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Ein Kraftwerk stärkt die Artenvielfalt. Klingt das wirklich glaubwürdig?

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Timur Hauck, Diplom-Geoökologe, erstellt Artenschutzkonzepte für Wind- und PV-Projekte bei der EnBW und stimmt sie mit Gutachtern und Behörden ab.

Wie das? Es wird doch zunächst einmal meist landwirtschaftliche Fläche bebaut.

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Was ist bei einem Solarpark anders?

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Lassen sich Auswirkungen von Solarparks auf das Landschaftsbild denn objektiv beurteilen?

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Sind die Maßnahmen für mehr Artenvielfalt in jedem Solarpark gleich?

Hoher Ertrag
Hoher Ertrag

Die technische Entwicklung der Module ist enorm: Auf gleicher Fläche bringen wir heute doppelt so viel Leistung unter als noch vor zehn Jahren.

Beschränkter
Zutritt
Beschränkter Zutritt

Pflanzen und Tiere leben ungestört, weil Menschen und auch größere Tiere keinen Zutritt haben. In der Regel weisen die Zäune einen etwa 20 cm hohen Bodenabstand auf, so dass kleine Lebewesen in den Solarpark gelangen können (sogenannte Kleintierdurchlässe). In manchen Regionen muss ein sogenannter schwarzwildsicherer Zaun gebaut werden, um Schafherden vor Wolfen zu schützen.

Neue Lebensräume
Neue Lebensräume

Um einzelne Lebensräume miteinander zu verbinden und eine artenschutzfachlich hochwertige Strukturvielfalt (Biotopkomplex) zu schaffen, werden Hecken und Sträucher gepflanzt.

Flächen
erhalten
Flächen erhalten

Ein Solarpark versiegelt weniger als 1 % seiner Grundfläche. Lediglich die Pfosten der Module nehmen Fläche in Anspruch. Bei sehr großen Solarparks kommen gegebenenfalls noch feste Stationen hinzu (Wechselrichterstation(en) / Transformatoren).

Leben unter Modulen
Leben unter Modulen

Unterhalb der Module leben ebenfalls Pflanzen und Tiere, denn auch hier dringt Licht durch. Was von oben nicht sichtbar ist: Die Bodenfreiheit beträgt mindestens 80 cm. Der Insektenreichtum ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Brutvogelarten.

Pflege durch
Schafe
Pflege durch Schafe

Schäfer können die Fläche als Weidefläche nutzen und so die Fläche auf natürliche Art pflegen.

Ökologische Begleitung
Ökologische Baubegleitung

Viele Bauvorhaben werden von unabhängigen Ökologen begleitet. Sie kontrollieren, ob natur- und artenschutz­rechtliche Maßnahmen ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Bienen­paradies
Bienenparadies

Die Honigbiene zählt zu den wichtigsten Nutztieren überhaupt und findet, wie viele andere bestäubende Wildbienen- und Insektenarten, ein vielfältiges Paradies im Solarpark. In manchen Parks wird regionaler Honig gewonnen.

Regionales
Saatgut
Regionales Saatgut

Wir säen regionales Saatgut aus. So entsteht neuer und standortangepasster natürlicher Lebensraum für viele Pflanzen und Tierarten – nachhaltig für oft über 20 Jahre. Eine besonders hohe Artendichte ist je nach Standort vor allem bei Heuschrecken, Tagfaltern, Reptilien und Brutvögeln zu beobachten.

Guter Boden
Guter Boden

Ein Solarpark ist wie eine Kur für den Boden: Düngung und Pflanzenschutzmittel fallen weg, mechanische Behandlung durch beispielsweise Traktoren ebenfalls . Es wird vermehrt Humus gebildet, der nicht nur CO₂ bindet, sondern langfristig die Fruchtbarkeit des Bodes erhöht.

Seltene Arten
Seltene Arten

Je größer eine Anlage ist, desto eher bietet sie Habitate für seltene und geschützte Arten (zum Beispiel Zauneidechsen oder Wiedehopf).

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Was die Wirtschaft Win-win-Situation nennt, heißt in der Natur einfach im Einklang leben: Die Schafe halten das Gras so kurz, dass sogenannte Niederbrüter ihre Feinde gut erkennen können. Die Insekten im Solarpark leben vom Kot der Schafe. Und der trockene magere Boden hält die Klauen der Schafe gesund, die bei feuchtem Boden einem höheren Risiko von Endoparasiten oder Leberegeln ausgesetzt sind.

Wenn Solarparks die Biodiversität einer Fläche ohnehin häufig verbessern, zumal unter Einhaltung der zusätzlichen Maßnahmen – engagiert sich die EnBW noch über behördliche Auflagen hinaus?

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Was genau beinhaltet diese Selbstverpflichtung?

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Menschen haben in der Regel keinen Zutritt zu Solarparks. Gibt es trotzdem die Möglichkeit eines Einblicks?

Videos aus dem Solarpark Eggesin

Ein Eldorado für Schafe

„Mäh“.„Mäh doch selbst“. So geht es den ganzen Tag in unserem Solarpark Eggesin. Die Schafe fühlen sich hier richtig wohl. Geschützt vor Sonne und Regen „mähen“ sie die Wiese unter den Panels. Schäfer Ingo Stoll ist seit über sechs Jahren mit seinen Schafen in Solarparks unterwegs. Warum das für ihn die besten Weideplätze sind, erzählt er im Video.

Lecker, Sand!

„Back to the roots“ heißt es in unserem Solarpark Eggesin. Den haben wir nämlich auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz gebaut. Ein sandiger und wasserarmer Boden, in den bedrohte Filzkräuter und kleiner Schneckenklee genüsslich ihre Wurzeln schlagen. Wie das mit unseren Solarpanels zusammenhängt, erklärt Pflanzenexperte Carl Barnick im Video.

Nachts im Solarpark

Solarparks sind ein wahres Insektenparadies – und damit ein All-you-can-eat-Angebot für Fledermäuse. Kein Wunder also, dass ans Schlafen in unserem Solarpark Eggesin keiner denkt. Auch Batman nicht. Johannes Lenski ist Fledermauskundler und enthüllt im Video, was Zwergfledermaus und großer Abendsegler treiben, wenn keiner zuschaut.

Der Ziegenmelker fliegt wieder

Seit den achtziger Jahren kreisen immer weniger Vögel durch die Lüfte. Schuld sind fehlende Lebensräume. Wenn sie die zurück erhalten, kommen Vögel zurück. In unserem Solarpark Eggesin tummeln sich sogar bedrohte Arten. Ornithologin Nadja Schäfer hat sich mit Klangbox und Kamera auf die Lauer gelegt.

Insekten schützen groß gedacht

Wer Insekten schützen will, baut ein Bienenhotel oder säht Blühwiesen im Garten ein. Nur die Wenigsten kämen wohl auf die Idee, einen Solarpark zu nutzen. Wir tun es: Im Solarpark Eggesin erzeugen wir klimaneutral Strom und schaffen gleichzeitig ein Paradies für Trichterspinne, Heuschrecke und Co. Wie das funktioniert erklärt Biologe Rolf Peschel im Video.

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