Telefax: Mobil: Telefon: Schließen Bild herunterladen nach oben Drucken
1488789903000

EnBW hat Funktionstest für die geplanten Castor-Transporte auf dem Neckar erfolgreich abgeschlossen

Bild herunterladen
  • Gesamter Ablauf des Vorhabens ist nun in der Praxis erprobt
  • Zum Einsatz kamen ausschließlich leere Castor-Behälter

Obrigheim/Neckarwestheim. Mit der Rückkehr von drei leeren Castor-Behältern in das Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) hat die EnBW am vergangenen Samstag ihren Funktionstest für die geplanten Castor-Transporte erfolgreich abgeschlossen. Der Funktionstest ist Teil der Vorbereitungen für die Verlagerung verbrauchter Brennelemente aus Obrigheim in das Standort-Zwischenlager des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN). Die EnBW plant hierfür voraussichtlich fünf einzelne Transporte mit einem Spezialschiff über den Neckar.

„Wir haben den Funktionstest erfolgreich abgeschlossen. Der Test hat sowohl technisch als auch organisatorisch und personell gut geklappt“, berichtet Jörg Michels, Geschäftsführer der EnBW Kernkraft GmbH. „Nachdem wir im vergangenen Jahr bereits die Handhabung der Castor-Behälter in den Lagerbereichen von Obrigheim und Neckarwestheim ausführlich getestet haben, haben wir jetzt mit dem Test auf dem Neckar und an den Anlegestellen die Erprobung des gesamten Transportablaufs komplettiert. Mit der gleichen Sorgfalt und Präzision werden wir auch die späteren Transporte von beladenen Castoren umsetzen.“

Der Test startete am Montag vor einer Woche (27. Februar 2017) in Obrigheim mit der Beladung des Transportschiffs mit leeren, unbenutzten Castor-Behältern. Genutzt wird ein spezieller Schubleichter, der die besonderen behördlichen Anforderungen für einen solchen Transport erfüllt. Am Dienstag fuhr der Schubverband, bestehend aus dem Schubleichter und einem Schubboot, die rund 50 Flusskilometer zum Kernkraftwerk Neckarwestheim. Dort wurden die leeren Castoren, die jeweils auf speziellen Fahrzeugen fixiert waren, am Mittwoch vom Schiff herunter und am Donnerstag wieder hinauf gefahren. Am Freitag legte der Schubverband nach seiner Rückfahrt erneut in Obrigheim an. Am Samstag (4. März 2017) war dann gegen 12 Uhr die Entladung des Schiffes und damit der Funktionstest abgeschlossen.

Am heutigen Montag wird der leere Schubverband wieder nach Neckarwestheim überführt, wo er vorläufig vor Anker gehen wird. Der Funktionstest verlief – wie angekündigt – weitgehend ohne Auswirkungen auf die Schifffahrt auf dem Neckar. Bei den geplanten „echten“ Transporten soll der Gesamtablauf nicht – wie beim Funktionstest – eine ganze Woche dauern, sondern nur wenige Tage. Vergleichbar wird jedoch die Dauer der Fahrt von Obrigheim nach Neckarwestheim sein, hier rechnet die EnBW mit etwa einem Tag.

Kein neues Zwischenlager und verzögerungsfreier Rückbau in Obrigheim

Die EnBW hatte sich nach intensiver Prüfung im Juni 2016 für die Verlagerung der insgesamt 342 verbrauchten Obrigheimer Brennelemente nach Neckarwestheim entschieden. Dadurch wird der Bau eines weiteren Zwischenlagers in Deutschland überflüssig. Der Abtransport der Brennelemente unterstützt zudem maßgeblich den weiteren verzögerungsfreien Rückbau des Kernkraftwerks Obrigheim, so dass der Standort schneller zu einer konventionellen Industriefläche werden kann. Die Brennelemente aus dem früheren Anlagenbetrieb befinden sich derzeit abgesichert in einem Nasslager innerhalb des Kernkraftwerks. Diese Form der Lagerung behindert jedoch in absehbarer Zeit den Rückbau.

Das Zwischenlager in Neckarwestheim verfügt über 151 Stellplätze für Behälter mit Brennelementen. Davon werden jedoch – als Folge des vorzeitigen Ausstiegs aus der Kernenergie – nur rund 125 Plätze für die Zwischenlagerung der Brennelemente aus den beiden Kraftwerksblöcken in Neckarwestheim benötigt. Die Unterbringung der 15 Castoren aus Obrigheim ist also ohne Erweiterung des Zwischenlagers möglich.

Castoren und eingesetzte Schiffe erfüllen spezielle Anforderungen für sicheren Transport

Die EnBW wartet noch auf die Genehmigung für den Transport der Obrigheimer Brenn-elemente. Zuständige Behörde ist das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Sobald die rechtliche Grundlage für den Transport vorliegt, wird die EnBW die Brenn-elemente schrittweise in insgesamt 15 Castor-Behälter überführen und darin sicher verschließen. Die massive, tonnenschwere Metallkonstruktion der Behälter sowie aufwändige Dichtungssysteme gewährleisten, dass die Castoren auch unter extremen Bedingungen sicher sind. Das haben die Behälter in Tests nachgewiesen und die behördliche Zulassung für ihren Einsatz erhalten. Spezielle Anforderungen gelten auch für das Transportschiff und den Ablauf des Transports. Dass die EnBW alle Anforderungen in vollem Umfang erfüllt, wird von den zuständigen Behörden und ihren Gutachtern unabhängig überwacht werden. Vor diesem Hintergrund ist die EnBW fest davon überzeugt, die Castor-Transporte auf dem Neckar sicher durchführen zu können.

Die EnBW wird auch weiterhin die Öffentlichkeit und insbesondere die Anliegergemeinden der Transportstrecke über das Vorhaben auf dem Laufenden halten. Informationen sind jederzeit unter www.enbw.com/castortransport zu finden. Aktuell hat die EnBW dort einen Film ergänzt, der den Ablauf des Funktionstests erläutert.

Telefax: Mobil: Telefon:
Telefax: Mobil: Telefon:
Unternehmenskommunikation
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Durlacher Allee 93
76131 Karlsruhe
Video anzeigen
YouTube Video anzeigen?

Bitte beachten Sie die Datenschutzhinweise von YouTube.

Das könnte Sie auch interessieren