, verbrauchen Sie 30 bis 50 Liter Wasser. Ein Vollbad dagegen schlägt mit 150 bis 180 Litern Wasser zu Buche.

  • Frau unter Dusche beim Haare waschen

    Beim Duschen sparen
    Wasser erwärmen kostet Energie. Wer eine Minute kürzer duscht und dabei die Wassertemperatur um ein Grad reduziert, spart Wasser und bares Geld – und das ohne Komfortverlust.

  • Mädchen gießt Osterglocken mit Wasser

    Vorlaufwasser sammeln
    Häufig dauert es eine Weile, bis das Duschwasser warm wird. Fangen Sie das kalte Vorlaufwasser auf und nutzen Sie es für andere Zwecke wie Putzen oder Blumengießen.

Zentrale Warmwasserbereitung: Energiesparen mit Wohlfühleffekt

Warmwasser kann zentral oder dezentral erzeugt werden. Bei der zentralen Warmwasserbereitung wird kaltes Wasser an einem Ort, beispielsweise im Kessel Ihrer Heizungsanlage, erwärmt und im Warmwasserspeicher gesammelt. Über die Rohrleitung gelangt das erwärmte Wasser zu der eigentlichen Verbraucherstelle – Ihrem Wasserhahn. Da die Energie gleichzeitig zur Aufrechterhaltung des Heizkreislaufes und zur Warmwassererzeugung genutzt wird, fallen die Betriebskosten in der Regel vergleichsweise niedrig aus. Zusätzlich bietet die zentrale Warmwasserversorgung eine ganze Palette an Sparmaßnahmen. Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren und entdecken Sie neue Einsparpotenziale in Ihrem Zuhause.

Zirkulationspumpe – warmes Wasser ohne Warten
Wer kennt das nicht: Man dreht den Wasserhahn auf und muss eine Weile warten, bis das Wasser warm wird. Der Grund dafür ist, dass das abgekühlte Wasser aus den Rohrleitungen abfließen muss, bevor Warmwasser aus dem Speicher nachrückt. So läuft täglich eine erhebliche Menge an Trinkwasser ungenutzt in den Abfluss. Eine Zirkulationspumpe schafft Abhilfe: Durch den Kreislauf ist das Wasser in der Leitung gleichmäßig warm temperiert und an jeder Entnahmestelle im Haus sofort verfügbar. Die Zirkulationspumpe kostet rund 100 bis 150 Euro, exklusive Installations- und Betriebskosten. Das positive Ergebnis: Sie gewinnen an Komfort und sparen Energie.

Mit einer Zeitschaltuhr Bares sparen
Ihre Warmwasserversorgung wird bereits durch eine Zirkulationspumpe gesteuert? In der Regel läuft die Pumpe Tag und Nacht. Dabei verbraucht sie dauerhaft Strom – auch dann, wenn Sie kein heißes Wasser benötigen. Investieren Sie in eine Zeitschaltuhr und passen Sie die Arbeit der Pumpe Ihrem Tagesablauf im Haushalt an. So sparen Sie, ohne auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Zeitschaltuhren verbrauchen wenig Energie, sind günstig in der Anschaffung und einfach zu installieren.

Dichtungen und Dämmungen prüfen
Häufig sind Rohrleitungen zwischen dem Warmwasserspeicher und den Wasserhähnen nur unzureichend gedämmt. Das Warmwasser kühlt schneller ab und muss immer wieder aufgeheizt werden. Mit einer guten Isolierung sparen Sie Energie und schonen gleichzeitig die Umwelt und Ihren Geldbeutel. Wie dick die Isolierschicht sein muss, hängt vom Durchmesser der Rohre beziehungsweise von ihrer Lage ab. Als Materialien eignen sich Kunststoff, Mineralwolle oder Kautschuk besonders gut. Die Kosten liegen, je nach Werkstoff, zwischen 5 und 10 Euro. Kosten für den Handwerker sollten Sie auch berücksichtigen. Die Investition lohnt sich: Sie sparen zukünftig im Alltag bares Geld.

Frau regelt die Wassertemperatur an Boiler

Dezentrale Warmwasserbereitung: Mit Durchlauferhitzer läuft's energieeffizienter

Bei der dezentralen Bereitung wird das Warmwasser genau dort erzeugt, wo es benötigt wird. Dadurch entstehen keine großen Wärmeverluste beim Speichern sowie beim Transport durch Rohrleitungen. In der Regel kommt hier ein Durchlauferhitzer zum Einsatz. Im Fachhandel werden Durchlauferhitzer verschiedener Betriebsarten angeboten – hydraulische, gasbetriebene und elektronische. Die Preise liegen, je nach Betriebsart und Modell, bei 100 bis 600 Euro.

Idealerweise stimmen Sie die Größe und Leistung des Durchlauferhitzers exakt auf Ihren Bedarf ab. Das sind die idealen Voraussetzungen zum Sparen. Möchten Sie, dass der Durchlauferhitzer gleichzeitig mehrere Entnahmestellen wie die Dusche, das Waschbecken und die Badewanne bedient? Oder handelt es sich nur um eine Zapfstelle wie das Spülbecken in der Küche? Wenn man mehrere Anschlüsse im Haushalt versorgen möchte, sollte die Leistung des Durchlauferhitzers zwischen 18 kW (Kilowatt) und 27 kW liegen. So wird auch bei zeitgleicher Wasserentnahme an mehreren Stellen die gewünschte Temperatur und Fließmenge gewährleistet.

