Wir möchten unseren eigenen CO₂ Fußabdruck kontinuierlich reduzieren. Wir streben für unserem gesamten Unternehmensfußabdruck (Scopes 1, 2 und 3) 1,5-Grad-konforme Dekarbonisierungspfade an. So haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere CO₂-Emissionen in den Scopes 1 und 2 bis zum Jahr 2040 (Basisjahr 2018) um 95 % zu reduzieren. Verbleibende Emissionen werden ab dann durch die Entnahme von Treibhausgasen aus der Atmosphäre ausgeglichen (Net Zero-Emissionen). Bis spätestens 2050 wollen wir die Emissionen aus unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) um 90% im Vergleich zum Basisjahr 2018 senken und verbleibende Emissionen ab dann ebenfalls ausgleichen. Diese Zielstellung haben wir durch die Ratingagentur Moody's unabhängig bewerten lassen. Auf dem Weg dahin haben wir Zwischenziele definiert: Bis 2027 werden wir unsere Emissionen um 50 %, bis 2030 um 70 % und bis 2035 um 83 % (jeweils Scope 1 und 2) bzw. 67 % (Scope 3) im Vergleich zu 2018 senken. Weitere Informationen zu unseren Net-Zero-Zielen finden Sie unter Klimaschutz bei der EnBW.
CO₂-Fußabdruck der EnBW
Die EnBW bilanziert und berichtet ihren CO₂-Fußabdruck gemäß dem internationalen Standard „Greenhouse Gas Protocol“ und berücksichtigt hierbei die Scope 1-, die Scope 2- und die Scope 3-Emissionen.
Darüber hinaus berichtet die EnBW im Rahmen des CO₂-Fußabdruckes die Kennzahl „Vermiedene CO₂-Emissionen“. Ein Kernziel der Energiewende ist der Klimaschutz durch die Verringerung von Treibhausgasemissionen und die effiziente Nutzung von Energie. Die „Vermiedene CO₂-Emissionen“ sind ein weiteres Maß für den Beitrag der EnBW zur Erreichung dieses Ziels. Hierin sind Aktivitäten der EnBW – sowohl interne als auch beim Kunden – enthalten, die die Umsetzung der Energiewende unterstützen.
Emissionen (Scope 1, 2 und 3)
Treibhausgasemissionen (CO₂, CH₄, N₂O und SF₆)
Scope 3 Upstream
Sonstige indirekte Klimagasemissionen
- Vorkette Gasabsatz (Gasbeschaffung)
- Brennstoffbeschaffung und extern bezogener, an Endkund*innen verkaufter Strom
- Eingekaufte Güter und Dienstleistungen
- Abfall
Scope 3 Upstream: Vorgelagerte Emissionen Dritter
Scope 1
Direkte Klimagasemissionen
aus Quellen, die dem Unternehmen gehören oder direkt kontrolliert werden
- Stromerzeugung
- Wärmeerzeugung
- Betrieb Gasleitungen und Gasanlagen
- Betrieb Stromnetz
- Gebäude
- Fahrzeuge
Scope 1: Direkte Emissionen der EnBW
Scope 2
Indirekte Klimagasemissionen, entstanden bei der Produktion von zugekaufter Elektrizität, Dampf, Fernwärme und Kühlung, die im Unternehmen verbraucht werden; Netzverluste
- Netzverluste
- Betrieb Anlagen Stromnetz
- Betrieb Anlagen Gasnetz
- Betrieb Anlagen Wasserversorgung
- Gebäude
Scope 2: Indirekte Emissionen der EnBW
Scope 3 Downstream
Sonstige indirekte Klimagasemissionen
- Gasverbrauch durch Kund*innen (B2B- und B2C-Gasabsatz
- Investitionen
Scope 3 Downstream: Nachgelagerte Emissionen Dritter
Geschäftstätigkeiten der EnBW, die zu einer Vermeidung von CO₂-Emissionen führen und die Ziele der Energiewende unterstützen:
- Ausbau der Erzeugung durch erneuerbare Energien
- Energieliefercontracting
- Energieeffizienzprojekte und Ausbau Erneuerbare Energien bei Kund*innen/Partner*innen
- Erzeugung und Verkauf von Bioerdgas
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
| Scope 1 | 11.7 | 8.9 | 10.9 | 17.5 | 16.4 |
| Scope 2 ¹ | 0.7 | 0.7 | 0.8 | 0.5 | 0.4 |
| Scope 3 | 31.7 | 30.0 | 34.0 | 37.7 | 60.9 |
| Vermiedene CO2 Emissionen | 9.7 | 10.8 | 9.9 | 10.0 | 9.8 |
1 Dargestellt sind die marktbasierten Scope-2-CO₂-Emissionen. Im Jahr 2025 betrugen die standortbasierten Scope-2-CO₂-Emissionen 1.302 Tsd. t (Vorjahr 1.267 Tsd. t).
