Im Ortsteil Gottesgabe von Altfriedland, Landkreis Märkisch-Oderland, in Brandenburg, wurde im Jahr 2021 der Solarpark Gottesgabe mit einer Leistung von rund 150 MW in Betrieb genommen. Gemeinsam mit dem Solarpark Weesow-Willmersdorf und dem Solarprojekt Alttrebbin in Brandenburg bildet dieser Solarpark ein Solar-Cluster aus drei Photovoltaik-Großprojekten, die rund 325.000 Tonnen CO₂ vermeiden.
Projektdetails
Wie schon der Solarpark Weesow-Willmersdorf wurde das Großprojekt Gottesgabe ohne EEG-Förderung umgesetzt. Der Standort des Solarparks liegt auf der Gemarkung der Gemeinde Neuhardenberg, im Ortsteil Gottesgabe der Stadt Altfriedland, rund 60 Kilometer östlich von Berlin. Er umfasst eine Fläche von 133 Hektar, tatsächlich bebaut wurden 122 Hektar. Die Fläche des Solarparks wird durch eine Straße in zwei Hälften geteilt. Die Straße ist aber Teil der Projektfläche.
Die ebene Fläche wurde zuvorlandwirtschaftlich genutzt, allerdings mit relativ schlechtem Ertrag. Die EnBW hat die 2018 die Projektrechte erworben und die Grundstücke von den Eigentümern gepachtet. Mit dem Projekteinstieg der EnBW wurden sämtliche Rechte in der EnBW Solarpark Gottesgabe GmbH gebündelt. Der bestehende Bebauungsplan ermöglicht eine unbefristete Betriebsdauer, die Pachtverträge mit Verlängerungsoption laufen bis 2051.
Die Belange von Mensch und Umwelt
Über eine Vielzahl von Ausgleichsmaßnahmen kompensiert die EnBW den Bau des Solarparks und stellt den Erhalt der vorhandenen Lebensräume für die heimischen Tierarten sicher:
- Strauch- und Benjeshecken wurden um den Solarpark herum angelegt, Stieleichen und Obstbäume gepflanzt, Trittsteinbiotope und Grünland entwickelt.
- Die Maßnahmen wurden mit ökologischer Baubegleitung umgesetzt und werden zukünftig auf ihre Wirksamkeit hin überwacht.
- Für die Pflege der Flächen des Solarparks ist in Teilen die Beweidung mit Schafherden vorgesehen.
- Die Baumaßnahmen wurden so geplant, dass die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden konnte.
Grüne Energie für rund 90.000 Haushalte
Modultyp und Anzahl Module
Zum Einsatz kommen ca. 350.000 kristalline Module mit einer spezifischen Leistung von circa 435 Wp und 440 Wp. Der Solarpark produziert rund 154 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr. Damit versorgt der Solarpark rein rechnerisch rund 44.100 Haushalte mit umweltschonender Energie und spart 97.000 Tonnen CO₂ ein.
Netzanschluss
Auf dem Gelände des Solarparks wurde ein eigenes Umspannwerk errichtet, das über eine rund 0,5 Kilometer lange Trasse mit dem bestehenden Umspannwerk Metzdorf des Versorgungsnetzbetreibers E.dis verbunden ist. Dort wird der Strom ins 110-kV-Netz einspeist. Die Trasse entstand als Erdkabel neu und ist insgesamt 7,5 Kilometer lang. Sie schließt auch den Solarpark Alttrebbin der EnBW ans Umspannwerk Metzdorf und somit ans Stromnetz an.
Projekttagebuch
Hier informieren wir Sie über wichtige Ereignisse und Meilensteine beim Bau des Solarparks Gottesgabe. Sie finden an dieser Stelle aktuelle Informationen zum Planungs- und Genehmigungsprozess sowie zum Baufortschritt:
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Bauleitplanung mit Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung/Rechtskraft des Bebauungsplans
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2009 / 2010
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1. Änderung Bebauungsplan (Änderung der GRZ)
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2018 / 2019
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Aufstellungsbeschluss B-Plan
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November 2018
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Offenlage Bebauungsplan
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April 2019
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Satzungsbeschluss Bebauungsplan
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Juni 2019
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Übernahme der Projektgesellschaft durch die EnBW Solar GmbH
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November 2018
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Erhalt der Baugenehmigung für den Solarpark Gottesgabe
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November 2020
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Errichtungszeitraum für den Solarpark Gottesgabe
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2021
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Inbetriebnahme des Solarparks Gottesgabe
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Ende 2021
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