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Deutlich gestiegene Beschaffungskosten führen zu erster Preissteigerung für Wärmestrom bei der EnBW seit drei Jahren

Die Kosten der Tarife für Elektrospeicherheizungen und Wärmepumpen steigen zum 1. Januar 2023 in der Grundversorgung um 9,39 bis 13,11 Cent brutto / In den letzten Jahren hatte die EnBW die Preise dreimal senken können
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Karlsruhe. Die Kosten, zu denen die Energieunternehmen den Strom an den Börsen beschaffen, befinden sich weiterhin auf einem historisch hohen Niveau. Dies führt dazu, dass die EnBW nun die Wärmestrompreise in der Grundversorgung anhebt. Dabei handelt es sich um spezielle Stromtarife für Elektrospeicherheizungen oder Wärmepumpen. Diese Tarife steigen zum 1. Januar 2023 im Mittel um 63,4 Prozent. Wärmestromtarife außerhalb der Grundversorgung ändern sich in ähnlicher Höhe.

Bei diesem Schritt handelt es sich um die erste Preisanpassung der EnBW für Wärmestrom seit drei Jahren. Sowohl zum 1. Januar 2021 als auch zum 1. Januar 2022 konnte die EnBW aufgrund ihrer langfristigen Beschaffungsstrategie die Preise senken. Eine zusätzliche Entlastung brachte außerdem am 1. Juli 2022 der Wegfall der EEG-Umlage, den die EnBW an ihre Kund*innen weitergegeben hatte.

Trotz des Rückgangs seit dem Rekordwert Ende August 2022 ist der Strompreis an den Großhandelsmärkten für das Kalenderjahr 2023 im Jahresmittel weiterhin mehr als viermal so hoch wie im Vorjahr. Im Vergleich mit dem Jahresmittel 2020 liegt er sogar um mehr als das sechsfache höher. Diese dauerhaft gestiegenen Kosten kann die EnBW trotz vorausschauender Einkaufsstrategie nicht mehr abfangen.

Für einem Musterhaushalt mit Elektrospeicherheizung und getrennter Messung0Bei einer getrennten Messung werden die Verbräuche für den Hochtarif (sogenannter „Tagstrom“) und den Niedertarif (sogenannter „Nachtstrom“) mit zwei getrennten Zählern erfasst. Bei einer gemeinsamen Messung geschieht dies über einen Zweitarifzähler mit zwei Zählwerken. Für die getrennte und gemeinsame Messung gelten unterschiedliche Tarife. mit einem Jahresverbrauch von 5.200 Kilowattstunden (kWh) erhöhen sich die monatlichen Kosten um rund 57 Euro.0Alle Preise sind gerundete Bruttoangaben. Im Hochtarif (HT) liegt der kWh-Preis ab 1. Januar 2023 bei 32,09 Cent. Im Niedertarif (NT) liegt der Preis zukünftig bei 27,99 Cent je kWh. In beiden Tarifen steigen die kWh-Preise damit um 13,11 Cent. Der monatliche Grundpreis steigt in diesem Tarif um 0,60 Euro.

Erfolgt eine gemeinsame Messung, liegt der Preis für den Hochtarif zukünftig bei 35,81 Cent pro kWh. Dieser steigt damit um 9,39 Cent. Im Niedertarif erhöhen sich die Kosten pro kWh um 13,11 Cent auf 27,99 Cent. Der Grundpreis erhöht sich hier um 4,56 Euro im Monat. Kund*innen ohne getrennte Messung mit einem typischen Verbrauch von 6.300 kWh im Jahr müssen so mit zusätzlichen Kosten von rund 66 Euro im Monat rechnen.

Für einen Haushalt mit Wärmepumpenanwendung und einem Musterjahresverbrauch von 6.500 kWh steigen die monatlichen Kosten ebenfalls um rund 66 Euro. Der Preis pro kWh erhöht sich hier um 11,98 Cent auf 30,90 Cent, während der monatliche Grundpreis um 1,19 Euro steigt.

Trotz der deutlichen Preiserhöhung handelt es sich beim Wärmstrom um die Energieform, bei der die Kostensteigerungen gegenüber der letzten Heizperiode im Vergleich noch am geringsten ausfallen.0Beim Wärmestrom sind die Kosten im Jahresvergleich um ein Drittel höher. Maßgeblich dämpfend wirkt sich hier der Wegfall der EEG-Umlage zum Juli 2022 aus. Beim Gas sind die Preise um etwa zwei Drittel gestiegen. Hier wirkt die Mehrwertsteuersenkung der Steigerung etwas entgegen. Heizöl hat sich um rund drei Viertel verteuert. Holzpellets kosten nahezu das Dreifache. Quellen: 1) Preisvergleich für Wärmestrom und Gas auf Basis der EnBW Grundversorgungstarife. 2) Preisentwicklung beim Heizöl auf Basis des Bundesweiter Durchschnittspreis am 24.10.2022 im Vergleich zum 24.10.2021: tecson.de/heizoelpreise.html 3) Preisentwicklung für Holzpellets auf Basis des bundesweiten Durchschnittspreises am 24.10.2022 im Vergleich zum 24.10.2021: holzpellets.net/holzpellet-charts

Die derzeit diskutierten Maßnahmen zum Strompreisdeckel der Bundesregierung wird die EnBW berücksichtigen, sobald diese gesetzlich geregelt sind. Gleichzeitig hat die EnBW eigene Maßnahmen ergriffen, um ihre Kund*innen in der aktuellen Situation mit allgemein gestiegenen Kosten zu unterstützen. Sie wird in dieser Heizperiode insbesondere bei finanziell schwer belasteten Kund*innen keine Strom- oder Gassperren vornehmen. So möchte die EnBW verhindern, dass sie durch Sperrungen in eine zusätzliche Notlage geraten.

Um der Energiekrise kurzfristig und effektiv entgegenzuwirken, sind Energiesparmaßnahmen von Bürger*innen, Institutionen und Unternehmen unerlässlich. Die EnBW hat hierfür eine Reihe an Informationen und praktischen Tipps zusammengestellt (enbw.com/energiesparen). Mittel- und langfristig ist der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien notwendig. Hierfür investiert die EnBW seit Langem massiv in den weiteren Ausbau.

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Großhandelspreise für Strom für das Kalenderjahr 2023 (Baseload)

Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Großhandelspreise für eine Kilowattstunde Strom Baseload für eine Lieferung im gesamten Kalenderjahr 2023.
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Kosten für eine Speicherheizung mit getrennter Messung im Grundversorgungstarif

Im Januar 2021 und 2022 konnte die EnBW ihre Kund*innen bei den Kosten für Wärmestrom entlasten. Hinzu kommt der Rückgang durch den Wegfall der EEG-Umlage im Juli 2022. Nun führen die gestiegenen und dauerhaft hohen Beschaffungskosten zu einem Preisanstieg. Diese Grafik zeigt die Entwicklung der jährlichen Wärmestromkosten in der Grundversorgung für eine Speicherheizung mit getrennter Messung bei einem Musterverbrauch von 5.200 kWh.
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