Weitere Daten zum CO₂-Fußabdruck finden Sie in den ESG-Kennzahlen 2025.
Die direkten CO₂-Emissionen werden hauptsächlich vom Einsatz unserer Erzeugungsanlagen bestimmt. Die Stromerzeugung unserer thermischen Erzeugungsanlagen hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen und führte zu einem entsprechenden Anstieg der direkten CO₂-Emissionen von 8,9 Mio. t CO₂eq im Jahr 2024 auf 11,7 Mio. t CO₂eq im Jahr 2025. Unsere Scope-2-Emissionen basieren im Wesentlichen auf indirekten Emissionen des Netzverlust- und des Pumpstroms sowie dem Netzbezug unserer Erzeugungsanlagen. Im Jahr 2025 verzeichneten wir hinsichtlich der marktbasierten Scope-2-Emissionen eine Abnahme von 691 Tsd. t CO₂eq im Jahr 2024 auf 669 Tsd. t CO₂eq. Dies ist das Ergebnis geringerer indirekter CO₂-Emissionen aus den Netzverlusten und unserer Erzeugungsanlagen bei höheren Scope-2-Emissionen der Pumpspeicher. Die standortbasierten indirekten CO₂-Emissionen nahmen im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr von 1.267 Tsd. t CO₂eq auf 1.302 Tsd. tCO₂eq zu. Ursache hierfür sind höhere Scope-2-Emissionen der Pumpspeicher aufgrund gestiegener Pumpstrombezüge. Unsere Scope-3-Emissionen werden maßgeblich durch den Gasverbrauch unserer Kund*innen und somit vom Gasabsatz B2B und B2C bestimmt. Durch den gestiegenen B2B- und B2C-Gasabsatz, nahmen im Jahr 2025 auch die Scope-3-Emissionen gegenüber dem Vorjahr zu. Demnach erhöhten sich die Scope-3-Emissionen von 30.003 Tsd. t CO₂eq im Jahr 2024 auf 31.653 Tsd. t CO₂eq im Jahr 2025. Vor allem die Abnahme der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien führte zu einer Reduzierung der vermiedenen CO₂-Emissionen von 10.815 Tsd. t CO₂eq im Jahr 2024 auf 9.704 Tsd. t CO₂eq im Jahr 2025.
Spezifische CO₂-Emissionen der Stromerzeugung
Die spezifischen CO₂-Emissionen unserer Stromerzeugung beschreiben diejenigen CO₂-Emissionen, die vom gesamten Erzeugungsportfolio der EnBW inklusive der nicht beeinflussbaren Mengen aus positivem Redispatch durchschnittlich für die Produktion von 1 kWh emittiert werden. Diese Kennzahl ermöglicht den direkten Vergleich der CO₂-Emissionen aus unserer Stromerzeugung mit den CO₂-Emissionen der Stromerzeugung in Deutschland wie sie im Rahmen der Stromkennzeichnung gemäß § 42 EnWG veröffentlicht werden.
Die Stromerzeugung inklusive der nicht beeinflussbaren Mengen aus positivem Redispatch stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr von 24,8 TWh auf 27,1 TWh. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nahm gegenüber dem Vorjahr ab. Trotz höherer Erzeugungskapazitäten durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen sowie Onshore- und Offshore-Windparks ist dieser Rückgang vor allem auf die deutschlandweit geringere Wasserführung bei Laufwasserkraftwerken und die geringeren Windertrage bei Windparks zurückzuführen. Hierdurch ist die Stromproduktion aus thermischen Erzeugungsanlagen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies führt zu einer Zunahme der spezifischen CO₂-Emissionen unserer Stromerzeugung inklusive der nicht beeinflussbaren Mengen aus positivem Redispatch von 298 g CO₂/kWh im Jahr 2024 auf 370 g CO₂/kWh im Jahr 2025.
| EnBW-Konzern | Bundesdurchschnitt Vorjahr (Angaben jeweils in g/kWh) | |
| 2025 | 370 | 298 |
| 2024 | 298 | 324 |
| 2023 | 343 | 377 |
| 2022 | 401 | 350 |
| 2021 | 386 | 310 |
¹ Beinhaltet eigene und teileigene Kraftwerke.
² Inklusive des nicht beeinflussbaren Anteils aus positivem Redispatch und bis 2023 inklusive nuklearer Erzeugung. Ab 2024 ist aufgrund des endgültigen Ausstiegs aus der Kernenergie keine nukleare Erzeugung mehr enthalten.