Falls Sie häufiger mehrere Zapfstellen gleichzeitig nutzen und mehr als 10 bis 15 Liter warmes Wasser pro Minute verbrauchen, empfehlen wir Ihnen mehrere Durchlauferhitzer. Alternativ können Sie einen Warmwasserspeicher (Boiler) verwenden. Hier wird Kaltwasser auf Vorrat erhitzt, das Ihnen unmittelbar zur Verfügung steht. Im Fachhandel werden sowohl sparsame Kleingeräte als auch große Wandspeicher angeboten. Die Preisspanne reicht von ca. 50 bis 600 Euro.

Effiziente Wassernutzung – unsere Tipps für private Haushalte

Stimmen Sie die Wassertemperatur optimal auf Ihre Bedürfnisse ab
Mit einer effizienten Grundeinstellung Ihrer Anlage sparen Sie Energie und Geld. Bei der zentralen Warmwasserbereitung werden 60 °C empfohlen – auch, um sich vor Legionellen (Keime im Trinkwasser) zu schützen. Bei der dezentralen Warmwasserversorgung genügen niedrigere Temperaturen: Für die Küche sind es in der Regel 45 °C, für das Badezimmer reichen 38 °C.

Nutzen Sie für das kurze Händewaschen kaltes Wasser
Ihr Durchlauferhitzer springt jedes Mal an, wenn warmes Wasser benötigt wird. Wenn Sie den Wasserhahn nur kurz (z.B. zum Händewaschen) aufdrehen, kommt das Warmwasser in der kurzen Zeit möglicherweise gar nicht an. Das heißt, dass Ihr Durchlauferhitzer völlig unnötig Strom verbraucht hat. Deshalb nutzen Sie für das kurze Händewaschen doch gleich kaltes Wasser. Das ist sparsamer!

Nutzen Sie Solarenergie für das Erwärmen Ihres Wassers
Im Sommer kann eine solarthermische Anlage den kompletten Bedarf an Warmwasser decken. Die Solarkollektoren nehmen die Wärme auf, die von einer Wärmeträgerflüssigkeit zum Wasserspeicher getragen wird. Im Winter lässt die Sonneneinstrahlung nach – es wird weniger Warmwasser erzeugt. Hier empfiehlt sich eine Kombination mit der konventionellen Heizung oder einer Warmwasser-Wärmepumpe.

Mit einfachen Helfern den Wasserverbrauch senken

Energieeffizient leben hört sich auf den ersten Blick kompliziert an. Man denkt gleich an Passivhäuser, kostspielige Renovierungsarbeiten oder neue stromsparende Geräte im Haushalt. Dennoch erzielen Sie schon mit kleineren Investitionen eine große Wirkung. Unsere Tipps zum Wassersparen verraten Ihnen, wie das geht.

Wasser sprudelt aus der Dusche

Wasser sparen mit dem Sparduschkopf

Mit einem wassersparenden Duschkopf lässt sich Ihr Wasserverbrauch in der Dusche um die Hälfte reduzieren. Dem Wasserstrahl wird Luft beigemischt – so erzielen Sie den gleichen Reinigungseffekt bei einer geringeren Wassermenge. Moderne Sparduschköpfe gibt es bereits für ca. 20 Euro. Der Austausch des Duschkopfes ist recht einfach und kann in der Regel selbständig vorgenommen werden.

Durchflussmengenbegrenzer wird an den Wasserhahn angeschraubt

Weniger Verbrauch mit dem Durchfluss­mengenbegrenzer

Häufig fließt nach dem Öffnen eine Menge Wasser aus dem Wasserhahn – bis zu 15 Liter pro Minute. Hier lohnt sich die Anschaffung eines Durchflussmengenbegrenzers (Perlstrahlers). Der Wasserstrahl wird aufgeteilt und mit Luft vermischt – so sparen Sie Wasser bei gleichem Komfort. Wird der Perlstrahler in die Armatur hineingeschraubt, benötigen Sie ein Exemplar mit Außengewinde.

Moderne weiße Toilettenschüssel

Moderne Toilettenspülungen sind effizienter

WC-Spülungen älterer Generationen verbrauchen täglich jede Menge fließendes Wasser: Mit jedem Knopfdruck spülen Sie ca. 9 Liter durch den Abfluss. Entscheiden Sie sich für eine neue Toilettenspülung. Sie können zwischen einem Zwei-Mengen-System (Normal- und Kurzspültaste) und einer Spül-Stopp-Funktion wählen. Bei Letzterer haben Sie Ihren Wasserverbrauch selbst in der Hand: Sie spült nur, solange Sie auf die Taste drücken – somit lässt sich jede Menge Wasser sparen.

Hand dreht energiesparendes Leuchtmittel in Lampe

Einfach dreifach vom Energiesparen profitieren

Lassen Sie sich von unseren Energiespartipps inspirieren.
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